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Militärwissenschaften

Begriff, internationale Verwendung und Akzeptanz

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Vorwort

Wenn man den Blick durch die Landschaft der unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen schweifen lässt, so offenbart sich in den letzten Jahren eine verstärkte Zunahme neuer Forschungsfelder und der damit verbundenen Erkenntnisse für Lehre und Ausbildung .

In den technischen Gebieten, vor allem im Bereich der Informationstechnologie, aber auch im klassischen hoheitlichen Bereich wurden Wissenschaftsfelder neu begründet und als Forschungs- und Lehrgegenstände etabliert; dies zeigt sich beispielsweise an den in Österreich neu generierten Polizeiwissenschaften. Allerdings bedeutet dies nicht, dass polizeiliche Forschung und Arbeitstechniken vor deren Fassung als eigene Wissenschaftsdisziplin nicht entsprechend den wissenschaftlichen Grundsätzen gearbeitet hätten, vielmehr hat es dieser Maßnahme im staatlichen Wirken bislang nicht bedurft. Mit der Etablierung von Ausbildungs- und Lehrstätten, wie beispielsweise eigener Fachhochschulen sowie der EU-weiten Einführung eines einheitlichen akademischen Bildungssystems,besser bekannt als Bologna-Prozess, hat sich die Notwendigkeit ergeben, die wissenschaftliche Forschung und Lehre auch in jenen bislang nicht als Wissenschaftsdisziplin gefassten Bereichen, wie dem Polizeiwesen und dem Militärwesen, entsprechend einzurichten. Hinzu kommt noch die seit dem Ende des Kalten Krieges immer stärkere Zusammenarbeit zwischen militärischen, polizeilichen und zivilstaatlichen Stellen im Sinne des "Comprehensive Approach" bzw. der "Umfassenden Sicherheitsvorsorge", die eine Vergleichbarkeit der jeweiligen Strukturen und Ausbildungsgänge notwendig macht.

Gerade die Militärwissenschaften zählen zu den ältesten Fächern wissenschaftlicher Erkenntnis, haben sich doch schon die alten Griechen, Römer (und in Fortführung dieser Tradition die Byzantiner) sowie die Perser und Chinesen mit Führung und Einsatz von Militär intensiv auseinander gesetzt. Nicht zufällig wurde die erste neuzeitliche militärwissenschaftliche Institution, die Theresianische Militärakademie 1752 in Österreich gegründet, da bereits in jener Zeit die Notwendigkeit der Verknüpfung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse mit militärischen Belangen als zwingend notwendig erachtet wurde.

Oberrat Mag. Andreas Thalhammer, MBA legt mit seiner Untersuchung der Begrifflichkeit der Militärwissenschaften nun eine Zusammenschau vor, die bestätigt, dass Militärwissenschaften in der einen oder anderen Form europaweit als wissenschaftliche Disziplin etabliert sind und für die österreichische Bildungslandschaft ein gewisser Aufholbedarf besteht. Er leistet damit einen weiteren wertvollen Beitrag zur Bewusstmachung dieses Wissenschaftsfeldes in der zivilen akademischen Welt.

MMag. DDr. Andreas Stupka, ObstdG&Ltr IHSW

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