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Workshop zur globalen EU-Strategie: Von der Vision zur Aktion

LVAk, 06. Dezember 2016  - Am 5. und 6. Dezember fand an der Landesverteidigungsakademie in Wien ein Experten-Workshop zum Thema EU-Globalstrategie und strategische Kommunikation statt. Unter dem Motto "Making Europe safer - getting the EU message across" waren zahlreiche internationale Forscher, Politik- und Strategieberater, Journalisten sowie Vertreter von nationalen und internationalen Institutionen der Einladung gefolgt.

"Taten sagen mehr, als tausend Worte"

Unter Leitung des sicherheitspolitischen Direktors im Verteidigungsministerium, Generalmajor Johann Frank, und Botschafter Nikolaus Marschik, dem Politischen Direktor im Außenministerium, wurden am ersten Tag die grundsätzlichen Probleme einer gemeinsamen europäischen Kommunikation diskutiert.

Zusätzlich wurde das das Spannungsverhältnis von EU-Außen- und Sicherheitspolitik und Kommunikationsarbeit in zwei Diskussionspanels erörtert. Dabei wurde deutlich, dass der Fokus sowohl bei der Entwicklung von Policy als auch bei der politischen Kommunikation der EU oftmals zu sehr auf dem Entstehungsprozess liegt, statt das konkrete Ergebnis zu kommunizieren.

Gerade im Bereich der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik erschien es den Experten notwendig, den enormen gemeinsamen Nutzen für alle Bürger der Union zu kommunizieren. Dies nicht zuletzt angesichts der aktuellen mannigfaltigen Bedrohungen wie Terrorismus und Fundamentalismus, Migration und Gefahren im Cyberraum.

Ein abendlicher Besuch im Heeresgeschichtlichen Museum mit einer kurzen Führung und anschließendem Empfang und Abendessen in der Ruhmeshalle rundeten den ersten Tag ab.

"Gute Geschichten, die die Menschen verstehen"

Am zweiten Tag wurde der Frage nachgegangen, wie die EU-Bürger erreicht werden können. Unter der Leitung von Antonio Missiroli, Leiter des Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien, wurden in diesem Rahmen Ableitungen getroffen und Anforderungen an eine effizientere strategische Kommunikation formuliert. Klar wurde dabei, dass politische Kommunikation vielschichtig ist und eine gute Zielgruppenanalyse ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist.

"Um die Botschaft anzubringen braucht es gute Geschichten, die die Menschen verstehen", so einer der Diskutanten. "Auch müsse man sich trauen, Gefühle anzusprechen", so eine der weiteren Aussagen. Sehr deutlich wurde auch, dass es in den EU-Mitgliedstaaten Ängste und ein Bedürfnis nach Sicherheit und Schutz gibt. Gerade hier hat die EU die Möglichkeit, den Mehrwert einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik klar zu kommunizieren.

Klare Ziele, klare Sprache

Durch den Workshop wurde deutlich, dass es zunächst klarer, gemeinsamer politischer und strategischer Ziele bedarf, die in einem weiteren Schritt in einer klaren Sprache kommuniziert werden müssen, um den Nutzen für die EU-Bürger klarzumachen. Außerdem sollten diese Botschaften im Zusammenwirken aller EU-Institutionen und EU-Mitgliedstaaten kommuniziert werden.

Dabei gilt es in Zukunft besonders unterschiedliche Personengruppen, etwa ehemalige Mitarbeiter von EU-Institutionen oder Teilnehmer von Kursen am "European Security and Defence College", als Meinungsträger und Multiplikatoren zu nutzen und die Zusammenarbeit von EU-Institutionen und den EU-Mitgliedstaaten zu verbessern.

Ein Bericht der Redaktion Direktion für Sicherheitspolitik

Unter der Leitung von Generalmajor Frank und Botschafter Marschik wurden die grundsätzlichen Probleme einer gemeinsamen europäischen Kommunikation diskutiert.

Unter der Leitung von Generalmajor Frank und Botschafter Marschik wurden die grundsätzlichen Probleme einer gemeinsamen europäischen Kommunikation diskutiert.

An der Landesverteidigungsakademie fand ein Workshop zum Thema EU-Globalstrategie und Strategische Kommunikation statt.

An der Landesverteidigungsakademie fand ein Workshop zum Thema EU-Globalstrategie und Strategische Kommunikation statt.

"Um die Botschaft anzubringen braucht es gute Geschichten, die die Menschen verstehen", so eine Teilnehmerin.

"Um die Botschaft anzubringen braucht es gute Geschichten, die die Menschen verstehen", so eine Teilnehmerin.

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