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Miliz - stolz dabei zu sein: Oberleutnant Philipp Lesiak

Gratkorn, 05. Dezember 2016  - Oberleutnant Philipp Lesiak ist stellvertretender Kompaniekommandant beim Versorgungsbataillon. Im Zivilberuf ist der 37-jährige Milizoffizier Historiker beim Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung.

Wo sind Sie eingerückt und wie verlief Ihre Ausbildung?

Als Einjährig-Freiwilliger rückte ich 1997 zur Ausbildungskompanie Kärnten in die Hänsel-Kaserne bei Villach ein. Nach dem ersten Kursteil entschied ich mich dazu, eine Karriere als Berufsoffizier anzustreben, sodass ich ins Vorbereitungssemester der Militärakademie wechselte. Leider bereitete eine "geworfene" MG-Stellung bei einer Nachtübung meinen Träumen ein jähes Ende: Bei einem Sturz zerschmetterte ich mir ein Bein. Ich beendete zwar mein EF-Jahr, allerdings nicht positiv, da ich zu viel Zeit stationär in der Heeressanitätsanstalt in Klagenfurt verbringen musste. Doch ich gab nicht auf, über den Weg der Stabsunteroffiziersausbildung schaffte ich es am Ende doch noch, ein Offizierspatent zu erhalten.

Was war der Beweggrund, sich für die Laufbahn des Milizoffiziers zu entscheiden?

Ich war schon immer von der Idee des "Staatsbürgers in Uniform" überzeugt. Als seit frühester Jugend geschichtsinteressierter Mensch war es mir zudem schon vor dem Einrücken klar, welche Rolle Milizsoldaten und insbesondere Milizoffiziere im Einsatzfall spielten und spielen. Abgesehen von der Freude an den besonderen Herausforderungen, denen man sich als Kommandant stellen muss, sind das für mich wichtige Beweggründe, in Uniform Dienst für die Allgemeinheit zu leisten.

Welche Synergien können Sie zwischen Ihrer Milizfunktion und dem Berufsleben nutzen?

Als Historiker werde ich oft von Kameraden auf die Themen angesprochen, mit denen sich mein Forschungsinstitut beschäftigt. Daraus ergeben sich einerseits wichtige Kontakte zu Zeitzeugen oder Sammlern - ich beschäftige mich auch mit der Planung von Museen - ich werde andererseits auch zu Vorträgen eingeladen. Nicht zuletzt hat das Verteidigungsministeium selbst großes Interesse daran, sich mit der österreichischen Militärgeschichte auseinanderzusetzen, was sogar schon zu Forschungsaufträgen an mich als Milizoffizier führte.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft vom Bundesheer, was möchten Sie noch erreichen?

Ich würde mir eine ehrliche und nachhaltige Diskussion über die Rolle des Bundesheeres und insbesondere der Miliz wünschen - nicht immer nur Reaktionen auf Krisen. Auch sollte der politische Mut gewonnen werden, die mittlerweile gut etablierte strukturierte Miliz wirklich einzusetzen. Dies würde sowohl ein positives Selbstbild der Milizsoldaten fördern als auch die Akzeptanz und Wahrnehmung in der Bevölkerung. Mein persönliches Ziel ist es, einmal eine Kompanie als Kommandant führen zu dürfen.

Oberleutnant Philipp Lesiak ist stellvertretender Kompaniekommandant beim Versorgungsbataillon.

Oberleutnant Philipp Lesiak ist stellvertretender Kompaniekommandant beim Versorgungsbataillon.

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