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Einsatz abgeschlossen: Soldaten kehren in die Heimatgarnison zurück

20. Mai 2020 - 

Anfang April formierte das Aufklärungs- u. Artilleriebataillon 4 gemeinsam mit dem Panzerstabsbataillon 4 aus Hörsching eine 144 Personen starke Assistenzkompanie. Nach dem Herstellen der personellen und materiellen Einsatzbereitschaft verlegten die Soldaten von 20. April bis 19. Mai nach Tirol und unterstützten dort die zivilen Behörden.

Der Auftrag

Die geographischen Bedingungen in Tirol (Transitroute zwischen Deutschland und Italien, viele länderübergreifende Wanderwege) erforderte eine hohe Anzahl an Sicherheitskräften, um die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu kontrollieren. Daher wurde die Assistenzkompanie dem Stabsbataillon 6 unterstellt, welches die Assistenzkräfte im Einsatzgebiet Tirol führt.

Zu Beginn des Einsatzes stand eine Einschulung durch die zivilen Sicherheitsbehörden auf dem Diesntplan. Die Auftragserfüllung selbst erfolgte nach Maßgabe unterschiedlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen (§2 WG Abs. 1 lit. b und lit. c), sowie in Zusammenarbeit mit den Bezirkshauptmannschaften (Innsbruck-Land und Reutte) und der Landespolizeidirektion Tirol. Besonders herausfordernd stellte sich auch die große geographische Ausdehnung der Kompanie dar, welche sich von Reutte im Nordwesten bis zum Brenner im Südosten erstreckte (ca. 150 Kilometer).

Während der gesamten Einsatzdauer wurden im Schichtbetrieb Kontrolltätigkeiten auf vier Streifenwegen (motorisiert und zu Fuß), vier Grenzübertrittsstellen (davon zwei am Brenner) sowie an einer temporären Grenzübertrittsstelle durchgeführt. In Telfs bewachten die Soldaten die Landesfeuerwehrschule, die als Umschlagplatz und Lager für medizinische Ausrüstung diente.

Schutz vor Ansteckung

Während des Einsatzes wurde besonders Wert auf den Eigenschutz der Soldaten gelegt. Dies erfolgte durch eine

  • aufgelockerte Unterbringung der Soldaten,
  • Begrenzung der maximalen Anzahl an Soldaten je Fahrzeug und
  • durch das Bereitstellen von Schutzausrüstung (Handschuhe, Mund- und Nasenschutzmasken, Desinfektionsmittel).

Die in Reutte eingesetzten Soldaten wurden zu Beginn des Einsatzes auf das Coronavirus getestet. Durch diese Schutzmaßnahmen gelang es, während der gesamten Einsatzdauer eine Infizierung von Soldaten zu verhindern.

Soldaten im Einsatz: Wachtmeister Christoph E.

Für Berufssoldat Wachtmeister Christoph E. war dies der erste Assistenzeinsatz in der Funktion eines Gruppenkommandanten. Er ist letztes Jahr zum Unteroffizier ausgemustert. Während des Einsatzes war er mit seiner Gruppe für die Bewachung des Umschlagplatzes und Lager für medizinische Ausrüstung eingesetzt. "Im Assistenzeinsatz konnte ich Erfahrungen für meine weitere Laufbahn sammeln. Die Arbeit mit den mir unterstellten Soldaten hat sehr gut geklappt."

Soldaten im Einsatz: Gefreiter Stephan H. 

Gefreiter Stephan H. ist einer der 52 Grundwehrdiener vom Aufklärungs- und Artilleriebataillon 4, die aufgrund der Covid-Krise einen außerordentlichen Präsenzdienst leisteten. Den sechsmonatigen Grundwehrdienst absolvierte er als Gefechtsschreiber am Bataillonskommando. "Als Teil der Assistenzgruppe von Wm Christoph E. war ich im Objektschutz eingeteilt. In Zwölf-Stunden-Schichten bewachten wir die Zufahrt zum Gelände, den Hallenzugang und führten am Gelände des Schutzobjektes Streifengänge durch. Die Absolvierung des außerordentlichen Präsenzdienstes stellte für mich persönlich kein Problem dar. Vor dem Grundwehrdienst habe ich die Handelsakademie abgeschlossen. Da die Lage am Arbeitsmarkt aufgrund der Krise derzeit schwierig ist, war das Verbleiben beim Bundesheer für weitere zwei Monate kein Nachteil."

Erster Einsatz als Gruppenkommandant: Wachtmeister Christoph E. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Erster Einsatz als Gruppenkommandant: Wachtmeister Christoph E.

Gefreiter Stephan H. leistete einen außerordentlichen Präsenzdienst. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Gefreiter Stephan H. leistete einen außerordentlichen Präsenzdienst.

Beim Schutzobjekt wurden die Zufahrten kontrolliert. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Beim Schutzobjekt wurden die Zufahrten kontrolliert.

Am Zielbahnhof Wurmbach angekommen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Am Zielbahnhof Wurmbach angekommen.

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