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Bundesheer überwacht den österreichischen Luftraum

WIEN, 11. Juli 2006  - Im Zuge der rasanten Entwicklung der zivilen Luftfahrt ist die Überwachung des Luftraumes zu einem viel diskutierten Thema geworden. Zudem sind Terror und Bedrohungen aus der Luft mittlerweile reale Risiken. Um die Lufthoheit zu wahren, ist es notwendig, eindringende Flugzeuge zu orten, zu identifizieren und gegebenenfalls abzudrängen oder zur Landung zu zwingen.

Elektronische Datenübermittlung

Das Österreichische Bundesheer überwacht den Luftraum durch ortsfeste und mobile Radarstationen, das System der Luftraumüberwachung (LRÜ) ermittelt elektronisch Daten. Durch diese können die Flugzeuge des Heeres gezielt zu den nicht identifizierten Flugzeugen geführt werden. Zusätzlich ergänzen Tieffliegererfassungsradars diesen Schutzschirm.

Das militärische Luftraumbeobachtungssystem "Goldhaube" allein kann den Luftraum nicht schützen. Auf den Radarbildschirmen erscheinen die Flugobjekte als Lichtpunkte. Höhe, Geschwindigkeit und Flugrichtung sind ablesbar, nicht aber die Identität, Art und Anzahl der Flieger. Die Identität anonymer Flugzeuge, zu denen es keinen Funkkontakt gibt, wird nur durch Sichtkontakt festgestellt. Dazu bedarf es schneller, wendiger Abfangjäger, die jeden Eindringling erreichen können.

Intensive Luftraumbeobachtung

Die Aufgaben der Luftraumüberwachung werden bereits im Frieden rund um die Uhr wahrgenommen. Hierbei arbeitet das Bundesheer eng mit der zivilen Flugsicherung "Austro Control" zusammen.

Die Luftraumüberwachungszentrale des Bundesheers erstellt das aktuelle Luftlagebild, das weit über die Grenzen Österreichs hinausreicht. Der Beobachtungs- und Identifizierungsdienst überwacht den Luftraum über und um Österreich und erstellt anhand der vorhandenen Radardaten ein Luftlagebild. Flugziele, die nicht identifiziert werden können, werden unverzüglich weitergemeldet. Die Überwachung vom Boden aus ist aber nur ein Teil des Systems. Diese Kontrolle ist nur dann sinnvoll, wenn auch die Chance gegeben ist, das unbekannte Flugobjekt tatsächlich in der Luft zu stellen.

Unbekanntes Flugobjekt

Bleibt daher ein Flugobjekt unbekannt, wird die Alarmrotte – bestehend aus zwei Luftraumüberwachungsflugzeugen – alarmiert. Der Radarleitdienst führt mittels Radarbild und Funk die Jets an das unbekannte Flugziel heran. Sind die Abfangjäger am Ziel, können die Piloten Typ, Kennzeichen und Herkunft des Luftfahrzeuges feststellen (Sichtidentifizierung) und weitermelden. Ab 2007 übernimmt diese Aufgabe der Eurofighter.

Wendige Abfangjäger identifizieren Eindringlinge.

Wendige Abfangjäger identifizieren Eindringlinge.

Eine mobile Mittelbereichsradarstation im Einsatz in Vorarlberg.

Eine mobile Mittelbereichsradarstation im Einsatz in Vorarlberg.

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