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Österreichische Soldaten helfen Waisenhaus

28. November 2008 - 

Das Waisenhaus "Ort des Friedens" mitten im tschadischen Abéché ist eine multinationale evangelische Einrichtung für die Kleinsten im Tschad. Mit einem Windrad wurde seit den sechziger Jahren Wasser aus dem 40 Meter tiefen Brunnen gepumpt. Die österreichischen Soldaten konnten mit ihren Baumaschinen ein wenig helfen, das in die Jahre gekommene Wasserrad zu demontieren, damit es an anderer Stelle wieder eingesetzt werden kann.

Das Waisenhaus "Ort des Friedens"

Das Waisenhaus wurde 1960 von schweizerischen Missionaren gegründet, mit der Zeit wurden immer mehr Babys im Waisenhaus abgegeben. Schlimm trifft es heute jene Neugeborenen, die irgendwo in der Stadt oder in so genannten "Wadis", Flussbetten, ausgesetzt werden. Sie können oft erst nach Tagen des Leidens gefunden und durch die Mitarbeiter des Waisenhauses versorgt werden.

Gründung 1960

Ralf Sperlich, evangelischer Missionar, ist der Direktor dieses Waisenhauses. Bis heute beherbergte das Haus an die 3.000 Babys, meist sind deren Mütter gestorben. Das Waisenhaus "Ort des Friedens" kümmert sich darum, das meist Neugeborene in einer Großfamilie unterzubringen und unterstützt diese mit Nahrungszufuhr, Kleidung und medizinischer Hilfe wo es möglich ist.

130 Kinder werden versorgt

An die 130 Kinder werden derzeit in der Stadt bei Großfamilien versorgt, sie kommen zwei- bis dreimal pro Woche zum Waisenhaus, um Lebensmittel und Kleider abzuholen. Zwei Jahre lang kümmern sich die Missionare um das Wohl der Kleinen, dann ist ein Alter erreicht, wo sie zumindest keine Milch mehr benötigen.

Strom von der Stadt gibt es nicht, wenn benötigt, wird ein Aggregat angeworfen. Ein altes Windrad im Hof des Waisenhauses drehte sich nicht mehr, früher wurde damit Wasser gepumpt. Österreichischen Soldaten boten an, das Rad zu demontieren, damit es für den Transport nach N`Djamena wo die Wasserversorgung ein noch größeres Problem darstellt, bereit steht.

Österreichische Soldaten helfen

Mit einem Unimog-Fahrzeug und einem Kranwagen halfen Soldaten des Instandsetzungszuges im Waisenhaus: "Auftrag Windrad". Der Technische Offizier des Kontingentes, Hauptmann Stefan Halwachs, kommandierte die kleine Truppe, bestehend aus Monteuren, Kranwagenführern und Mechanikern. Knapp vier Stunden dauerte die Aktion, Schritt für Schritt wurde das etwa zehn Meter hohe Windrad demontiert. Die 50 Jahre alten Schrauben waren stark verrostet und vom Getriebe lief das Öl aus.

Mit Hilfe des Kranwagens wurde nach dem Umlegen des Mastes die Rohrleitung mit der Pumpe so entfernt, dass das Windrad in einer Außenstelle der Mission, wo es keine Anbindung an die städtische Wasserleitung gibt, wieder aufgebaut werden kann.

Die Missionare bedankten sich herzlich bei den Österreichern und die Soldaten rückten im Bewusstsein, geholfen zu haben, wieder in das Camp Stars ein.

Vorsichtig wird der Turm mit dem Kran gehoben. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Vorsichtig wird der Turm mit dem Kran gehoben.

Der 40 Meter tiefe Brunnen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der 40 Meter tiefe Brunnen.

Das Getriebe des Windrades. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Getriebe des Windrades.

Das Schaufelrad wird für die Weiterverwendung vorbereitet. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Schaufelrad wird für die Weiterverwendung vorbereitet.

Ein kleiner Gemüsemarkt hält im Waisenhaus. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ein kleiner Gemüsemarkt hält im Waisenhaus.

Der Direktor des Waisenhauses zeigt den neuen Wasserspeicher. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Direktor des Waisenhauses zeigt den neuen Wasserspeicher.

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