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Das Heeressportzentrum Faaker See: Die "Kaderschmiede" der zukünftigen Olympiasieger

Faak am See, 14. Oktober 2020  - Das Heeressportzentrum Faaker See ist eines von elf Leistungssportzentren und befindet sich im südlichsten Bundesland Kärnten im Bezirk Villach-Land. Momentan sind hier 35 Sportlerinnen und Sportler am Stützpunkt beheimatet.

Bekannte Heeressportler

Auf der "Ahnentafel" des Sportzentrums ist ersichtlich, welche sportlichen "Kaliber" hier bereits ihren Dienst versahen und vom hervorragenden und professionellen Umfeld profitierten. Der wohl bekannteste Sportler des Heeressportzentrums Faaker am See ist sicher Doppelolympiasieger Matthias Mayer, der 2014 in Sotschi in der Abfahrt und 2018 in Pyeongchang im Super-G seine Erfolge feierte.

Aber auch die Namen der Sportlerinnen und Sportler, die sich momentan auf ihre bevorstehenden Wettkämpfe vorbereiten, sind keine Unbekannten: Neben der Para-Dressurreiterin und EM-Siebenten sowie vierfachen Vize-Staatsmeisterin Julia Sciancalepore, sind dies die erfolgreichen Kanusportler mit dem zweifachen U-23-Europameister und U-23-Vizeweltmeister (2017) Mario Leitner an der Spitze sowie den Zwillingsschwestern Nina und Nadine Weratschnig, wobei Nadine bei der letzten WM Platz Drei im Einzel holte. 

Auch die Kanuten und Geschwister Felix Oschmautz, Juniorenweltmeister 2017, und Antonia Oschmautz, sie erzielte den 5. Platz bei der U-23-WM 2019 sowie die Triathletin und WM Dritte, Sara Vilic, trainieren am Faaker See. Weiters der erst 19-Jährige Ski-Bergsteiger Paul Verbnjak aus Klagenfurt, der heuer bereits auf über 380.000 Höhenmeter in den Trainingseinheiten kommt und bis dato bei jedem Weltcuprennen auf dem Podium gestanden ist. Sowohl für die Olympischen Spiele als auch für die nächsten Weltmeisterschaften konnten sich jetzt bereits fast alle qualifizieren.

Erfahrene Kommandanten am Stützpunkt

Der Kommandant, Vizeleutnant Andreas Lindner und sein Stellvertreter, Vizeleutnant Leo Schrottenbacher, sind selbst ehemalige Spitzensportler und führen das Leistungssportzentrum mit hoher Professionalität, fachlichem Know-How und verfügen über eine sportliche Bundesheerausbildung als staatlich geprüfte Trainer für allgemeine Kondition. "Als ehemaliger Vize-Staatsmeister im Marathon, kann ich mich natürlich sehr gut in die Lage unserer Profisportler hineinversetzen", so Lindner. Der ehemalige Fünfkämpfer Schrottenbacher ergänzt: "Dadurch, dass wir früher auch selber professionelle Sportler waren, profitieren wir natürlich von unseren Erfahrungen und können diese an die jungen Sportler weitergeben."

Training und Einsatz in der Covid-19-Krise

Neben dem Training leisteten die Spitzensportler des Heeressportzentrums Faaker See aber auch, so wie alle anderen Soldaten, ihren Beitrag während der Corona-Krise. Sie waren bei den Unterstützungsleistungen beim Hofer-Zentrallager in Auen bei Villach dabei und unterstützten in den Lebensmittellagern.

"Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Sportler aber im Grunde genommen als Sportler sehen und nicht als Paradesoldaten. Die Individualität jedes Einzelnen ist jeden Tag eine Herausforderung. Unser Auftrag ist es, die Sportler zu unterstützen und für den sportlichen Erfolg zu sorgen. Wir sorgen dafür, dass alle optimale Voraussetzungen vorfinden und sich auf ihren Sport konzentrieren können. Wir sind sozusagen wie Mama und Papa. Die Mama für die Fürsorge aber auch der strenge Papa, wenn wir sehen, dass sie zum Beispiel mit ihrem Erfolg nicht umgehen können. Wir sind hier wie eine große Familie und schauen aufeinander", beschreibt Lindner die Aufgaben.

Ausblick nach dem Heeressport

Das Ziel, neben der Betreuung und dem Führen der Sportlerinnen und Sportler, ist dem Sportler auch eine Perspektive für das Leben nach dem Sport zu bieten. Darum wird das Ausüben eines Studiums gefördert um auch nach der aktiven Karriere eine Aufgabe zu finden. "Wir ermutigen sie alle, sich Gedanken zu machen, was nach der sportlichen Karriere ihre Aufgabe sein soll", so die Kommandanten.

Ein wichtiger Bestandteil der hervorragenden Arbeit und Bedingungen des Heeressportzentrums sind die Kooperationen mit dem Land Kärnten, dem Olympiazentrum Kärnten sowie dem Schulsportleistungsmodell Kärnten. "Ohne diese bestehenden Kooperationen würden wir nicht so erfolgreich sein", sagt Lindner abschließend.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Kärnten

U-23-Doppeleuropameister Mario Leitner.

U-23-Doppeleuropameister Mario Leitner.

Die Weratschnig-Zwillinge Nina,l., und Nadine haben auch schon einige Erfolge vorzuweisen.

Die Weratschnig-Zwillinge Nina,l., und Nadine haben auch schon einige Erfolge vorzuweisen.

380.000 Höhenmeter hat Ski-Bergsteiger Verbnjak heuer bereits in den Beinen.

380.000 Höhenmeter hat Ski-Bergsteiger Verbnjak heuer bereits in den Beinen.

Der Faaker See bietet Triathletin Sara Vilic die optimalen Trainingsbedingungen.

Der Faaker See bietet Triathletin Sara Vilic die optimalen Trainingsbedingungen.

In der Corona-Krise packten auch die Heeressportlerinnen und -sportler, hier Sabine Schöffman, mit an.

In der Corona-Krise packten auch die Heeressportlerinnen und -sportler, hier Sabine Schöffman, mit an.

Auch die täglichen Büroarbeiten müssen gemacht werden: Andreas Lindner (vorne) und sein Stellvertreter, Leo Schrottenbach.

Auch die täglichen Büroarbeiten müssen gemacht werden: Andreas Lindner (vorne) und sein Stellvertreter, Leo Schrottenbach.

Die "Ahnentafel" mit einigen sehr erfolgreichen Heeressportlern.

Die "Ahnentafel" mit einigen sehr erfolgreichen Heeressportlern.

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