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Der mobile Prüfstand des Bundesheeres in Bosnien

09. Oktober 2020 - 

Im Zuge der durch das Amt für Rüstung und Wehrtechnik im Jahr 2006 durchgeführten Gesamtevaluierung der Fahrzeugflotte wurde auch die Überprüfung der bei den Auslandskontingenten im Kosovo und Bosnien eingesetzten Heereskraftfahrzeuge notwendig. Für diese und andere Aufgaben wurde die Beschaffung eines mobilen Prüfstandes eingeleitet.

Technische Daten

Bei dem Prüfstand handelt es sich um eine professionelle mobile Prüfstraße für PKW, LKW und Busse, 20"-Fuß-Container mit Prüfeinheit, Büro und Stromgenerator, Vernetzung mit MAHA-Eurosystem, Wetter und Sonnenschutz durch ausfahrbares Dach. Die Komplette Prüfstraße ist in ca. 25 Minuten prüfbereit: Radlauftester für alle Fahrzeuge, Bremsprüfung für Fahrzeuge bis 18 Tonnen Achslast, Radlastwaage, Achsspieltester mit Inspektionsfläche für Prüfer, Fahrwerkstester (optional), Abgastester, Diesel Rauchgastester, Scheinwerfereinstellgerät, Bremsflüssigkeitstester, unabhängiges Hydrauliksystem zum Heben und Senken des gesamten Containers, zum Öffnen und Schließen der Rampen und Öffnen des Daches. Gewicht ca. 13.000 Kilogramm. 

Wie, wer und warum wird geprüft

Die periodische Überprüfung der Fahrzeuge ist nach dem § 57a des Kraftfahrgesetzes (KFG 1967) geregelt, umgangssprachlich auch bekannt unter "Das Pickerl".

Die § 57a-Begutachtung überprüft die Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie die Umweltbelästigungen der Fahrzeuge nach dem aktuellen Stand der Technik. Dies dient nicht nur zur eigenen Sicherheit der Soldaten, sondern auch zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer.

Der Gesetzgeber delegiert die wiederkehrende Fahrzeugbegutachtung an geeignete Prüfstellen und geeignete Personen, wie KFZ-Techniker. Daher müssen diese strenge Voraussetzungen erfüllen. So muss die Prüfstelle über geeignete Einrichtungen verfügen und eine eindeutig nachvollziehbaren Dokumentation über alle Fahrzeugprüfungen führen. Dies erfolgt mit der sogenannten EBV (Elektronische-Begutachtungs-Verwaltung). Mit diesem Programm wird auch das zum weiteren Betrieb des Fahrzeuges notwendige Gutachten generiert.

Durch den täglichen Fahrbetrieb, aber auch die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse kann es trotz größter Achtsamkeit zu Mängeln am Fahrzeug kommen. Viele werden durch die hochentwickelten elektronischen Systeme angezeigt, doch gibt es auch eine Unzahl von mechanischen Beschädigungen, die trotz mordernster Technologie unbemerkt bleiben, z.B.: Reifen, die an der Innenseite beschädigt sind, oder Treibstoffleitungen, die undicht geworden sind. Umso wichtiger ist es, dass die Fahrzeuge jährlich nach § 57a geprüft werden. Im Zuge dieser Überprüfung werden über 130 Punkte, die zur Verkehrs- und Betriebssicherheit beitragen, auf deren Zustand geprüft.

Bei dieser Überprüfung wurden 30 Fahrzeuge auf Verkehrs und Betriebssicherheit überprüft.

Die Techniker mit ihrem mobilen Prüfstand. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Techniker mit ihrem mobilen Prüfstand.

Hier wird jedes Fahrzeug genauestens durchgecheckt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hier wird jedes Fahrzeug genauestens durchgecheckt.

Die festgestellten Mängel werden von der Instandsetzungsgruppe repariert. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die festgestellten Mängel werden von der Instandsetzungsgruppe repariert.

Viele Teile werden geprüft. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Viele Teile werden geprüft.

Die Puch Geländewagen werden bestens gewartet. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Puch Geländewagen werden bestens gewartet.

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