Bundesheer Bundesheer Hoheitszeichen

Instagram
flickr
YouTube
facebook-button
Bundesheer auf Twitter

Salzburger Milizkompanie wird einrücken

06. April 2020 - 

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus rücken auch Salzburger Milizsoldaten ein: Am 4. Mai werden österreichweit 13 Kompanien mit insgesamt 3.000 Milizsoldaten für geplant drei Monate vom Zivilberuf, Studium und Familie Abschied nehmen, das "Home-Office" schließen und die Uniform anziehen. Die Milizsoldaten werden für den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz, zur Assistenz für die Gesundheitsbehörden und für Unterstützungsleistungen benötigt.

Kompanie aus Salzburg wird einberufen

Bei der Pressekonferenz am 6. April gab Verteidigungsministerin Klaudia Tanner jene Kompanien bekannt, die einberufen werden. In Salzburg ist es die 3. Kompanie des Jägerbataillons Salzburg mit dem Traditionsnamen "Erzherzog Rainer". Die Einberufungsbefehle werden ab 15. April zugestellt.

Ausbildung und Einsatzvorbereitung

Alle einberufenen Milizsoldaten haben ihre militärische Ausbildung bereits während des Grundwehrdienstes sowie bei weiteren Lehrgängen und Übungen erhalten. In den ersten beiden Wochen wird jetzt das Basiswissen aufgefrischt und die Soldaten speziell auf ihre Einsatzaufgabe durch erfahrene Kommandanten und Instruktoren der Polizei vorbereitet. Hauptsächlich werden Wach-, Sicherungs- und Kontrolltätigkeiten trainiert, mit speziellem Fokus auf Hygiene und Eigenschutz.

Einsatzplanung

Ab 4. Mai wird die Salzburger Milizkompanie die Ausbildung beginnen, ab 18. Mai den Assistenzeinsatz an der Grenze übernehmen und sich für zusätzliche Aufgaben bereithalten. Die Einsatzführung bleibt beim Militärkommando Salzburg in der Schwarzenberg-Kaserne, eng koordiniert mit der Landespolizeidirektion. Wesentlich ist auch, Reserven für weitere Anforderungen der Gesundheitsbehörden und zusätzliche Unterstützungsleistungen im Bundesland Salzburg verfügbar zu haben.

Brigadier Anton Waldner: "Bundesheer und Polizei sind seit Mitte März im Corona-Einsatz. Wenn jetzt die Miliz eingesetzt wird, entlastet sie sowohl die Polizei als auch die präsenten Soldaten, die bis dato viel geleistet haben. Denn das Kaderpersonal wird bereits dringend für die Ausbildung der neu einrückenden Grundwehrdiener und für Einsätze im In- und Ausland benötigt. Die Milizsoldaten werden die Aufgaben übernehmen - das haben sie geübt, das können sie."

Die Miliz in Salzburg: Bürger in Uniform

Im Bundesland gibt es eigene Milizverbände und Einheiten, die für Einsätze, vor allem zum Schutz der kritischen Infrastruktur und Assistenzeinsätze mobilgemacht werden können: Aus unterschiedlichen Zivilberufen kommend, sind die Milizsoldaten in den vier Kompanien des Jägerbataillons Salzburg beordert. Für spezielle Aufgaben im Pionier-, Wach- und Sicherungsbereich können im Bundesland drei weitere Milizkompanien aufgeboten werden.

"Es ist eine Herausforderung, die uns alle stolz macht, unserem Land in dieser schwierigen und fordernden Situation zu dienen. Die gestellten Aufgaben werden die Soldaten des Jägerbataillons Salzburg im Bewusstsein ihrer Verantwortung bestens erfüllen", so Major Markus Matschl, Bataillonskommandant und im Zivilberuf leitender Angestellter eines großen Energieversorgungsunternehmens.

Miliz im Einsatz

Milizsoldaten stehen Tag für Tag im Einsatz: als Freiwillige Soldaten im Grenzschutz Österreichs und im Rahmen der Friedenssicherung im Ausland. Fragen der Milizsoldaten des Jägerbataillons Salzburg werden unter: jgb8.s3grp@bmlv.gv.at und unter 0664-622-8968 sowie 0664-622-5866 beantwortet.

Major Matschl: Die Aufgaben werden bestens erfüllt. Bild: Archiv. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Major Matschl: Die Aufgaben werden bestens erfüllt. Bild: Archiv.

Brigadier Waldner: Miliz entlastet Polizei und Soldaten. Bild: Archiv. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Brigadier Waldner: Miliz entlastet Polizei und Soldaten. Bild: Archiv.

Jägerbataillon Salzburg "Erzherzog Rainer". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Jägerbataillon Salzburg "Erzherzog Rainer".

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
Impressum | Kontakt | Datenschutz | Barrierefreiheit