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Humanitäre Hilfseinsätze der ABC-Abwehrtruppe des Bundesheeres 1999

Wien, 29. Dezember 1999  - Die ABC-Abwehrtruppe des österreichischen Bundesheeres konnte im abgelaufenen Jahr bei einer Reihe von nationalen und internationalen humanitären Hilfseinsätzen hohe Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Angehörige dieser Truppe sind in einer eigenen Einheit mit der Bezeichnung "Austrian Forces Disaster Relief Unit" (AFDRU) zusammengefaßt. Es handelt sich dabei um Spezialisten aus dem Bereich Rette- und Bergewesen bzw. aus dem Fachbereich Wasseraufbereitung, die rasch verfügbar sind. Teile von AFDRU kamen im Jahr 1999 in Albanien, in der Türkei und in Taiwan, aber auch in Österreich zum Einsatz.

In Österreich wurden Rette- und Bergespezialisten von AFDRU nach dem Hauseinsturz in Wilhelmsburg Anfang Dezember dieses Jahres eingesetzt. Im Zusammenwirken mit zivilen Einsatzorganisationen konnte dabei in den Morgenstunden des 3. Dezembers ein 15-jähriges Mädchen ohne größere Verletzungen gerettet werden. Zur humanitären Hilfe für Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Kosovo errichtete und betrieb das österreichische Bundesheer von April bis Juli 1999 bei Shkodra in Albanien ein Lager mit einem Feldspital. Spezialisten von AFDRU stellten im "Österreich-Camp" die Wasseraufbereitung sicher. Bei voller Belegung des Flüchtlingslagers mit bis zu 5.000 Personen wurde dabei von einem täglichen Bedarf von ca. 200.000 Liter Wasser ausgegangen.

Nach den Erdbebenkatastrophen in der Türkei im August und im November 1999 kamen insgesamt 179 Angehörige von AFDRU in den Städten Yalova und Dücze zum Einsatz. Rund 80 Tonnen Ausrüstung, Bergegeräte und Versorgungsgüter wurden für beide Einsätze in die Türkei verbracht. Die Soldaten des Bundesheeres konnten bei der Rettung von insgesamt 13 Menschen mitwirken. Am 28. August 1999 verlegten 60 Angehörige von AFDRU in die Türkei, um in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten an der Trinkwassernotversorgung für die Bevölkerung mitzuwirken. Von Ende August bis zum 21. September wurden durch die österreichischen Soldaten ca. 2 Millionen Liter Wasser aufbereitet und für die Trinkwasserversorgung zur Verfügung gestellt.

Nach dem Erdbeben in Taiwan am 20. September 1999 wurde erstmalig ein Rettungsteam mit Experten aus verschiedenen Nationen gebildet. Rette- und Bergespezialisten der ABC-Abwehrtruppe des Bundesheeres arbeiteten mit Angehörigen des Technischen Hilfswerkes aus Deutschland sowie der Rettungskette Schweiz zusammen. Durch das gemischte Team konnten auf 14 Schadstellen 18 Verschüttete geortet werden.

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