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Neuer Jahrgang: "Generalmajor Sommer"

08. Juni 2022 - 

Seit 1966 tragen die Jahrgänge der Militärakademie Namen, die an bekannte Personen, Geschehnisse oder Kriegsschauplätze in der Militärgeschichte Österreichs erinnern. Die Taten und Eigenschaften, die hinter diesem Namen stehen, sollen Ansporn für die Fähnriche sein, es ihrem Namensgeber gleich zu machen. Als äußeres, verbindendes Zeichen der Zugehörigkeit zu einem Jahrgang dient das Jahrgangsabzeichen. Der neue 1. Jahrgang wählte den Namen "Generalmajor Sommer".

Der Jahrgangspatron

Emil Sommer wurde als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns am 19. November 1869 in Dorna-Watra in der Bukowina geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums meldete er sich als Einjährig-Freiwilliger für den Militärdienst, den er im Jahr 1889 beim k.u.k. Infanterieregiment Nr. 30 in Lemberg antrat. Als Hauptmann und Kompaniekommandant zog Emil Sommer 1914 in den Ersten Weltkrieg und war an der russischen Front eingesetzt. Anfang April 1915 erlitt er eine schwere Verwundung und geriet in russische Gefangenschaft. Der Waffenstillstand mit der neuen Regierung in Russland im Dezember 1917 brachte vielen Kriegsgefangenen die Freiheit zurück. So war auch Emil Sommer mit 2. Jänner 1918 wieder in seiner Heimat. Ab Februar 1918 diente er auf dem italienischen Kriegsschauplatz und zeichnete sich als Regimentskommandant bei der Piave-Offensive im Juni 1918 aus.

Als Oberst und Bataillonskommandant hatte er bei der Landnahme des Burgenlandes im Gefecht von Kirchschlag  am 5. September 1921 zu bestehen. Emil Sommer wurde durch den Bundespräsidenten für seine erfolgreiche Einsatzführung ehrenhalber der Titel "Generalmajor" verliehen. Mit 1. Jänner 1923 trat er in den Ruhestand.

Bildete bis dorthin Emil Sommers Zugehörigkeit zur jüdischen Glaubensgemeinschaft keinen Nachteil in seinem Leben, so endete sich dies mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im März 1938. Generalmajor Sommer und seine Frau wurden am 10. September 1942 wegen des Vorwurfs staatsfeindlicher Aktivitäten verhaftet und ins KZ Theresienstadt gebracht. Aufgrund seines Dienstgrades und seiner Bekanntheit wurde ihm dort der "Prominentenstatus" zugesprochen, was ihm eine bevorzugte Behandlung sicherte und somit vermutlich auch das Überleben.

Generalmajor Emil Sommer verstarb am 10. April 1947 während einer Besuchsreise in den USA an einem Gehirnschlag.

Verleihung der Jahrgangsabzeichen

Am 8. Juni 2022 erfolgte in einem Festakt die offizielle Namensgebung sowie die Verleihung der Jahrgangsabzeichen. Der Kommandant der Theresianischen Militärakademie, Generalmajor Karl Pronhagl, drückte dabei seine Freude darüber aus, dass "es dem Jahrgang gelungen ist, ein Vorbild aus der jüngeren Militärgeschichte Österreichs zu finden".

Generalmajor Emil Sommer. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Generalmajor Emil Sommer.

Das Abzeichen des Jahrganges "Generalmajor Sommer". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Abzeichen des Jahrganges "Generalmajor Sommer".

Festakt vor dem "Denkmal der 1.400" im Akademiepark. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Festakt vor dem "Denkmal der 1.400" im Akademiepark.

Segnung der Jahrgangsabzeichen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Segnung der Jahrgangsabzeichen.

Freude über den Erhalt des Abzeichens. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Freude über den Erhalt des Abzeichens.

Das Abzeichen wird nun mit Stolz getragen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Das Abzeichen wird nun mit Stolz getragen.

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