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"Gemeinsame europäische Verpflichtung": PfP-Konferenz geht zu Ende

Wien, 14. Juni 2005  - An der Landesverteidigungsakademie ist heute die 8. Jahreskonferenz des "Partnership for Peace Consortiums" zu Ende gegangen. Rund 250 Teilnehmer aus 40 Nationen diskutierten zum Thema "Expanding and Enhancing the Partnerships: Further Steps after Istanbul". Die Inhalte erstreckten sich dabei über die sicherheitspolitischen Anforderungen vor dem Hintergrund moderner Bedrohungen, im Speziellen durch den Terrorismus, über die weitere Entwicklung des Euro-Atlantischen Verteidigungsbündnisses und dem Zusammenwirken von zivilen und militärischen Institutionen bis hin zu Fragen der möglichen Zusammenarbeit im Bereich der Ausbildung auf internationaler Ebene.

Neue Herausforderungen

Das Schwergewicht der Diskussionen lag insbesondere auf den so genannten "neuen Herausforderungen": Terrorismus, organisierte Kriminalität und Proliferation von Massenvernichtungswaffen. Gerade die Region Südosteuropas hat für ganz Europa, und aufgrund der geographischen Nähe besonders für Österreich, hohe Priorität. Ein Sprecher wies dabei darauf hin, die Bedrohungen vor Ort zu bekämpfen und nicht darauf zu warten, bis diese in Europa selbst zum tragen kommen. Aufgrund der zu erwarteten Nachhaltigkeit der sicherheitspolitischen Herausforderungen ist gerade die Kooperation im europäischen, wie auch im transatlantischen Verbund von höchster Wichtigkeit.

Gastgeber

Als Gastgeber der Konferenz fungierte der Kommandant der Landesverteidigungsakademie Wien, General Raimund Schittenhelm. Er konnte eine Reihe hochrangiger Persönlichkeiten entweder als Redner oder als Teilnehmer der Veranstaltung begrüßen, wie etwa den ehemaligen österreichischen Verteidigungsminister und nunmehrigen Abgeordneten des Nationalrates, Dr. Werner Fasslabend, den Sonderbeauftragen des Stabilitätspaktes für Südosteuropa, Dr. Erhard Busek sowie den Direktor des George-C.-Marshall-Centers und des Europäischen Instituts für Sicherheitspolitische Studien in Garmisch-Partenkirchen, Dr. John P. Rose.

Wichtiger Beitrag

Die 8. Jahreskonferenz des "PfP Consortium of Defense Academies and Security Studies Institutes" ist die größte sicherheitspolitische Konferenz, die vom Bundesministerium für Landesverteidigung 2005 veranstaltet wird. Die Konferenz stellt damit auch einen wichtigen Beitrag zu den Veranstaltungen im Zusammenhang mit den bedeutenden Jubiläen für Österreich in diesem Jahr (50 Jahre Bundesheer und Mitgliedschaft Österreichs in den Vereinten Nationen, 10 Jahre Mitgliedschaft in der EU sowie gleichzeitig 10 Jahre Mitglied in der Partnerschaft für den Frieden) dar.

Der NATO-Gipfel von Istanbul (28. bis 29. Juni 2004), der den thematischen Rahmen für diese Konferenz darstellte, bezeichnete eine neue Phase in den partnerschaftlichen Beziehungen: engere Kooperation, Verstärkung der erforderlichen Verteidigungsreformen und Informationsaustausch im Kampf gegen den Terrorismus. Ziel der Konferenz in Wien war es, vor diesem Hintergrund zur Bildung einer strategischen Gemeinschaft über sicherheitspolitische Forschung und Wissenschaft beizutragen.

Netzwerk

Die Initiative für das PfP-Consortium geht zurück auf ein Treffen der Verteidigungsminister des "Euro-Atlantic Partnership Council" (EAPC-C) in Brüssel im Juni 1998. Ziel war es, damit ein Netzwerk von Verteidigungs- und sicherheitspolitischen Experten zu schaffen und den Austausch von Erfahrungen und Lösungsmöglichkeiten zu gegenwärtigen und zukünftigen Bedrohungsszenarien zu fördern. Das Consortium besteht aus verschiedenen Arbeits- und Studiengruppen, die sich in regelmäßigen Treffen u.a. mit Fragen der regionalen Stabilität, der sicherheitspolitischen Entwicklung, des Zusammenwirkens im Ausbildungsbereich, den Möglichkeiten der Terrorismusbekämpfung, aber auch mit militärgeschichtlichen Themenstellungen beschäftigen.

Plenum der 8. 'PfP-Consortiums-Conference'.

Plenum der 8. 'PfP-Consortiums-Conference'.

Blick in den Konferenzsaal.

Blick in den Konferenzsaal.

General Schittenhelm mit dem Direktor des PfP-Consortiums Bruce McLane.

General Schittenhelm mit dem Direktor des PfP-Consortiums Bruce McLane.

Informationsstand der Arbeitsgruppe für 'Military History'.

Informationsstand der Arbeitsgruppe für 'Military History'.

Große Nachfrage herrschte an den sicherheitspolitischen Publikationen der Verteidigungsakademie.

Große Nachfrage herrschte an den sicherheitspolitischen Publikationen der Verteidigungsakademie.

Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland besuchten die Konferenz.

Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland besuchten die Konferenz.

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