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"Professor"-Titel für Vizeleutnant Johann Schleich

Graz, 15. Juli 2005  - Dass in seinem Terminkalender kaum noch ein weißer Fleck zu finden ist, überrascht niemanden mehr. Doch nun wird auch der Platz auf der Visitenkarte von Johann Schleich langsam eng – dank einer einmaligen Ehre, die dem viel beschäftigten 58-Jährigen nun zuteil wurde: Ihm wurde der Berufstitel „Professor“ zuerkannt – „wie ich gehört habe, als erstem Unteroffizier des Österreichischen Bundesheeres überhaupt!“, freut sich Schleich. Schon bald soll auch in einem feierlichen Rahmen die Überreichung der entsprechenden Urkunde folgen. „Ich sehe das als Bestätigung meiner Arbeit, der ich mich all die Jahre hindurch zu hundert Prozent gewidmet habe.“

Tatsächlich ist dieser Schritt die Anerkennung einer Laufbahn, bei der der gebürtige Feldbacher gleich auf mehreren Strecken ins Rennen ging. Neben seiner Tätigkeit beim Österreichischen Bundesheer startete Schleich auch eine überaus erfolgreiche Karriere als Journalist und Buchautor. Mit seinen stets gut recherchierten und unterhaltsamen Beiträgen fand Schleich bald eine wachsende Zahl begeisterter Leser – auch, weil er es sich dabei nie nehmen ließ, so manchem „da oben“ ein kritisches Wort ins Stammbuch zu schreiben.

Nach Abschluss der schulischen Ausbildung in Feldbach rückte Schleich 1965 bei den Jägern in Zeltweg zum Bundesheer ein – und blieb bis zum heutigen Tag dem Heer treu. „Ich habe mich immer optimal entfalten und weiterbilden können“, erklärt der 58-Jährige, warum er in all den Jahren auch noch so verlockende Angebote für einen Wechsel ausgeschlagen hat. Nach umfangreichen Heeres-Schulungen mit Stationen in Waagna bei Leibnitz, Oberwart, Enns und Wien ist Schleich derzeit als Leiter der Verpflegsverwaltung der Kaserne Feldbach tätig.

Seit 1978 jedoch ist er einer breiten Öffentlichkeit vor allem als Journalist ein Begriff. Hat doch Schleich in zahlreichen Redaktionen für frischen Wind gesorgt: So hat er bei der Bildpost, der Tagespost, der Kleinen Zeitung und der Sonntagspost ebenso in die Tasten gegriffen wie bei der Bunten Illustrierten, der Kronen Zeitung, dem Kurier und der Steirischen Wochenpost. Auch beim ORF sorgte Schleich für Schlagzeilen – dank seiner Recherchen, versteht sich. Doch damit nicht genug des Einsatzes: Mit seiner eigenen Agentur „Schleich-Press“ versorgt der Feldbacher derzeit die Kleine Zeitung und die Steirische Wochenpost mit Nachrichten und Fotomaterial.

Kaum zu glauben, aber wahr: Trotz allem blieb dem Vater zweier nunmehr erwachsener Kinder noch genügend Zeit, um zahlreiche erfolgreiche Ausstellungen zu organisieren und bis heute mehr als 40 (!) Bücher zu veröffentlichen. Dabei hat Schleich den Bogen von Geschichts-Werken („Feldbach und das Kriegsgefangenenlager 1914“) über Gemeindechroniken bis hin zu Sagenbüchern („Die schönsten oststeirischen Sagen“) gespannt.

Auch mit den beiden ersten offiziellen Kochbüchern des Bundesheeres („Grenadiermarsch“, „Gulaschkanone“) traf der Feldbacher, der nach eigenem Bekunden „die Verpflegung beim Bundesheer ein wenig revolutionierte“, den Geschmack vieler Leser. Daher wird der Feldbacher noch im August 2005 ein drittes kostbares Werk herausbringen. Zeitgleich wird auch Schleichs umfassende Chronik „Der Zweite Weltkrieg in der Oststeiermark“ gedruckt.

Dass einem angesichts dessen die Frage „Wie schafft man das alles?“ in den Sinn kommt, versteht er nicht. „Das ist alles kein Problem, man muss sich die Zeit nur einteilen. Das Lesen und das Schreiben, das ist halt mein Leben.“

Eines, das eine buchstäblich „ausgezeichnete“ Karriere vorweisen kann: Denn der Titel „Professor“, der Schleich nun verliehen wurde, reiht sich in eine Serie von Ehrenzeichen ein. So bekam Schleich im Jahre 1998 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Zuvor hatte er unter anderem allein im Jahr 1984 die Ehrennadel der Unteroffiziergesellschaft Steiermark (UOG), die Goldene Verdienstmedaille des ÖKB Steiermark sowie seitens des Steirischen Blaskapellenverbandes das Förderungsabzeichen in Gold erhalten.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Steiermark

"Professor" Johann Schleich mit einer Auswahl seiner Werke.

"Professor" Johann Schleich mit einer Auswahl seiner Werke.

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