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Bilanz: 3.030 Soldaten leisteten 332.256 Stunden Hilfe

Wien, 19. Februar 2010  - Die Jahresstatistik der Katastropheneinsätze des Österreichischen Bundesheeres zeigt eine eindrucksvolle Bilanz: Im Jahr 2009 leisteten 3.030 Soldaten 27.344 Personentage mit 332.256 Personenstunden. Der Großteil, nämlich 24.000 Personentage, entfiel dabei auf die Beseitigung von Hochwasserschäden zwischen 23. Juni und 6. November.

Die Luftstreitkräfte flogen 670 Flugstunden - vor allem mit Hubschraubern:

  • 175 Stunden für 50 Lawineneinsätze, hauptsächlich zur Unterstützung der Lawinenwarndienste,
  • 66 Stunden bei Hochwassereinsätzen,
  • 61 Stunden zum Transport von Tierfutter für eingeschlossenes Wild
  • und 179 Stunden im Zuge von Waldbrandeinsätzen in Vomp, Kranebitten und Saalfelden.

2.160 Personen, 515 Tonnen Material, 617.000 Liter Löschwasser

Die Hubschrauber und Flugzeuge des Bundesheeres transportierten bei diesen Einsätzen mehr als 2.160 Personen, 515 Tonnen Material und fast 617.000 Liter Löschwasser. Zusätzlich wurden 104 Windeneinsätze durchgeführt. Die Flieger beseitigten zusätzlich 360 Tonnen Lawinenbruchholz, führten Felssprengungen durch und versorgten die von den Schneemassen eingeschlossene Gemeinde Radmer in der Steiermark.

Katastrophenhilfe als Aufgabe des Heeres

Der Assistenzeinsatz zur Katastrophenhilfe ist im Wehrgesetz geregelt. Neben der militärischen Landesverteidigung, dem Assistenzeinsatz im Inneren und den Auslandseinsätzen ist die "Hilfeleistung bei Elementarereignissen und Unglücksfällen außergewöhnlichen Umfanges" als eine der vier Aufgaben des Bundesheeres vorgesehen.

Mehrere Waffengattungen im Einsatz

Bei einem Assistenzeinsatz zur Katastrophenhilfe sind meist mehrere Waffengattungen des Bundesheeres im Einsatz: Pioniere räumen Verklausungen und sprengen oder errichten Sperren, Fliegerkräfte führen Transporte durch, Sanitäter helfen der Bevölkerung und Infanteriesoldaten leisten Unterstützung.

Kenntnis des militärischen Handwerkes

Die Kenntnis des militärischen Handwerkes ist dabei die Grundvoraussetzung. Disziplin sowie die Fähigkeit, auch und gerade bei außergewöhnlichen Witterungsbedingungen über längere Zeit im Freien einsatzfähig zu bleiben und eine moderne Ausrüstung (z.B. leistungsfähige Funkgeräte) sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Katastrophenhilfe - im In- und Ausland.

Im Sommer 2009 beseitigten Soldaten des Bundesheer vor allem Hochwasserschäden.

Im Sommer 2009 beseitigten Soldaten des Bundesheer vor allem Hochwasserschäden.

Im Bild: Hochwasserhilfe in der Steiermark.

Im Bild: Hochwasserhilfe in der Steiermark.

Heeres-Hubschrauber löschten Waldbrände, unter anderem in der Kranebitter Klamm.

Heeres-Hubschrauber löschten Waldbrände, unter anderem in der Kranebitter Klamm.

Die Luftstreitkräfte flogen 175 Stunden für 50 Lawineneinsätze. Im Bild: Alpinexperten sprengen vom Hubschrauber aus eine Lawine ab.

Die Luftstreitkräfte flogen 175 Stunden für 50 Lawineneinsätze. Im Bild: Alpinexperten sprengen vom Hubschrauber aus eine Lawine ab.

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