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Internationales Symposion über asymmetrische Bedrohungen im Zeitalter der Globalisierung an der LVAk

Wien, 14. Dezember 2005  - Von 13. bis 14. Dezember fand an der Landesverteidigungsakademie (LVAk) eine Konferenz über "Asymmetric Security Threats in the Era of Globalisation" statt.

Mehr als 120 Teilnehmer aus 23 Nationen diskutierten am ersten Tag des Symposions über Fragen der Asymmetrie in bewaffneten Konflikten und der verschiedenen Zugänge zur Abwehr von Terror und Gewalt als Teil politischer und militärischer Verantwortung. Die Fachtagung wurde von Oberstleutnant Josef Schröfl vom Institut für Human- und Sozialwissenschaften der LVAk initiiert und inhaltlich gestaltet.

Zahlreiche namhafte Referenten trugen zu diesem Thema vor, darunter auch Dr. Karl von Wogau (Vorsitzender des Komitees für Sicherheit und Verteidigungspolitik der EU und Mitglied des Europäischen Parlaments) mit einem Vortrag zu "Future of a European Security and Defense Policy". Von Wogau zeigte darin deutlich, dass nur eine Entwicklung in kleinen Schritten Europa auf Dauer sichere, und dabei nichts übereilt werden sollte. Auch eine weitere EU-Erweiterung müsse Schritt für Schritt erfolgen. Weiters müsse diese Entwicklung im Inneren für die eigene Sicherheit und Geschlossenheit erst fertig gestellt sein, wolle man darangehen, ein global agierendes Hilfs- und Interventionssystem zu etablieren.

Dr. Martina Huber (Analystin und Forscherin im Conflict Prevention Centre, OSCE) referierte über die nongouvernalen und supranationalen Aspekte transnationaler Sicherheitsrisken und die notwendigen Konsequenzen für den Sicherheitssektor.

Das erste Panel, in dem als Hauptthema Europa besprochen wurde, moderierte Brigadier Dr. Feichtinger (LVAk). Dr. Suzanna Sanchez Ferro (Autonome Universität Madrid) beschrieb in ihrem Vortrag die massiven Veränderungen der Gesetzgebung verschiedener Staaten nach den Anschlägen des 11. September 2001. Prof. Heiko Paäbo (Tartu-University in Finnland) wiederum legte die Problematik der sicherheitspolitischen Relevanz eines "neuen" EU-Staates in Auseinandersetzung zwischen der EU und der NATO bzw. mit den USA dar. Letzter Sprecher des Europa-Panels war Dr. Günther Fleck mit seinem Beitrag über die Transformation eines neuen Selbstverständnisses von Soldaten europäischer Armeen.

Im zweiten Panel diskutierten unter der Leitung von DDr. Christian Stadler (Uni Wien) vier namhafte südamerikanische Experten die Bedeutung von internationalen Organisationen. Dabei strich General Carlos Roberto Jara Gonzales Navero aus Paraguay die asymmetrischen Parallelen in der Entwicklung von EU und Mercosur heraus. Aline Contti Castro von der Universität Vila Hela in Brasilien betonte die Wichtigkeit einer gemeinsamen südamerikanischen Politik, was von Juan Erardo Battaleme Martinez bestätigt wurde. Captain Jose Antonio Sifuentes Espinosa aus Peru schlussendlich ergänzte das Panel mit der für Südamerika vorbildhaften Entwicklung Europas.

Im dritten Teil diskutierten unter der Leitung von Dr. Heinz Gärtner Gerardo Rodriguez Sanchez Lara aus Mexiko sowie Sam Schubert aus den USA die Immigrationspolitik der Vereinigten Staaten sowie die damit verbundene asymmetrische Entwicklung in der Flüchtlings- sowie Einbürgerungspolitik. Diese hat definitive Auswirkungen auf die Beziehungen dieser beiden großen Nachbarn Nordamerikas.

Ein Bericht der Redaktion Landesverteidigungsakademie

Dr. Karl von Wogau bei der Eröffnung des Symposions.

Dr. Karl von Wogau bei der Eröffnung des Symposions.

Dr. Martina Huber, Brigadier Horst Walther und Oberstleutnant Josef Schröfl am Plenum.

Dr. Martina Huber, Brigadier Horst Walther und Oberstleutnant Josef Schröfl am Plenum.

Gruppenfoto der Symposionsteilnehmer.

Gruppenfoto der Symposionsteilnehmer.

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