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Kadertag mit Kunst und Kultur in der Westeiermark

Graz, 31. Mai 2006  - Kurz vor Pfingsten versammelten sich evangelische Soldaten und Heeresangehörige aus der Steiermark und Kärnten im steirisichen Bärnbach in der Kirche St. Barbara, besser bekannt als "Hundertwasser-Kirche" zu einem gemeinsamen Kadertag. Den dazugehörigen Gottesdienst feierten die Bediensteten mit Pfarrerin Daniela Weber aus Voitsberg und Militärkurat Armin Cencic. "Nehmt hin den Heiligen Geist", sprach Jesus zu seinen Jüngern. Und diese Worte des auferstandenen Herrn sollten im Mittelpunkt der Überlegungen stehen. Und so wurden die Teilnehmer auf Zeichen aufmerksam gemacht, durch die sich der göttliche Geist offenbart.

Der göttliche Geist gibt uns Kraft

Die Gläubigen erfuhren, wie der evangelische Theologe Paul Tillich das Wirken des Geistes beschreibt: Der göttliche Geist kann uns mit stiller, aber eindringlicher Stimme darauf hinweisen, dass unser Leben leer und sinnlos ist, dass uns aber Möglichkeiten offen stehen, unsere innere Leere auszufüllen und die Öde unseres Lebens zu überwinden. Der göttliche Geist kann uns Mut geben, das Leben zu bejahen trotz der zerstörerischen Macht, die wir in uns und um uns erleben. Der göttliche Geist kann bewirken, dass wir uns mit Liebe eines Menschen annehmen, gegen den wir Abneigung empfinden oder der uns gleichgültig ist. Der göttliche Geist kann uns Kraft geben, falsche Ängste zu überwinden und die Angst, die zu allem Leben gehört, auf uns zu nehmen. Der göttliche Geist kann uns die Kraft zum Beten schenken, die wir nur durch ihn haben können.

Pfad der Religionen

Die Heeresbediensteten hörten aber auch, dass sie sich als Christen mit ihrem eigenen "Geistbesitz" nicht in egoistischer Weise zufrieden geben dürfen. Vielmehr sollen sie allen Kreaturen wünschen, durch Gottes Geist die Fülle des Lebens zu haben. Und sie sollen sich an die Sehnsucht erinnern, die sie mit allen Menschen angesichts einer unerlösten Welt teilen. Denn "der göttliche Geist ist nicht an die christliche Kirche oder irgendeine ihrer Formen gebunden", so Paul Tillich. Dazu passend führte dann auch der katholische Pfarrer Winfried Lembacher durch den "Pfad der Religionen", der rund um die Hundertwasser-Kirche angelegt ist: Zwölf Torbögen repräsentieren alle großen Weltreligionen und Kulturen und symbolisieren Ökumene, Toleranz und Gemeinsamkeit.

Kulterbe in der Weststeiermark

Vizeleutnant i. R. Martin Wolfsberger und der Kärntner Pfarradjunkt Oberstabswachtmeister Walter Woschitz organisierten darüber hinaus ein interessantes Rahmenprogramm: Nach dem Besuch der Glasproduktion in Bärnbach und einem guten Mittagessen konnten die Soldaten und Zivilbediensteten bei einer Führung im Gestüt Piber noch die edlen Lipizzanerpferde bewundern.

Ein Bericht der Redaktion Evangelische Militärseelsorge

Die Teilnehmer vor der Hundertwasserkirche in Bärnbach...

Die Teilnehmer vor der Hundertwasserkirche in Bärnbach...

...und bei der Führung durch das Bundesgestüt in Piber.

...und bei der Führung durch das Bundesgestüt in Piber.

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