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Bundesheer 50 Jahre im Dienste des Friedens

Wien, 11. Dezember 2010  - Heute vor genau 50 Jahren startete die erste UN-Friedensmission des Österreichischen Bundesheeres im Kongo: 49 Personen - darunter eine medizinisch-technische Assistentin - und die Ausrüstung für ein Spital in Bukavu verließen am 11. Dezember in fünf amerikanischen C-130 "Hercules"-Transportern Wien-Schwechat.

"Der Einsatz im Kongo ist der Beginn einer einzigarten Erfolgsgeschichte. Seit 1960 haben mehr als 90.000 österreichische Soldatinnen und Soldaten einen wichtigen Beitrag für den weltweiten Frieden geleistet - und damit eine sicherheitspolitische Visitenkarte hinterlassen, die maßgeblich ist für das internationale Ansehen, das sich unser Land in den letzten fünf Jahrzehnten erworben hat", betont Verteidigungsminister Norbert Darabos.

Einsatz im Kongo - eine Chronologie

Der Einsatz im Kongo führte zuerst per Flugzeug über das Mittelmeer, weiter nach Kano in Nigeria und Entebbe in Uganda. Von dort flogen die Soldaten nach Goma im östlichen Kongo und wurden am 14. und 15. Dezember per Schiff nach Bukavu gebracht, nahe der Grenze zu Ruanda. Allerdings wurden die Österreicher noch am Abend des 15. Dezember von kongolesischen Soldaten verdächtigt, "verkleidete Belgier" zu sein, und verhaftet.

Die in Bukavu stationierten UN-Soldaten aus Nigeria versuchten, die Österreicher durch Verhandlungen frei zu bekommen. Da dies erfolglos blieb, entschloss sich der nigerianische Kommandant am 16. Dezember zum Angriff auf das Gefängnis. Dabei fielen ein Nigerianer und mehrere Kongolesen; mehrere Nigerianer wurden teils schwer verwundet.

Die Österreicher erlitten keine Verluste, hatten aber ihre gesamte Ausrüstung verloren. Dies hatte zur Folge, dass das österreichische Kontingent bis Mai 1961 in Bakwanga zur Flüchtlingsbetreuung eingesetzt wurde. In der Folge dienten vier weitere österreichische Sanitätskontingente in Kamina, Stanleyville, Kindu, und Luluaburg.

Der Hintergrund

Österreich verfolgt seit 1955 eine aktive Neutralitätspolitik. Dazu gehört eine aktive Rolle in der UNO. Die UN-Operation im Kongo (heute: Demokratische Republik Kongo) dauerte von Juli 1960 bis 1964. Fast 20.000 "Blauhelme" sollten in der ehemaligen belgischen Kolonie die Ruhe wiederherstellen und die Sezession mehrerer Provinzen beenden.

Österreich fragte Ende Juli 1960 im UN-Hauptquartier in New York wegen einer Teilnahme an der Kongo-Operation an. Im August ersuchte die UNO Österreich um ein Feldspital; der Ministerrat stimmte am 6. September zu. Am 13. Oktober 1960 bildete das Verteidigungsministerium den Aufstellungstab und erließ einen Aufruf an Freiwillige.

Österreicher weiterhin im Kongo

Auch heute sind noch zwei Offiziere des Bundesheeres im Kongo im Einsatz. Im Rahmen einer Mission der EU unterstützen die Offiziere den Aufbau militärischer Strukturen.

49 Österreicher halfen 1960 im Kongo. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten blieben das Kontingent vier Jahre lang.

49 Österreicher halfen 1960 im Kongo. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten blieben das Kontingent vier Jahre lang.

Ein Sanitäter des Bundesheeres hilft einem Jungen.

Ein Sanitäter des Bundesheeres hilft einem Jungen.

Ein österreichischer Arzt, r., mit Einheimischen.

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