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Konfliktpotentiale am Horn von Afrika

erschienen in der Publikation "Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2000" (ISBN: 3-8132-0711-0) - Dezember 2000

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Abstract:

Das Beispiel Eritrea

Anhand des Beispiels von Eritrea wird die Genesis von Konfliktpotentialen am Horn von Afrika beschrieben. Sie reichen bis in die Kolonialzeit zurück und wurden nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Neuordnung der Einflußsphären der Siegermächte und der Instrumentalisierung afrikanischer Staaten in der Zeit des Kalten Krieges angereichert. Nach der Auflösung der Sowjetunion bestand in den westlichen Hauptstädten für einige Jahre die Hoffnung, daß mit den neuen, dynamischen Führern in Äthiopien und Eritrea aus der krisengeschüttelten Region ein wirtschaftlich prosperierendes Gebiet entsteht, das eine Vorbildwirkung für den gesamten afrikanischen Kontinent entfalten kann. Spätestens seit dem Grenzkrieg zwischen Eritrea und Äthiopien macht sich jedoch auch bei wohlwollenden Entwicklungspolitikern Ernüchterung breit - die neuen Hoffnungsträger haben ihr Kapital verspielt. Nach Auffassung des Autors tragen die westlichen Staaten und ihre Entwicklungshilfeorganisationen mit ihrer "pragmatischen Politik" einen wesentlichen Teil der Verantwortung dafür, daß Eritrea und Äthiopien die Ressourcen für den bewaffneten Konflikt akkumulieren konnten. Namentlich die USA verknüpften mit ihrem Engagement das Ziel, eine neue Speerspitze im Kampf gegen den islamischen Terrorismus zu schmieden, den sie im Sudan lokalisiert haben. Die aktuelle Entwicklung deutet jedoch darauf hin, daß das "State Department" genau das Gegenteil dessen erreicht hat, was es mit seiner Politik bezwecken wollte. Der Autor fordert von der westlichen Staatengemeinschaft die Formulierung konsistenter entwicklungspolitischer Leitlinien und die Beachtung eigener Förderkriterien, wie sie z.B. das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit aufgestellt hat.

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