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Soldaten kehren aus Pakistan zurück

07. Dezember 2005 - 

Heute kehrten die Soldaten des Österreichischen Bundesheeres von ihrem Einsatz in der Erdbebenregion in Pakistan zurück. Wohlbehalten landeten die Helfer um 01:26 Uhr in Wien-Schwechat.

Das AFDRU-Kontingent (Austrian Forces Disaster Relief Unit) war seit 13. Oktober in Muzaffarabad im Norden des Landes eingesetzt. 47 Tage lang versorgten die Heeresspezialisten mit vier Trinkwasseraufbereitungsanlagen täglich etwa 40.000 Menschen. Das entspricht der Versorgung von Wiener Neustadt mit Wasser. Insgesamt produzierten die Soldaten genau 4.876.270 Liter Trinkwasser.

Zusätzlich führten die Österreicher auch Wasseranalysen durch, reaktivierten Brunnen und unterstützten die lokalen Behörden bei der Wiederherstellung der zerstörten Infrastruktur.Insgesamt haben 86 Soldaten - darunter drei Frauen - an dem Einsatz teilgenommen. Bis zu 70 Soldaten waren unter dem Kommando von Oberstleutnant Friedrich Aflenzer ständig im Einsatz.

Kurze Pause

Nach der Rückreise konnten sich die Helfer nur kurz ausruhen, denn schon am Vormittag waren ihre Angehörigen in die Dabsch-Kaserne in Korneuburg eingeladen - zum ersten Wiedersehen nach acht Wochen! Kinder, Partner und Eltern konnten ihre Lieben in den Arm nehmen, endlich waren sie wieder gesund zu Hause. Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand dann die Verleihung der Einsatzmedaillen am Programm.

Neben Verteidigungsminister Günther Platter konnte zu dem Festakt auch der pakistanische Verteidigungsattache, Brigadegeneral Iqbal Shaukat, begrüßt werden. Der ranghohe Militär bedankte sich bei den österreichischen Soldaten für ihre großartigen Leistungen in Pakistan.

Hoffnungsbringer

Platter: "Sie haben in den vergangenen acht Wochen einen schwierigen Einsatz geleistet. Ich kann mir vorstellen, dass das menschliche Leid, das Sie gesehen haben, für sie nicht leicht zu bewältigen war. Aber: Sie haben mehr als Wasser geliefert. Sie waren Hoffnungsbringer, Sie haben Menschen nach der Katastrophe den Start ins Leben erleichtert".

Der Minister ließ es sich nicht nehmen, die Vergabe der Medaillen persönlich vorzunehmen. "Ich bedanke mich bei Ihnen mit großem Stolz und Freude darüber, dass sie wieder gesund nach Hause gekommen sind, für den großartigen Einsatz in Pakistan."

Oberleutnant Fraiss kann endlich seine Tochter wieder in den Arm nehmen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberleutnant Fraiss kann endlich seine Tochter wieder in den Arm nehmen.

Veterinärmediziner Katharina Faukal war eine der drei Frauen in Pakistan. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Veterinärmediziner Katharina Faukal war eine der drei Frauen in Pakistan.

V.l.: Shaukat, Platter, Aflenzer, Faukal und ABC-Chef Fürstenhofer. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

V.l.: Shaukat, Platter, Aflenzer, Faukal und ABC-Chef Fürstenhofer.

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