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Oper in der Maria-Theresien-Kaserne: "Der Kaiser von Atlantis"

Wien, 02. Dezember 2013  - Verteidigungsminister Gerald Klug, Bundesministerin Claudia Schmied sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus Wien und Niederösterreich besuchten die heutige Vorstellung der Oper "Der Kaiser von Atlantis" in der Maria-Theresien-Kaserne. Das Bundesheer unterstützt das Gastspiel der Oper von Viktor Ullmann in der Regie von Markus Kupferblum. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen Militär und Kultur in Österreich gestärkt.

Wichtiges Symbol

Als Ort der Aufführung in Österreich wurde die Sporthalle in der Maria-Theresien-Kaserne gewählt, das Kasernenareal diente während des NS-Regimes SS-Soldaten als Quartier. Verteidigungsminister Gerald Klug: "Mit der Unterstützung durch die Bereitstellung der Infrastruktur setzt das Bundesheer ein wichtiges, richtiges und deutliches Symbol."

Regisseur Kupferblum: "Die Vorbereitungsarbeit und die Zusammenarbeit mit dem Bundesheer läuft hervorragend. Wir sind von allen eingebundenen Abteilungen bestens betreut und professionell begleitet."

Musik- und zeithistorisches Dokument

Nachdem bereits am Samstag bei der Premiere mehr als 300 Gäste, darunter Bundespräsident Heinz Fischer anwesend waren, nahmen heute rund 350 Schülerinnen und Schüler teil. Nach einer Werkeinführung führte das Ensemble, bestehend aus dem Klangforum Wien und New Yorker Gesangssolisten, die Oper auf. Der Regisseur, Markus Kupferblum, inszenierte diese im November 2012 in New York, wo sie in der "Bohemian National Hall" Premiere feierte.

Die Oper "Der Kaiser von Atlantis" wird als musik- und zeithistorisches Dokument bezeichnet. Kupferblum initiierte 2012 auch den "Europäischen Theatertag für Toleranz". Sie beschäftigt sich, wie auch Kupferblum in seiner eigenen künstlerischen Arbeit, mit den Themen rund um den Holocaust und Verbrechen der NS- Vergangenheit. Das Ziel seines Vermittlungsprogrammes ist es, sich mit der Entstehungsgeschichte des Werkes "Der Kaiser von Atlantis" auseinanderzusetzen. Man will vor allem bei den Jugendlichen Empathie im Hinblick auf die Ereignisse während der NS-Zeit erzeugen und Bezüge zu aktuellen gesellschaftspolitisch relevanten Themen wie Rassismus herstellen, so der Regisseur.

Gedenkfeierlichkeiten

"Der Kaiser von Atlantis" wurde 1943 im Lager Theresienstadt von Viktor Ullmann komponiert. Ullmann wurde ein Jahr später im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Das Gastspiel dieser Oper wird nun anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Progromnacht des 9. November 1938 aufgeführt. Den Ehrenschutz trägt die Präsidentin des Nationalrates, Barbara Prammer, sie wird die morgige Vorstellung besuchen. Aufführungen finden noch heute und morgen, jeweils um 20:00 Uhr, statt.

Szene aus "Der Kaiser von Atlantis".

Szene aus "Der Kaiser von Atlantis".

Die Minister Klug und Schmied besuchten die Aufführung gemeinsam mit zahlreichen Schülern.

Die Minister Klug und Schmied besuchten die Aufführung gemeinsam mit zahlreichen Schülern.

Klug mit den jungen Besuchern.

Klug mit den jungen Besuchern.

Bundespräsident Fischer sah die Oper am Samstag.

Bundespräsident Fischer sah die Oper am Samstag.

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