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Das Weltgeschehen zur Jahrtausendwende 1999 bis 2001 - ein Überblick

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2001" (ISBN: 3-8132-0778-1) - Dezember 2001

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Weltpolitik, strategische Lage, Entwicklung, Staaten

Abstract:

Das Weltgeschehen zur Jahrtausendwende 1999 bis 2001 - ein Überblick

Die Zeit der Krisen ist auch nach dem Ende des Ost-West-Konflikts nicht zu Ende. Selbst in Europa wurde noch keine "gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur" für eine Friedensordnung aufgebaut. Die bestimmenden Entwicklungen des Weltgeschehens zur Jahrtausendwende kulminierten in folgenden kritischen Höhepunkten: Erstens in einer politischen Verständigung zwischen Russland und China im Zeichen der in Moskau wie in Peking geforderten "Multipolarität" der globalen Machtverteilung mit Russland und China als gleichwertigen Großmächten im Verhältnis zu den USA. Zweitens in einer fortschreitenden Differenzierung der Interessen der Golfkriegsverbündeten von 1990/91. Diese geht mit einem Schwund der internationalen Solidarität mit den USA hinsichtlich des Umgangs mit dem Irak und dem Iran einher. Drittens in einer seit Jahren erkennbaren Wiedererstarkung des russischen Machtwillens mit dem Ziel, verlorene Einflusszonen und Vorfelder wiederzugewinnen. Viertens in der Wahrnehmung Chinas als eines international nicht wirklich kalkulierbaren Risikofaktors. Um die Jahrtausendwende bestand in mehreren Staaten Südostasiens, nicht nur in Taiwan, kein Zweifel an einer möglichen künftigen Bedrohung durch China, die mit einem wachsenden Interesse an der Fortdauer der Machtpräsenz der USA in dieser Region verbunden ist. Fünftens in einer fortlaufenden Erschütterung und Aushöhlung der Stabilität des internationalen Nuklear-Regimes. Sechstens in der "Al Aksa-Intifada" als einem Ereignis, das in eine anhaltende Krise zwischen Israel und den Palästinensern überging und die gefährlichste internationale Kurzzeitentwicklung mit großem Eskalationspotential und massiven Konfrontationsrisiken ist. Siebtens in einer Anreicherung der Krisensituation am Balkan im Jahre 2000 und im Frühjahr 2001. Die Entwicklungen zeigen, dass internationale Organisationen ohne internationale Koalitionen für die Anwendung der Machtmittel, die militärischen eingeschlossen, Krisen und Konflikten gegenüber hilflos sind.

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