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Miliz: Angehende Stabsoffiziere üben den Schutz eines Umspannwerkes

28. April 2016 - 

Unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge in Europa wird der Schutz von heimischer Infrastruktur auch in Ausbildungen des Bundesheeres immer wichtiger. So auch beim aktuellen Stabslehrgang, bei dem 30 Milizoffiziere an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt unterrichtet werden.

Zukünftiges Schlüsselpersonal

Die Teilnehmer sind zukünftige Bataillonskommandanten, Stabsoffiziere und Experten des Heeres. Im Mittelpunkt eines Planspiels steht der Schutz des Umspannwerkes Wien-Südost in Simmering.

Einer der Lehrgangsteilnehmer ist Hauptmann Helge Birschkus. Der zweifache Familienvater arbeitet als Diplomingenieur bei den Hörbiger Ventilwerken, einem Wiener Industrieunternehmen. Als Soldat ist er Kompaniekommandant beim Jägerbataillon Oberösterreich und bereitet sich auf eine Verwendung als Stabsoffizier bei den Oberösterreichern vor. Er soll zukünftig den Bataillonskommandanten bei taktischen Fragen beraten.

Miliz schützt wichtige Einrichtungen

"Der Schutz von Infrastruktur wird immer wichtiger", sagt Birschkus. "Und dazu braucht das Bundesheer seine Milizbataillone." Dafür sei eine fundierte Ausbildung notwendig. "Genau deshalb bin ich hier", erklärt Birschkus seine Beweggründe, zwei Wochen in das Training an der Militärakademie zu investieren.

Der Besuch im Umspannwerk Wien-Südost diene dem Verständnis von Funktion und Bedeutung des Schutzobjektes, sagt Birschkus. Dies sei für mögliche Einsätze von großer Bedeutung.

Neuralgischer Punkt im Stromnetz

Als einer der besonders wichtigen Umspannpunkte fällt die Anlage in Wien-Simmering in den Verantwortungsbereich der Austrian Power Grid. Diese versorgt als Verteilungsnetzbetreiber Österreich mit Strom. 12.000 Strommasten und zahlreiche Umspannwerke sind dazu notwendig.

Wegen ihrer Wichtigkeit ist die Anlage ein neuralgischer Punkt im heimischen Netz und besonders zu schützen. Die Austrian Power Grid selbst übt Krisenszenarien immer wieder, nicht zuletzt auch zusammen mit dem Bundesheer wie etwa mit den Soldaten der 3. Panzergrenadierbrigade während der Übung "AEGIS 14".

Details für Planspiel

Die Lehrgangsteilnehmer besuchten die Anlage, um die Situation vor Ort für ihr Planspiel zu beurteilen, aber auch um Details über die Energieversorgung in Österreich zu erfahren. "Infrastruktur erhält unsere Gesellschaft am Leben", sagt Hauptmann Birschkus. Deshalb sei ihre Funktion ein wichtiger Ausbildungsinhalt für  Milizoffiziere.

Der Besuch aber auch das Training an der Militärakademie haben Birschkus beeindruckt. "Die Ausbildung ist zeitgemäß und praxisnah. Dieser Lehrgang ist auch ein Beweis für die Qualität des Bundesheeres insgesamt. Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein."

V.l.: Die Milizoffiziere Rudolf Oberschneider und Helge Birschkus. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

V.l.: Die Milizoffiziere Rudolf Oberschneider und Helge Birschkus.

Birschkus: "Der Schutz von Infrastruktur wird immer wichtiger". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Birschkus: "Der Schutz von Infrastruktur wird immer wichtiger".

Paul Zachoval von der Austrian Power Grid informierte die Soldaten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Paul Zachoval von der Austrian Power Grid informierte die Soldaten.

Das Umspannwerk in Wien-Simmering ist eines der wichtigsten in Österreich. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Umspannwerk in Wien-Simmering ist eines der wichtigsten in Österreich.

Immer wieder übt das Bundesheer den Schutz der heimischen Strom-Netzwerke. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Immer wieder übt das Bundesheer den Schutz der heimischen Strom-Netzwerke.

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