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"CEDC+"-Treffen der Verteidigungspolitischen Direktoren

Reichenau, 09. November 2022  - Von 8. bis 9. November 2022 trafen sich die Verteidigungspolitischen Direktoren der "Central European Defence Cooperation" (CEDC) und der Westbalkanländer im Schloss Rothschild in Reichenau an der Rax. Das Treffen wurde im Auftrag von Generalsekretär Arnold Kammel und Brigadier Peter Vorhofer organisiert. Es war das zweite Treffen der Verteidigungspolitischen Direktoren im Rahmen der österreichischen CEDC-Präsidentschaft dieses Jahr.

Tagungen in verschiedenen Formaten

Bei dem "CEDC+"-Format werden zusätzlich zu den CEDC-Ländern auch alle sechs Länder des Westbalkans (ALB, BIH, KOS, MNE, MKD, SRB) in Veranstaltungen einbezogen. Obwohl es viele Themen gibt, die die Länder gemeinsam zu besprechen haben, fanden Sitzungen in unterschiedlichen, kleineren Formaten statt. Damit konnte sichergestellt werden, dass neben den aktuellen Herausforderungen auch regionale Kooperationen im Detail besprochen werden konnten. Zusätzlich zu den Sitzungen fanden ergänzend mehrere bilaterale Treffen statt. 

Update zu österreichischen Initiativen im Rahmen des Krems-Formats 

Arnold Kammel informierte die Verteidigungspolitischen Direktoren von Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nord Mazedonien und Serbien über die Entwicklungen des "Regional Strategic Leadership Course". Dieser wurde gerade zum ersten Mal abgeschlossen und richtet sich an militärische und zivile Führungskräfte aus Österreich und dem Westbalkan. Neben der Förderung des internationalen Austausches steht besonders die Verbesserung der Zusammenarbeit untereinander im Vordergrund.

Der Kurs wird in drei Modulen zu je einer Woche über ein Jahr verteilt abgehalten, wobei sich der Ort der Durchführung mit jedem Modul ändert.  Dieses Jahr wurden die Module jeweils in Österreich, Nord Mazedonien und Serbien abgehalten. Für 2023 ist geplant, dass das erste Modul des "RSLC" weiterhin in Österreich stattfindet, während die beiden anderen Module in Montenegro sowie Bosnien und Herzegowina abgehalten werden.

Laufende und zukünftige Projekte

Nach drei Workshops auf Arbeitsebene war es schließlich an der Zeit, die Direktoren für Verteidigungspolitik über die Projekte der CEDC zu informieren. Ein besonderes Augenmerk fiel auf die CEDC-Initiative zur Einrichtung eines Verteidigungskollegs für den Westbalkan in Bosnien und Herzegowina. Dem folgte eine Diskussion über die Auswirkungen der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen in Europa auf die "Central European Defence Cooperation" Länder.

Die Stärkung und Heranführung des Westbalkans an die EU ist für die "Central European Defence Cooperation" von höchster Priorität und soll auch so weiterverfolgt werden. Es ist daher wichtig, Initiativen und Projekte in dieser Richtung zu fördern, um positive Signale an die Bevölkerung der Region zu senden, zumal der EU-Beitrittsprozess Zeit braucht.

Die regionale Zusammenarbeit aus einem anderen Blickwinkel

Bence Nemeth, Assistenzprofessor am "King's College" in London, hielt die Grundsatzrede zum Thema "CEDC Quo Vadis 2030". Nemeth hob die Schlüsselelemente von regionalen Verteidigungszusammenarbeiten vor und erläuterte seine Ansichten zu Verteidigungsbudgets, Zusammenarbeit auf EU- und NATO-Ebene sowie zu Rüstungsbeschaffungen. Dem folgte eine angeregte Diskussion, bei der sich neben den Verteidigungspolitischen Direktoren der CEDC auch die des Westbalkans beteiligten.

Die "CEDC-DPD-Westbalkan"-Tagung endete offiziell im Format der "CEDC+", bei dem die jeweiligen Vertreter über die zukünftigen Agenden der "Central European Defence Cooperation" sprachen.

Generalsekretär Arnold Kammel, l. und Brigadier Peter Vorhofer.

Generalsekretär Arnold Kammel, l. und Brigadier Peter Vorhofer.

Bence Nemeth hielt die Grundsatzrede zum Thema "CEDC Quo Vadis 2030".

Bence Nemeth hielt die Grundsatzrede zum Thema "CEDC Quo Vadis 2030".

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der CEDC und Westbalkan-Staaten in Reichenau.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der CEDC und Westbalkan-Staaten in Reichenau.

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