Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button
Bundesheer auf Twitter

Inhaltsverzeichnis und Vorwort

erschienen in der Publikation "Afrika im Blickfeld: Kriege — Krisen — Perspektiven" (ISBN: 3-8329-0712-2) - 2004

Schlagworte zu diesem Beitrag:  Afrika

Abstract:

Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Herausgebers

Gerald Hainzl
Afrikanische Konflikte — Konflikte in Afrika

Martin Pabst
Ansätze zu Konfliktmanagement und Konfliktbewältigung in Subsahara-Afrika

Peter Hazdra
Vergessen, Bestrafen oder Verzeihen? — Strategien zur nachhaltigen Konfliktaufarbeitung in Afrika

Gerald Hainzl
Die Konflikte in Zentralafrika

John Emeka Akude
Krisen und Krisenmanagement in Westafrika

Peter Trost
Der Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea

Martin Pabst
Krieg und Frieden im Sudan

Ewald J. Hausdorf
SHIRBRIG — ein Modell für den Aufbau von Krisenmanagementkapazitäten in Afrika

Autorenspiegel des Bandes

Abkürzungsverzeichnis

Vorwort des Herausgebers

Afrika war im Jahr 2002 mit elf Kriegen südlich der Sahara und mehreren bewaffneten Konflikten der unruhigste Kontinent. Die Hamburger Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung sah auch 2003 keine gravierenden Änderungen, für 2004 ist ähnliches zu erwarten.

Im afrikanischen Raum sind geballt jene Phänomene anzutreffen, die einhellig sowohl von der UNO, der NATO als auch der EU als die sicherheitspolitischen Probleme und Herausforderungen der Zukunft eingestuft werden. Es handelt sich um schwache und "gescheiterte" Staaten, in deren Umfeld sich Terrororganisationen festsetzen und lokale Kriegsherren wüten, Korrupte und ausbeuterische Regime zerstören dem Großteil der Bevölkerung die Gegenwart und rauben ihr die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Darüber hinaus tragen Erkrankungen epidemischen Ausmaßes zu einer brisanten Gesamtsituation bei, die untätiges Zusehen und Abwarten aus sicherheitspolitischen wie humanitären Überlegungen zunehmend als verantwortungslos erscheinen lässt.

Innerafrikanische Stabilisierungs- und Transformationsbemühungen sind zwar vorhanden, leiden aber häufig an Ressourcen-, Akzeptanz- und Durchsetzungsproblemen. Trotz aller historisch gebotenen Rücksichtnahme erscheint daher eine substanzielle Hilfestellung externer Akteure zur Bewältigung afrikanischer Konflikte als unverzichtbar. Dies gilt insbesondere für die EU, die auf Grund der relativen geographischen Nähe, ihres allgemein hohen Lebensstandards und der demographischen Entwicklung in naher Zukunft zu einer "Konfliktimportregion" werden könnte. Will sie zudem ihren eigenen sicherheitspolitischen Vorstellungen gerecht werden und aktiv einen Teil der Verantwortung für die globale Sicherheit übernehmen, dann wird der Kurzzeiteinsatz eines Militärkontingentes in der Demokratischen Republik Kongo im Sommer 2003 vermutlich kein Einzelfall bleiben.

Die sicherheitspolitische Entwicklung in Afrika stand bislang nicht im Zentrum zentraleuropäischer Analysen. Afrikanische Konflikte und Konfliktlösungsansätze rücken aber zunehmend in das internationale Blickfeld, wie auch der erwartbare Einsatz einer UN-Friedenstruppe im Sudan verdeutlicht.

Der vorliegende Sammelband entstand daher in der Absicht, in gestraffter Form einen Überblick über die wichtigsten Konflikte in Afrika, aktuelle Ansätze zu ihrer Bewältigung und dabei auftretende Probleme zu bieten. Die einzelnen Beiträge wurden bereits vorgestaffelt im Rahmen eines zweitägigen Workshops kritisch reflektiert. Die Darstellungen sind keinesfalls erschöpfend, erscheinen aber bestens dafür geeignet, einen informativen Beitrag zur Bewusstseinsbildung zu leisten und als Basis für weiterführende Analysen herangezogen zu werden.

Walter Feichtinger

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt | Datenschutz | Barrierefreiheit