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Interkulturalität als Instrumentarium für Einsatz und Führung, Teil 1

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Vorwort

Die Landesverteidigungsakademie ist die höchste Bildungs- und Forschungseinrichtung des Österreichischen Bundesheeres. Die Forschung beinhaltet auch das Erarbeiten von Planungs- und Entscheidungsgrundlagen für das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport. Durch die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Forschungs-und Lehreinrichtungen im zivilen und militärischen Bereich wird den Forderungen der modernen Wissenschaft nach interdisziplinärer und internationaler Vernetzung entsprochen.

Mit fortschreitender Globalisierung hat die internationale Zusammenarbeit sowohl im zivilen als auch militärischen Bereich einen hohen Stellenwert erlangt. Als Teil der Europäischen Union und Teilnehmer an der NATO-Partnerschaft für den Frieden ist es für das Österreichische Bundesheer erforderlich, auf internationaler Basis kooperieren und koordinieren zu können. Ob im Umgang mit der lokalen Bevölkerung eines Einsatzgebietes, mit den Soldaten eines anderen Landes im Zuge einer multinationalen Mission oder mit jenen Soldaten innerhalb des Bundesheeres, die (beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft) eine andere kulturelle Orientierung aufweisen, stets spielen fachübergreifende Disziplinen eine immer größer werdende Rolle.

Tatsache ist, dass heutzutage Begegnungen mit anderen Kulturen im Rahmen eines Einsatzes zur Selbstverständlichkeit geworden sind. "Kultur" durchdringt alle Lebensbereiche der Menschen und formt ihre Einstellung, ihre Denkmuster und ihre Verhaltensweisen im Alltag. Die möglichen Auswirkungen kultureller Unterschiede bei militärischen Einsätzen müssen daher bei der Planung und Durchführung militärischer Zusammenarbeit mitberücksichtigt werden. Mit der Vielfalt von Aufga-ben in unterschiedlichen Einsatzgebieten wächst gleichzeitig auch der Anspruch an die Einsatzvorbereitung der Soldaten. Demzufolge ist eine bedarfsorientierte Einsatzvorbereitung im Bereich der Interkulturellen Kompetenz ein wesentlicher Bestandteil, um Kenntnisse über die kultu-rellen Gegebenheiten des Einsatzgebietes, wie zum Beispiel über Sprache, Sitten, Gebräuche etc., zu vermitteln.

Zahlreiche Ausbildungsstätten des Österreichischen Bundesheers als auch die für die Einsatzvorbereitung maßgeblichen Dienstellen nehmen in diesem Sinne die Notwendigkeit einer Aus-, Fort- und Weiterbildung im Umfeld der Interkulturellen Kompetenzen wahr und schaffen somit eine Grundlage für die einsatzspezifischen Herausforderungen, mit de-nen die Soldaten im zunehmend schwierigen Umfeld der Einsatzgebiete im alltäglichen Dienst konfrontiert werden.

Durch die vorliegende Darstellung der Ergebnisse des Workshops "Interkulturalität als Instrumentarium für Einsatz und Führung" soll vor allem die Vielfalt und Notwendigkeit dieser Tätigkeiten und Forschun-gen dargestellt werden. Nur wer die Vielfalt als Notwendigkeit begreift und Unterschiedlichkeiten akzeptieren kann, wird einen entsprechenden Erfolg aufweisen können. Dies bezieht sich auf militärische und zivile Herausforderungen unterschiedlichster Art.

Mag. Erich Csitkovits, Generalleutnant Kommandant der Landesverteidigungsakademie, Wien

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