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Verteidigungsminister Platter auf Besuch bei MFOR-Soldaten

15. Dezember 2005 - 

"Nach Bruch des Friedensabkommens durch die 'Mainland Armed Forces' - sie haben ihre zugewiesenen Aufenthaltsbereiche verlassen - droht die bereits ohnehin sehr angespannte Situation in Mainland noch weiter aus den Fugen zu geraten. Zudem befürchten Einheimische, potentielle Kriegsverbrecher könnten dies zur Flucht nutzen oder gar in Flüchtlingslagern der internationalen Schutztruppen Unterschlupf finden." So stellte sich die (fiktive) Gesamtsituation der Übung Dispute 05 heute, Donnerstag, dar. Und gerade in dieser schwierigen Lage kamen Verteidigungsminister Günther Platter und Landstreitkräfte-Kommandant Generalleutnant Edmund Entacher und statteten den Übenden der 7. Jägerbrigade einen Besuch ab. Von der Realitätsnähe und der professionellen Verwirklichung der Übungsanlage zeigten sich beide beeindruckt. "Es entsteht der Eindruck, als ob die Ereignisse wirklich geschehen und man bei dem Einsatz mit dabei ist", so Platter.

Verhandlungspoker

So ging's heute weiter: Der Mob gewann immer mehr an Dominanz, eine Welle der Gewalt rollte über Mainland. Allerorts bekundeten aufgebrachte Menschenmassen lautstark ihr Misstrauen gegenüber der internationalen Militärpräsenz. Besonders prekär wurde die Lage vor einem Flüchtlingslager in Kaisersteinbruch. Die gewaltbereite Menge vermutete, dass dort im MFOR-Camp Kriegsverbrechern Zuflucht gewährt würde. Die Menschen wollten Klarheit darüber, was wirklich hinter den Holzverschlägen und Stacheldrahtzäunen vorging. Erste Eindringversuche scheiterten, weil das Camp gut gesichert wurde. Die Wachsoldaten reagierten schnell und riefen Verstärkung. Dennoch mussten sie höllisch aufpassen, jedes falsches Wort hätte zu weiteren Ausschreitungen führen können.

Der Verhandlungspoker begann mit Wortgefechten. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es den Soldaten schließlich, die angespannte Situation etwas zu entschärfen. Erst nachdem sich die aufgehetzte Menschenmenge beruhigt hatte, durften einige Rädelsführer das Camp betreten. Unter Aufsicht mehrerer Wachsoldaten mussten sie allerdings feststellen, dass sich keine mutmaßlichen Kriegsverbrecher unter den Flüchtlingen befanden. Unter massiven Drohungen gegen die MFOR-Soldaten zog die wutschnaubende Meute letztendlich ab.

Platter unterstreicht die Wichtigkeit des Übungsszenarios

Platter: "Vor allem bei Auslandsmissionen werden Soldaten immer wieder mit derartigen Situationen konfrontiert. Das Übungsszenario wurde auf einen Einsatz maßgeschneidert, der dem des Kosovo ähnelt. Wesentlich ist dabei auch die internationale Beteiligung und Zusammenarbeit, da künftige Einsätze vorwiegend im multinationalen Verbund stattfinden werden." Neben anerkennenden Worten für die professionelle Vorbereitung und Durchführung der Übung "Dispute 05", würdigte der Minister auch die erbrachten Leistungen: "Der Übungsausschnitt in Kaisersteinbruch hat den hohen Ausbildungsstand unserer Soldaten sehr deutlich veranschaulicht. Alle Soldaten haben eindruckvoll gezeigt, dass sie auch in heiklen Situationen sehr verantwortungsbewußt und umsichtig agieren können."

Verteidigungsminister Platter im Gespräch mit dem Bataillonskommandanten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Verteidigungsminister Platter im Gespräch mit dem Bataillonskommandanten.

Übungsleiter Oberst Mereiter erklärte dem Bundesminister die Situation. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Übungsleiter Oberst Mereiter erklärte dem Bundesminister die Situation.

Besichtigung einer Übungseinlage ... (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Besichtigung einer Übungseinlage ...

... die durch Roleplayer sehr realitätsnah dargestellt wurde. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

... die durch Roleplayer sehr realitätsnah dargestellt wurde.

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