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Provincial Reconstruction Teams in Afghanistan

Ein innovatives Instrument des internationalen Krisenmanagements auf dem Prüfstand

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Vorwort

Vorwort des Herausgebers

Es steht außer Zweifel, dass Maßnahmen des internationalen Krisen- und Konfliktmanagements seit dem Ende des Kalten Krieges 1989 erheblich an Bedeutung gewonnen haben. Ob Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Afghanistan, Osttimor oder die Demokratische Republik Kongo - immer mehr Soldaten stehen in immer mehr Missionen gemeinsam mit zivilen Kräften weltweit im Einsatz, um Sicherheit zu gewährleisten, den wirtschaftlichen Wiederaufbau voranzutreiben und vermehrt auch, um den Aufbau funktionierender staatlicher Strukturen zu ermöglichen.

Dem offenkundigen Mehrbedarf - häufig durch den Generalsekretär der UNO "eingemahnt", wie zuletzt im Sommer 2006 anlässlich der zusätzlichen Stationierung von Friedenstruppen im Libanon - stehen allerdings begrenzte Ressourcen der Truppen stellenden Staaten gegenüber, die bereits jetzt unter der Last der Einsätze stöhnen. Es liegt daher auf der Hand, im internationalen Krisen- und Konfliktmanagement nach innovativen, Ressourcen sparenden Methoden zu suchen, um die steigende Kluft zwischen Anforderungen und verfügbaren Mitteln wieder zu schließen.

Mit so genannten Provincial Reconstruction Teams (PRTs) versucht man seit 2003 in Afghanistan, relativ geringe zivile und militärische Komponenten zur Optimierung der Effektivität vor Ort integral zusammenzuführen, durch eine Konzentration auf Provinz- und Distriktsknotenpunkte flächendeckende Wirkung zu erzielen und die politische Führung wie die afghanische Gesellschaft umfassend zu unterstützen, ohne sie allerdings von ihrer Verantwortung zu entbinden oder sie zu dominieren.

Bisherige Erfahrungen mit den im Jahre 2003 sieben und mittlerweile 22 PRTs in Afghanistan deuten bereits heute auf deren erhebliches Potenzial als Instrument im umfassenden Konfliktmanagement und Staatsaufbau hin.

Mag. Markus Gauster vom Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement (IFK) der Landesverteidigungsakademie in Wien ist - unter anderem im Rahmen von zwei Forschungsaufenthalten in Afghanistan - der Frage der Konzeption und Funktionalität von PRTs nachgegangen.

8 Zwei begleitende Expertenworkshops des IFK zu dieser Themenstellung haben ergänzende Impulse geliefert. Das Forschungsergebnis im Sinne einer Zwischenbilanz soll mit der vorliegenden Studie verfügbar gemacht werden.

Dieser Band informiert einerseits allgemein über das PRT als Modell und vergleicht andererseits die US-amerikanische, britische und deutsche Umsetzung dieses Modells. Er versteht sich als Zwischenschritt in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einer Thematik, die zweifelsohne auch für Österreich und das BMLV noch von steigender Bedeutung sein wird.

Ein besonderer Dank gilt dabei nicht nur dem Autor, sondern auch den Institutsangehörigen Dr. Peter Hazdra und Dr. Martin Malek sowie Mag.

Walter Matyas vom Büro für Sicherheitspolitik, die wesentlich zum Gelingen beigetragen haben.

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