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Wintervortragsreihe bei der 3. Panzergrenadierbrigade

Mautern a.d. Donau, 09. März 2006  - "Österreichische Unternehmen sind im Schnitt bei ausländischen Investitionen in Bosnien prozentuell am stärksten beteiligt und präsent. Die EUFOR-Mission der Europäischen Union ist dabei eine wichtige Voraussetzung, um für die notwendige politische und auch wirtschaftliche Stabilität im Land zu sorgen und dadurch Investitionen überhaupt erst möglich zu machen. Damit leisten auch österreichische Soldaten einen wesentlichen Beitrag für die wirtschaftliche Expansion österreichischer Betriebe", sagte der österreichische Kommandant der Multinationalen Task Force Nord der EU-Mission in Bosnien, Brigadier Karl Pronhagl, in einem Vortrag bei der 3. Panzergrenadierbrigade in Mautern.

Herausforderung: 300.000 Minen

"Unsere tagtägliche Grundaufgabe ist der weitere Wiederaufbau des zivilen und politischen Lebens, die Stabilisierung der Sicherheit durch permanente Präsenz und im Fall einer Eskalation die Möglichkeit zu einem raschen Einschreiten bzw. zu einer Bereinigung und Beruhigung", erklärte Brigadier Pronhagl die Herausforderungen, die täglich auf ihn und seine Soldaten der verschiedensten Nationen warten.

Die EUFOR-Kräfte halten engen Kontakt zu den Volksgruppen und helfen beim Aufbau des Landes. Um die Kriminalität und den Schmuggel einzudämmen, führen die Soldaten auch Personen- und Fahrzeugkontrollen in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden durch und überwachen die Grenzen. Ein großes Problem für die Soldaten im Einsatzraum stellen die noch vorhandenen rund 300.000 Minen dar. Eine besondere Herausforderung sind auch die weit verbreiteten, illegal organisierten Holzschlägereien.

1.600 Soldaten aus 13 Nationen

Unter der Führung von Brigadier Pronhagl übernahm mit 1. Dezember 2005 das Österreichische Bundesheer erstmals das Kommando über einen internationalen Militärverband in einem Einsatz. Pronhagl unterstehen rund 1.600 Soldaten aus 13 Nationen.

Engagement Österreichs

Das Bundesheer selbst ist zurzeit mit 300 Soldaten an der Mission EUFOR-ALTHEA beteiligt. Trotz der Präsenz von insgesamt 7.000 Peacekeepern in Bosnien ist die Lage in dem krisengeschüttelten Land nach wie vor problematisch. "Gerade in Zeiten der österreichischen EU-Präsidentschaft hat diese österreichische Kommando-Übernahme natürlich auch eine wesentliche politische Dimension und ist ein Zeichen des besonderen Engagements Österreichs in dieser Region. Gerade im Vorfeld der bosnischen Wahlen im Herbst ist diese Präsenz zur Aufrechterhaltung der Stabilität entscheidend", so Pronhagl abschließend in seinem Vortrag vor über 150 Gästen.

Ein Bericht der Redaktion Kommando Schnelle Einsätze

Über 150 interessierte Gäste folgten Pronhagls Ausführungen...

Über 150 interessierte Gäste folgten Pronhagls Ausführungen...

..darunter auch General i.R. Karl Heinz Fitzal.

..darunter auch General i.R. Karl Heinz Fitzal.

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