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Wissensmanagement und Wissensbilanz im ÖBH am Beispiel der ABCAbwS & ABCAbw

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Vorwort

Das heutige Wissen einer Organisation bestimmt ihre zukünftige Leistungsfähigkeit, es determiniert somit nicht nur die Nachhaltigkeit einer Organisation, sondern auch ihre Fähigkeit auf geänderte Umweltbedingungen einzugehen.

Im Informationszeitalter gewinnt somit das so genannte "Intellektuelle Kapital" - welches in den Köpfen der Mitarbeiter steckt - besonders in komplexen Organisationen wie dem ÖBH nicht nur an Bedeutung, sondern ist aufgrund von rechtlichen, politischen und technischen Rahmenbedingungen der wesentliche Faktor der Leistungsbereitstellung.

Im vorliegenden WM-Projekt wird daher erstmals im ÖBH untersucht, inwieweit das Instrument der Wissensbilanz geeignet ist, Wissen der Organisation in allen auftretenden Formen nachhaltig zu sichern, bewertbar zu machen und als zentrale Ressource für eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit, der Transformations-, sowie der Einsatzperformance einzusetzen.

Die ABCAbwS wurde beispielhaft als Anwendungsorganisationsmodell verwendet da in ihr exemplarisch die Wechselbeziehung von Einsatz, Lehre und Forschung darstellt wird.

Weiters ist an der ABCAbwS die Wirkungsorientierte Führung im Sinne des New Public Management so weit fortgeschritten, dass es Wert steigernd mit Wissensmanagement unterstützt werden kann.

Als lernende Organisation muss sie ständig hoch komplexe Einsatzfähigkeiten bereitstellen.

Die Organisationsumgebung, die sich in Form einer Vielzahl von Methoden und Instrumenten darstellt, wurde in den vier Sichten des PROMOTE® Modells systemisch abgebildet.

Diese Idee eines generischen Performance-Frameworks biete die Grundlage um Management Instrumente einzuführen und wurde daher auch zur Erstellung der Wissensbilanz herangezogen.

Die Wissensbilanz stellt den Menschen in den Mittelpunkt der Wertschöpfungskette und ermöglicht als komplementäre Berichtsform den "wahren Wert" von wissensintensiven Organisationen transparent darzustellen.

Da die Ressource "Wissen" in allen Bereichen der Organisation relevant ist, kann die Wissensbilanz zur integrativen Gesamtsicht auf die Organisation herangezogen werden.

Zur Umsetzung der Wissensbilanz wurde ein Modell-Orientierter Ansatz von ADOscore® gewählt, da diese graphische Abbildung eine transparente und nachvollziehbare Dokumentation der komplexen Ursache- / Wirkungsbeziehungen ermöglicht.

Weiters konnte auf die bereits vorhandenen Arbeiten im Bereich Wissensmanagement und Skillmanagement zurückgegriffen werden.

Das Projekt verfolgte die PROMOTE® Roadmap zur Erstellung der Wissensbilanz, die auf den Vorarbeiten aufbaut und von der Spezifikation der Ziele hin zur Steuerung der Wissensorganisation führt.

Die Wissensbilanz zeigt, dass die Soll-Ressourcen, Fähigkeiten, Prozesse, Strukturen für den Anlassfall abgebildet werden und mit dem vorhandenen IST verglichen werden.

Dieses Monitoring gibt einen Überblick über die Verfügbarkeit der Kompetenzen in einer bestimmten Zeit-Periode.

Im Rahmen des Projektes wurde nach der Zieldefinition die kritischen Erfolgsfaktoren der Wissensorganisation erhoben, die Ursache-/ Wirkungszusammenhänge transparent dargestellt, die Wissensziele mit konkreten Messpunkten operationalisiert und an operative Daten angebunden.

Ergebnis der Wissensbilanz ist eine Reihe von Wissens-Controlling Berichten, sowie ein Wissens-Controlling Cockpit, dass die Steuerung der Organisation unterstützt.

Abschließend kann festgehalten werden, dass die Projektergebnisse Vorraussetzungen bieten konkrete Beauftragungen für die Erstellung von Wissensbilanzen im ÖBH personell, materiell und zeitlich, angepasst an den notwendigen Detaillierungsgrad zu ermöglichen.

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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