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Salzburger Pioniere eröffnen neues Minen-Trainingszentrum

Bischofswald (Salzburg), 25. Mai 2005  - Die Soldaten des Salzburger Pionierbataillons 2 eröffneten heute ihre neue Ausbildungsanlage zur Kampfmittelabwehr. "Diese Ausbildungsstätte ist einzigartig in Österreich. Davon gibt es nur eine, und die steht in Salzburg", so Oberstleutnant Josef Schnöll, der Kommandant des Pionierbataillons.

Soldaten, die vor einer Auslandsentsendung stehen, werden auf dieser Anlage im Umgang mit Minen und Kampfmitteln (Munition, Sprengstoff, Blindgänger, usw.) geschult. Zusätzlich erhalten die Spezialisten der Minenräumzüge des Heeres hier ihre praktische Ausbildung.

Die Anlage ist zusätzlich zum erwähnten Training auch für die Durchsuchung verminter Gebäude geeignet. "Eine Mine kostet einen Dollar - die Beseitigung einer Mine 1.000 Dollar. Weltweit sind derzeit ca. 120 Millionen Minen verlegt und pro Jahr werden ca. 100.000 Minen geräumt", erklärt Schnöll weiter. "Es wird hier nicht nur das Aufspüren und Vernichten von Minen geübt, sondern auch der sichere Umgang mit Sprengfallen. In einem Einsatzgebiet könnte z.B. jeder Kugelschreiber eine Sprengfalle sein", erinnert er die Besucher an die oft schrecklichen Zustände in Kriegsregionen.

Errichtet wurde die Übungsanlage nur zehn Gehminuten von der Schwarzenberg-Kaserne entfernt, im so genannten Bischofswald neben der Autobahn A1. Früher waren in dem umzäunten Gelände Lager für diverses militärisches Gerät untergebracht.

Die nagelneue Anlage ist in mehrere Übungsstationen unterteilt. Sie beginnt mit der sachgerechten Kennzeichnung von minengefährdeten Räumen und dem Aufspüren von Minen, führt weiter zu mit Sprengfallen verseuchten Fahrzeugen und Gebäuden, schult das Verhalten in vermintem Gelände und trainiert das Schaffen von Gassen durch Minenfelder. Auch die richtige Versorgung von Verletzten wird hier geübt. Kernstück der Trainingsstätte ist ein Gebäude, das zu Übungszwecken mit Minenattrappen bestückt ist.

Die Ausbildungszeit reicht von drei Tagen für alle Soldaten, die in den Auslandseinsatz gehen, bis zu mehreren Monaten für die Entminungsspezialisten des Bundesheeres, von denen es derzeit etwa 150 gibt. Pro Monat können durch die Salzburger Pioniere rund 80 Personen ausgebildet werden.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Salzburg

Ein Kampfmittelbeseitiger mit schwerem Schutzanzug und Entminungsroboter.

Ein Kampfmittelbeseitiger mit schwerem Schutzanzug und Entminungsroboter.

Ein Pionier legt einen sicheren Weg zu einem Verwundeten fest.

Ein Pionier legt einen sicheren Weg zu einem Verwundeten fest.

Das Minenopfer wird geborgen.

Das Minenopfer wird geborgen.

Bei der Suche nach Minen ist höchste Konzentration gefordert.

Bei der Suche nach Minen ist höchste Konzentration gefordert.

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