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Luftraumsicherung: Eurofighter bei der "Dädalus 15"

Zeltweg, 23. Jänner 2015  - "Altocumulus, noch etwas Nebel in den Tälern und Wind aus Süden mit 30 bis 40 Knoten, also bis zu 80 km/h." Solche und ähnliche Informationen erhalten die Piloten  beim täglichen Wetterbriefing am Eurofighter-Stützpunkt in Zeltweg. Die Eurofighter sind bereit, schnell fliegende Luftfahrzeuge zu identifizieren und wenn nötig abzufangen. Zum Schutz der Zivilbevölkerung kontrollieren die Luftstreitkräfte während des Weltwirtschatsforums in der Schweiz ein temporäres Flugbeschränkungsgebiet.

Flugvorbereitung

Die Wetterbedingungen für die derzeitigen Einsätze im Zuge der Luftraumsicherungsoperation sind gut. Im Wetterbriefing morgens um 7:00 Uhr wird noch einmal auf die Bedingungen im Einsatzraum eingegangen. Danach bereiten die Militärpiloten ihre Einsatzflüge vor: Daten aktualisieren, die eigene Ausrüstung herrichten und ab in die "Boxen". In denen stehen auch außerhalb der Luftraumsicherungsoperation die Eurofighter bereit für den Alarmfall.

"Combat Air Patrol"

Die Eurofighter sind zum Abflug bereit. Die Techniker haben bereits letzte Check durchgeführt. Punkt 8:00 Uhr - zwei Maschinen rollen aus den Durchfahrtsboxen. Der Flugkommandant Oberstleutnant Günter Taschler sagt: "Wir sind bereit, bei einer Luftraumverletzung sofort zu reagieren, um so die Sicherheit während des Forums zu gewährleisten."

Dann folgt der Start: Die Triebwerke laufen unter Volllast und an ein Gespräch ist nicht mehr zu denken. Die zwei Eurofighter heben Richtung Tirol und Vorarlberg ab. Dort patrouillieren sie in der Nähe des Flugbeschränkungsgebietes für etwaige Identifizierungs- und Abfangaufträge.

Die Einsatzvorbereitung

"Trainiert wurde für diese Luftraumsicherungsoperation schon die Wochen davor. Abläufe wurden wiederholt, Einsatzräume erkundet, die Täler rund um das Einsatzgebiet abgeflogen. Auch Ausweichlandungen am Flugplatz in Innsbruck trainierten die Piloten. Zusätzlich wurden einige Simulator-Missionen geflogen, um die unterschiedlichsten Szenarien zu trainieren", so Taschler.

Fliegen, Überwachen und wenn nötig Abfangen

Zwei bis drei Stunden sind die Piloten in der Luft. Dafür sind zwei Außentanks montiert. "Die Flüge als 'Combat Air Patrol' dienen nicht nur der schnellen Verfügbarkeit für Abfangaufträge, sondern auch einer Verdichtung der Radarabdeckung mit den Mitteln des Eurofighter", erzählt einer der Militärpiloten.

Gemeinsam mit den Sensoren der stationären und mobilen Radaranlagen sowie dem Einsatz der Pilatus PC-7 und PC-6 ist das Luftlagebild immer am aktuellen Stand. Die Flüge werden in zirka 7.000 Metern Höhe durchgeführt. In dieser Höhe ergänzen die Eurofighter-Piloten die Überwachung speziell in den tiefen Tälern. Zusätzlich zum Fliegen des Abfangjägers muss der Pilot dabei ständig das Radar einrichten und optimieren.

Unterschiede zu Training?

"Es gibt keine großen Unterschiede zwischen Training und Einsatzflug", sagt Flugkommandant Taschler. "Die Abläufe sind bei jedem Flug dieselben und man muss sich auf jeden Flug genau vorbereiten. Der größte Unterschied ist der lange Zeitraum in dem man in einem sehr eingeschränkten Luftraum unterwegs ist. Dabei gilt es zeitgleich die Umgebung aus dem Cockpit und das Radarbild genau im Blick zu halten."

Ein Bericht der Redaktion Luftraumüberwachung

"Combat Air Patrol": Die Eurofighter überwachen aus ca. 7.000 Metern Höhe die Gebirgstäler über dem Einsatzgebiet. (Archivfoto)

"Combat Air Patrol": Die Eurofighter überwachen aus ca. 7.000 Metern Höhe die Gebirgstäler über dem Einsatzgebiet. (Archivfoto)

Eine Eurofighter-Rotte im Landeanflug auf den Militärflugplatz Zeltweg. (Archivfoto)

Eine Eurofighter-Rotte im Landeanflug auf den Militärflugplatz Zeltweg. (Archivfoto)

Ein Militärpilot steigt in das Cockpit des Eurofighter. (Archivfoto)

Ein Militärpilot steigt in das Cockpit des Eurofighter. (Archivfoto)

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