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Soldaten besuchen Ouara

17. Jänner 2009 - 

Die Menschen und ihr Land, ihre Kultur, Religion und Sitten - das sind einige der entscheidenden Parameter, auf die die österreichischen Soldaten im Tschad laufend sensibilisiert werden. In sogenannten "Cultural Awareness-Ausbildungen" lernen die Einsatzkräfte Land und Leute besser kennen. Zuletzt besuchten sie drei Tage lang Ouara, die 50 Kilometer entfernte alte Hauptstadt des Königreiches Quaddai.

Fahrt durch die Wüste

Gerade in der Wüste ist es wichtig, die zurückzulegenden Wegstrecken genauestens zu erkunden, um Unfälle mit Kraftfahrzeugen zu vermeiden. Nach Quara brachen die Soldaten sowohl mit militärischen als auch mit zivil angemieteten Geländefahrzeugen auf.

Ouara im Sultanat Quaddai

Der Museumsdirektor von Abéché wurde eingeladen, die Geschichte des Königreiches ein wenig zu beleuchten: 1639 wurde Ouara von arabischen Nomaden gegründet. Damals gab es der Gegend rund um den heute verfallenen Sultanspalast einen großen Waldbestand, viele Wasserstellen und mehr Einwohner als heute. Die Ruinen stehen noch, der Krönungsberg - auch Opferberg genannt - wurde während des Besuches von den Soldaten erklommen. Von ihm aus kann man die ehemalige Hauptstadt von Quaddai gut überblicken.

Die Brunnen versiegten

Nach dem Versiegen der Brunnen verlor Quara seinen Status und Abéché wurde zur Hauptstadt. Bis in die 1970er-Jahre wurde noch versucht, den Palast mit Geldmitteln zu retten, man wollte ein Museum gründen. 1985 ereilte die größte Dürre im Tschad auch die Stadt Abéché, in der jetzt die EUFOR-Truppen stationiert sind. Und die Geldmittel wurden verwendet, um neuerlich nach Brunnen zu graben. Wäre man nicht fündig geworden, würde es Abéché heute nicht mehr geben.

Koranschule und Moschee

Interessant zu erwähnen ist noch die in Ouara gegründet erste Koranschule und die Moschee. Denn: Der Ort um Ouara hat bis heute große Bedeutung, da im Selbstverständnis der Menschen bis nach Nigeria, in Ouara die Bewahrer des rechten Glaubens herrschten.

Nicht nur Kultur

Dass die "Cultural Awareness-Ausbildung" in fremden Ländern auch ganz schnell handfeste Einsatzerfahrungen bringen kann, bestätigte der erste Tag in Ouara: Ein Toyota des Bundesheer-Kontingentes fiel aufgrund eines defekten Kühlers aus; das Bergeteam der Österreicher musste zu Hilfe kommen und blieb auf halber Strecke liegen.

Einsatz-Erfahrungen

Damit für den Ernstfall ausgelotet werden kann, welche Geräte und Fahrzeuge in einer Situation eingesetzt werden können und welche nicht, wählten die Soldaten einen Anhänger mit eher kleinen Rädern aus. Das Resultat: Der Anhänger war für die extremen Bodenbeschaffenheiten der Wüste eher schlecht geeignet - eine von vielen Erfahrungen, die während des Einsatzes bislang gemacht wurden.

Ouara, die alte Hauptstadt des Königreiches Quaddai. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ouara, die alte Hauptstadt des Königreiches Quaddai.

Mit dem Museumsdirektor am Krönungsberg. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Mit dem Museumsdirektor am Krönungsberg.

Das Haupttor zum Sultanspalast. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Haupttor zum Sultanspalast.

Hauptmann Laurent Strolz, l., half, die Soldaten einzuweisen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hauptmann Laurent Strolz, l., half, die Soldaten einzuweisen.

Der Toyota wurde von einem "Dingo" des Heeres abgeschleppt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Toyota wurde von einem "Dingo" des Heeres abgeschleppt.

Der Bergetrupp mit dem Anhänger blieb kurzfristig liegen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Bergetrupp mit dem Anhänger blieb kurzfristig liegen.

Geschafft: Der ausgefallene Toyota wurde geborgen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Geschafft: Der ausgefallene Toyota wurde geborgen.

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