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Afrika - Staatsgrenzen sind keine Konfliktgrenzen

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2001" (ISBN: 3-8132-0778-1) - Dezember 2001

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Afrika, Sicherheitspolitik, Konflikt, Bürgerkrieg, Beispiel, Angola, Kongo, Uganda, Burundi, Ruanda, Liberia, Sierra Leone, Guinea

Abstract:

Afrika - Staatsgrenzen sind keine Konfliktgrenzen

Außer dem Bürgerkrieg in Algerien und dem Grenzkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea lässt sich keiner der derzeitigen Konflikte in Afrika einfach kategorisieren. Die meisten größeren Konflikte sind weder zwischenstaatlich noch rein innerstaatlich, sondern dehnen sich aus den verschiedensten Gründen über die Staatsgrenzen hinweg aus. Das Resultat sind Konfliktmatrizen, die keine einfache oder schnelle Lösung erwarten lassen. Zur Illustration dieses Problems analysiert der Beitrag vier große grenzüberschreitende Konfliktherde: den Bürgerkrieg in Angola, den Krieg in der Demokratischen Republik Kongo, den Guerillakrieg in Uganda und die Kriege in Liberia, Sierra Leone und Guinea. Diese vier großen grenzübergreifenden Konfliktherde sind jedoch nicht die einzigen, die in Afrika über Staatsgrenzen hinweg Sicherheitsprobleme verursachen. Das Potential für kleinere Konfliktverkettungen besteht auch in vielen anderen Teilen des Kontinents. Die Kernprobleme Afrikas - Armut und schwache Regierungen mit begrenzter Legitimität und geringem Rückhalt in der Bevölkerung - haben auch dazu geführt, dass Banditen und Piraten wieder zu einem ernsten wirtschaftlichen Problem werden, weil sie ausländische Investoren abschrecken. Auch die zumeist geographisch motivierten und oft an der demographischen Realität vorbeigehenden Kolonialgrenzen stellen ein Problem dar, das Afrika noch nicht verkraftet hat. Die Staaten Afrikas müssen sich all dieser Konfliktknoten bewusst werden. Diesbezüglich bedarf es wirksamer Krisenreaktionskräfte. Sorgen um die Zukunft Afrikas sind zwar berechtigt, zu verzweifeln wäre jedoch voreilig.

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