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Wenn 1.000 Soldaten "übersiedeln"

22. Juli 2022 - 

Für die Ausbildungsübung "Eisenerz 2022" mussten mehr als 1.000 Soldatinnen und Soldaten für zwei Wochen in die Obersteiermark "übersiedeln". Ein logistischer Kraftakt, der gut vorbereitet sein wollte. Die Vorarbeiten begannen deshalb schon Ende Juni. Insgesamt 35 Container, davon zehn Sanitärcontainer, wurden in den Übungsraum transportiert.

In die Vorbereitungen waren 25 Personen eingebunden. Vor Ort ist die "S4-Zelle" mit 13 Soldaten besetzt. Sie sorgen für ausreichend Munition, Betriebsmittel und Verpflegung. Alles ist gut geplant; die Versorgungsfahrten sind eng getaktet, alle Bedürfnisse erfüllt werden können. Gleichzeitig muss der Abschub von liegengebliebenen Kfz organisiert werden. Kleine Reparaturen werden vor Ort beim Jägerbataillon 18 durchgeführt, damit die Fahrzeuge wieder schnell zur Truppen kommen. Wichtig ist, dass alles am Laufen gehalten wird.

Hauptmann Radnasich, der verantwortliche S4 nach fast zwei Wochen Ausbildungsübung: "Bis jetzt passt die Planung. Auch kurzfristige Anfragen konnten erfüllt werden. Das ist nur mit Fachpersonal möglich, das flexibel ist und neben Fachwissen auch Hausverstand besitzt." 

3.000 Mahlzeiten pro Tag

Bereits um 03:40 Uhr beginnt die Feldküche mit der Zubereitung des Frühstücks. Um 05:00 Uhr ist alles fahrbereit verpackt, damit die erste Mahlzeit des Tages um 6:00 Uhr bei der Mannschaft ist. Mittags gibt es reichlich Kaltverpflegung. Das warme Abendessen wird ab 17:00 Uhr von der Küche abgefüllt und ist nach 45 Minuten Fahrzeit bei der Truppe.

Die 14 Personen - zwei Unteroffiziere, ein Zivilbediensteter und elf Rekruten - kochen in zwei Schichten für 1.000 Soldaten. Gekocht wird in der Kaserne St. Michael. Im Freien stehen fünf Feldküchen, die weitere Infrastruktur - z.B. Kühlräume - wird von der Kaserne zur Verfügung gestellt. Die Mengen, die hier verarbeitet werden sind riesig: 200 kg Rindfleisch, 300 kg Zucker, 300 kg Reis, 250 kg Nudeln. Bei diesen sommerlichen Temperaturen darf man auch nicht aufs Trinken vergessen. Dafür stellt die Küche zehn Paletten Mineralwasser bereit. Zwei Drittel der Vorräte wurden gleich zu Beginn der Ausbildungsübung angeliefert, der Rest wird bei Bedarf nachgekauft. Auch die lokale Wirtschaft profitiert von der Anwesenheit der Soldaten. Die Bäckerei Gruber aus St. Margarethen liefert täglich 2.000 Stk. Gebäck und 300 kg Brot; zwischendurch auch 1.000 Stk. Mehlspeisen als Dessert.

Ein eigenes Spital

Das Sanitätspersonal konnte es zunächst kaum glauben. Für die Ausbildungsübung "Eisenerz 2022" steht ihm ein vollausgestattetes Krankenhaus zur Verfügung. Das Simulationskrankenhaus Eisenerz ist der Stützpunkt für zehn Sanitäter und zwei Militärärzte. Die Teile werden vom Jägerbataillon 18 und der Miliz aus Mautern gestellt. Vor Ort stehen zwei Notarztwagen, ein San-Dingo und ein MAN mit San-​Shelter für Einsätze bereit; beim Schloss Leopoldstein ist noch ein Notarzthubschrauber - eine "Alouette" III - stationiert.

Feldbetankung. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Feldbetankung.

Die strengen Umweltauflagen sind einzuhalten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die strengen Umweltauflagen sind einzuhalten.

Fünf Feldküchen sind im Einsatz. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Fünf Feldküchen sind im Einsatz.

Stabswachtmeister Petschenik ist der "Feldküchen-​Chef". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Stabswachtmeister Petschenik ist der "Feldküchen-​Chef".

Kochen im XXXL-​Format. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Kochen im XXXL-​Format.

Der Sanitätszug fand optimale Arbeitsbedingungen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Sanitätszug fand optimale Arbeitsbedingungen.

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