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Wirtschaftsfaktor Bundesheer 1999

Wien, 22. Jänner 1999  - In einer volkswirtschaftlichen Durchschnittsrechnung, bei der etwa Ballungsräume, etwa Wien, oder Regionen mit unterdurchschnittlichen Werten, etwa das Waldviertel oder das Burgenland, auf einen Nenner gebracht werden, ergeben sich pro Jahr und Liegenschaft ca. 32 Millionen Schilling, die personell in der Region unmittelbar wirksam werden. Das heißt, etwa die Hälfte der vom Bundesheer an dauernd Beschäftigte, aber auch an Grundwehrdiener gezahlten Bezüge oder Monatsentgelte werden in der Region ausgegeben. Im Personalstand des Bundesheeres befinden sich knapp 27.000 dauernd Beschäftigte sowie über das Jahr gerechnet mehr als 30.000 Grundwehrdiener. Insgesamt verfügt das Bundesheer über ca. 200 Liegenschaften, von der Großkaserne bis zum kleinsten Lager. Die Personalausgaben haben sich in den vergangenen Jahren jeweils zwischen 12 und 12,5 Milliarden Schilling bewegt.

Darüber hinaus werden vom Bundesheer im Jahresablauf zentrale Beschaffungen durchgeführt, die im Mittel etwa ein Viertel des gesamten Landesverteidigungsbudgets ausmachen. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre wurden diese Bestellungen zu knapp 60 Prozent in Österreich, zu ca. 30 Prozent in anderen EU-Staaten und zu etwa 10 Prozent in Nicht-EU-Staaten getätigt. In Österreich sind größere Beschaffungsposten in den vergangenen Jahren etwa im Bereich Kraftfahrzeuge, Elektronik und Feinmechanik sowie Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe zu finden.

Kleinere, aber insbesondere regional interessante Beschaffungen betreffen etwa den Bereich der Verpflegung. In mehr als 100 Truppenküchen wurden im Jahr 1998 mehr als 140.000 Personen über längere Zeit verpflegt. Insgesamt wurden für in Österreich beschaffte Verpflegung zwischen 430 und 450 Millionen Schilling aufgewendet. Darunter fallen etwa eine halbe Million Kilogramm Schwarzbrot, eine Million Kilogramm Frischfleisch, eine knappe Million Kilogramm Gemüse und Salate und z.B. auch eine vergleichbare Menge an Obst.

Im Bereich des öffentlichen Transportwesens ist das Bundesheer gleichfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und einer der größten Auftraggeber der Bundesbahn. Im vergangenen Jahr 1998 sind ca. 150 Millionen Schilling zur Bahn geflossen. Es wurden rund 500 Sonderzüge geführt, davon alleine 60 im Zusammenhang mit der Übung "Kristall ´98", die Anfang September in Kärnten stattfand. Die Aufwendungen beziehen sich weiters auf ca. 45.000 Stückgutsendungen, rund 650 Waggonladungen an Heeresgut und 800 Transporte mit dem Kraftfahrwagendienst der ÖBB.

Das österreichische Bundesheer ist ebenso ein wichtiger Impulsgeber für die einheimische Bauwirtschaft. Größere Aufträge im Jahr 1998 betrafen die Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne in Wien, in der ein Gebäude um 24,5 Millionen Schilling generalsaniert wurde, in Zwölfaxing in Niederösterreich wurden Mannschaftsunterkünfte und Büroräume um rund 100 Millionen fertiggestellt. In der Steiermark wurden für die Errichtung von Garagen sowie einer Tankanlage in der Kaserne Straß rund 40 Millionen aufgewendet. In Zeltweg kostete die Generalsanierung eines Hangars und von Unterkünften ca. 10 Millionen Schilling. Insgesamt werden im Jahresschnitt für Bauten für die militärische Landesverteidigung ca. eine Milliarde Schilling volkswirtschaftlich wirksam.

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