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6 Monate Grundwehrdienst - die Reform ist deutlich spürbar

Wien, 02. Jänner 2006  - Verteidigungsminister Platter resümierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz das Jahr 2005. "Für das Österreichische Bundesheer bedeutete 2005 vor allem das Jahr der Reform, wichtige Weichen sind bereits gestellt worden", so Platter.

Ziel der Reform war und ist es, das Bundesheer effizienter, professioneller und internationaler zu machen. Die neue Gliederung der Brigaden, das Mehr an Personal und die verbesserte Ausrüstung erhöht den Professionalisierungsgrad der Einheiten und macht das Österreichische Bundesheer zu einer schlagkräftigen Einsatzorganisation. Die neue Kommandostruktur ist mit 1. Jänner 2006 in Kraft getreten.

Platter: "Im Jahr 2006 werden wir unseren Weg entschlossen fortsetzen. Für die Sicherheit Österreichs und Europas werden wir konsequent arbeiten. Wir werden die weiteren Maßnahmen für ein schlankes, modernes und effizientes Bundesheer Schritt für Schritt umsetzen."

Wehrdienstverkürzung

Der Verteidigungsminister stellt klar fest, dass die Wehrpflicht auch zukünftig unverzichtbar ist. "Ohne Grundwehrdiener wären Assistenzleistungen, wie zum Beispiel die Grenzraumüberwachung, die Katastrophenhilfe in Österreich oder die Bewältigung terroristischer Bedrohungen nicht wie bisher erfüllbar."

Der verkürzte Grundwehrdienst kommt den jungen Männern, ihren Familien und ihren Dienstgebern zugute. Die Wehrdienstverkürzung betrifft heuer 31.250 Rekruten. Für das Bundesheer bedeutet das noch mehr Effizienz in der Ausbildung und im Dienstbetrieb.

Die Ausbildung der Grundwehrdiener wird sich in eine etwa neunwöchige Basisausbildung 1, in eine anschließende etwa siebenwöchige Basisausbildung 2 und in eine ca. zehnwöchige Basisausbildung 3 gliedern. Die Basisausbildung 1 bezweckt das Herstellen der Überlebensfähigkeit des Soldaten im Einsatz (Qualifikation 1). Die Basisausbildung 2 umfasst die Ausbildung zu einer Grundfunktion in der Waffengattung (Qualifikation 2) und die Basisausbildung 3 dient der Ausbildung im Organisationselement in der Waffengattung (Qualifikation 3). Der sieben- bis achtwöchige Assistenzeinsatz an der österreichischen Staatsgrenze bleibt wie bisher bestehen. 2006 wird es jeden Monat einen Einrückungstermin geben. Die Haupttermine sind Jänner, April, Juli und Oktober.

Attraktiver Grundwehrdienst

Zahlreiche Maßnahmen sollen den Grundwehrdienst attraktivieren. So wird die Verbesserung der Unterkunftssituation angestrebt, intensivere Berufsberatung und Jobcoaching - der Pilotversuch wurde sehr positiv aufgenommen - werden auf alle Bundesländer ausgeweitet. Maßnahmen zur Drogenprävention werden verstärkt.

Die Umstellung aller Bundesheerküchen auf die so genannte Komponentenverpflegung wird bis 2010 abgeschlossen sein. Platter: "Dabei können sich die Soldaten das Essen aus bis zu vier Hauptkomponenten plus Beilagen selbst auszuwählen."

Dem Verteidigungsminister ist es wichtig, dass junge Menschen täglich eine Stunde Sport betreiben können und dass die derzeit in vier Bundesländern eingerichtete Schuldnerberatung auf die restlichen Bundesländer ausgedehnt wird.

Zudem wird es Grundwehrdienern in der Freizeit möglich sein, eine Sprachausbildung zu besuchen. Auch die Einrichtung von Internet-Cafes in den Betreuungseinrichtungen wurde bereits eingeleitet.

Für 2006 ist die Beschaffung von zahlreichen neuen Ausrüstungsgegenständen und Fahrzeugen vorgesehen. So ist die Beschaffung und Auslieferung von 16.000 neuen Kampfanzügen, einer der modernsten und funktionellsten Kampfanzüge weltweit, für unsere Soldaten im In- und Ausland bereits voll im Laufen. Zudem werden 2006 insgesamt 29.000 neue Sportanzüge an die Truppe ausgeliefert. Auch die Beschaffung von über 575 neuen Lkw und rund 1.000 Wechselaufbauten für diese Lkw wurde bereits eingeleitet. Zukünftig werden dem Bundesheer für humanitäre und Katastrophenhilfeeinsätze zusätzlich 15 Allschutzfahrzeuge und 13 Trinkwasseraufbereitungsanlagen zur Verfügung stehen.

Mit Jahresende 2005 blickten die Soldaten auf mehr als 500.000 Arbeitsstunden im Hilfs- und Katastropheneinsatz zurück. Platter abschließend: "Schutz und Hilfe für die Menschen in Österreich gehören natürlich auch in Zukunft zu den wichtigsten Inlandsaufgaben des Bundesheeres. Und die Heeresreform garantiert, dass auch weiterhin mindestens 10.000 Soldaten zur Verfügung stehen."

Bundesheerreform: Wichtige Weichen sind gestellt.

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Platter: Maßnahmen sollen Wehrdienst attraktiver machen.

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