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Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik: Rebellen und Malaria

Bangui, 14. Juli 2016  - Am Samstag, den 16. Juli, kehren vier österreichische Soldaten von ihrem Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik zurück. Sie haben in der EU-Militärberatermission "EUMAM" gedient. Diese Mission hat in den vergangenen eineinhalb Jahren die Basis für eine funktionierende zentralafrikanische Armee  gelegt, die künftig die Zivilbevölkerung in diesem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land schützen soll.

EU-Mission

Ein letzes Mal faßt Oberstleutnant Kurt Arbeiter, der Presseoffizier, die Ereignisse des Tages zusammen: Schießereien im Moslemviertel der Hauptstadt Bangui, Überfall auf einen Hilfskonvoi im Westen des Landes, schwere Zusammenstöße zwischen bewaffneten Gruppen in Bambari, einer Provinzstadt nördlich von Bangui. 

Die zentralafrikanische Republik ist ein Hexenkessel. Und es gibt keine staatliche Armee, um für Sicherheit zu sorgen. Deshalb ist die Beratermission "EUMAM" im Frühjahr 2015 ins Land gekommen. In den letzen fünfzehn Monaten hat die Mission die Kommandostruktur für eine künftige zentralafrikanische Armee aufgebaut. Fast tausend Offiziere wurden von den europäischen Militärexperten auf ihre Führungsaufgaben vorbereitet. Am 16. Juli wird die Beratermission "EUMAM" von der Trainingsmission "EUTM" abgelöst, die sich in den kommenden zwei Jahren um die Ausbildung der einfachen Soldaten und Unteroffiziere kümmern wird.

Splitterschutzweste und Helm

Oberstleutnant Georg Dialer war als Einsatzoffizier für die Sicherheit des "EUMAM"-Kontingents zuständig: "Vor allem bei den Unruhen im Herbst 2015, als die Barrikaden vor unserem Lager in Flammen standen, waren wir voll gefordert", erinnert er sich.

Selbst der "Spieß", der Dienstführende Unteroffizier Vizeleutnant Robert Lang, ist in diesen Tagen seinen Aufgaben mit Splitterschutzweste und Helm nachgegangen. Er hat das Lagerleben der siebzig "EUMAM"-Soldaten aus elf Nationen organisiert.

Offiziersstellvertreter Leopold Schmalzl war für die Fahrzeuge zuständig. Kein leichter Job angesichts der löchrigen Schlammpisten von Bangui. Für eine Woche mußte er selbst zur "Generalüberholung" ins Krankenrevier: Malaria. "Wenn dir bei fünfunddreißig Grad im Schatten die Zähne klappern, weißt du: jetzt hats dich erwischt, trotz Malaronetabletten und Moskitonetz", sagt er.

So unterschiedlich ihre Aufgaben in der Zentralafrikanischen Republik waren, eines haben die vier Österreicher gemeinsam: eine ausgezeichnete Dienstbeurteilung durch ihre internationalen Vorgesetzten. Womit sie sich daheim dafür belohnen werden? "Mit einer Eszterhazyschnitte!", sagen Schmalzl und Arbeiter wie aus einem Munde. "Und vielleicht ein Weizenbier", fügt Dialer schmunzelnd hinzu. Vorschlag einstimmig angenommen.

Die rückkehrenden österreichischen Soldaten der EU-Mission in der Zentralafrikanischen Republik. V.l.: Arbeiter, Lang, Dialer und Schmalzl.

Die rückkehrenden österreichischen Soldaten der EU-Mission in der Zentralafrikanischen Republik. V.l.: Arbeiter, Lang, Dialer und Schmalzl.

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