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Burma - Chinas Ambitionen und Indiens Antwort

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2001" (ISBN: 3-8132-0778-1) - Dezember 2001

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Schlagworte zu diesem Beitrag:  Asiatische Staaten, Myanmar, Innenpolitik, Versuch, Einflussnahme, Nachbarstaaten, China, Indien, Pakistan

Abstract:

Burma - Chinas Ambitionen und Indiens Antwort

Die westlichen Staaten beobachten mit Sorge die Situation der Menschenrechte in Burma (Myanmar) und unterstützen die Demokratiebewegung des Landes; für die unmittelbaren Nachbarstaaten Burmas hingegen nimmt die Frage der regionalen Sicherheit einen wesentlich höheren Stellenwert ein, wodurch das isolierte Land zur Arena einer Auseinandersetzung wurde, deren Hauptakteure China und Indien sind. China betrachtet Burma als Zugang zum Meer für den Handel und Export der vom Meer abgeschnittenen südwestlichen Provinzen. In den späten achtziger Jahren, als sich alle Staaten von Burma abwandten, entschied sich China für eine Unterstützung des Militärregimes und wurde nicht nur Burmas wichtigster Handelspartner, sondern auch Hauptlieferant von Waffen und Munition. Indien war durch diese Entwicklung alarmiert und versuchte anfangs, dem chinesischen Einfluss durch Unterstützung der Demokratiebewegung Burmas entgegenzuwirken. Als dieser Versuch scheiterte, rückte Indien enger an das Regime in Burma heran und baute Kontakte zu jenen Elementen innerhalb des regierenden Militärs auf, die den Absichten Chinas in der Region kritisch gegenüberstanden. Auch Pakistan trat als Verbündeter Chinas und Gegner Indiens in zweiter Reihe an Chinas Seite in das Geschehen ein. Die Zukunft Burmas wird wahrscheinlich stärker vom Ergebnis dieser regionalen Auseinandersetzung geprägt sein als von westlichen Sanktionen und Druckmechanismen. Ob und wie es China und Indien gelingt, die einzelnen Gruppen innerhalb des burmesischen Militärs zu ihrem jeweils eigenen Vorteil gegeneinander auszuspielen, wird dabei von Bedeutung sein.

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