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Milizbeauftragter Hameseder beim Einsatz in der Steiermark

03. Juli 2020 - 

Das Militärkommando Steiermark führt seit der Flüchtlingskrise 2015 den Assistenzeinsatz an der Grenze zu Slowenien. "Fünf Jahre Dauerleistung - das wäre ohne die Miliz nicht möglich", sagt Brigadier Heinz Zöllner. Er muss es wissen, denn als Militärkommandant laufen alle Einsätze bei ihm zusammen. Seit Mai hat er Truppen von vier Brigaden in seinem Bundesland, und führt mit ihnen drei verschiedene Arten von Assistenzeinsätzen. Dass dies eine Menge Koordination verlangt, ist keine Überraschung.

Die Wiege der Miliz

Sein aktueller Truppenbesuch führte den Milizbeauftragten Generalmajor Erwin Hameseder an die slowenische Grenze. Für diesen Besuch wählte er die richtige Kaserne, die Heimat des Jägerbataillons 17 in Straß. Von der Blütezeit der Miliz zeugt noch der Schriftzug "5. Jägerbrigade" im Innenhof - diese bestand im Einsatz zum Großteil aus Milizsoldaten. Benannt ist die Kaserne nach Erzherzog Johann von Österreich.

Er gründete am 9. Juni 1818 die Landwehr, die mit ihrer Idee der Volksbewaffnung als Vorläufer der Miliz gilt. Dieser gute Geist vergangener Zeiten schwingt auch heute noch nach: Heute sind die "17er" nicht für die Miliz-Jägerkompanie Deutschlandsberg verantwortlich, sie haben auch eine eigene Milizkompanie. Auf eines ist Bataillonskommandant Major Pilz besonders stolz: "Unser Milizanteil in der 3. Kompanie ist genauso ausgestattet wie die beiden präsenten Kompanien. Sie verfügen sogar über gepanzerte Mannschaftstransporter Pandur", meldet er Hameseder.

Gut vorbereitet

Der Einsatz der Milizkompanien machte Brigadier Zöllner keine Sorgen. "Beide Kompanien waren 2018 als Sicherung bei der AirPower eingesetzt, somit war schon gegenseitige Erfahrung vorhanden.", sagte er. Und diese Erfahrungen seien gute gewesen, so Zöllner. Auch in der Steiermark wurden die Milizsoldaten als hochmotiviert und bestens ausgebildet wahrgenommen. Die Zusammenarbeit mit Polizei und Behörden funktioniert. "Wir werden ernst genommen und für alle Tätigkeiten eingesetzt", erzählt Kompaniekommandant Hauptmann Uwe M.

Seine Soldaten stehen gemeinsam mit der Jägerkompanie Deutschlandsberg an 145 Grenzkilometern zu Slowenien. Dort kontrollieren sie den Personenverkehr an 32 Grenzübergängen - von der Autobahn A9 bei Spielfeld bis hin zu Wanderwegen. Bisher hätten sie 70.000 Gesundheitskontrollen durchgeführt. Im Schnitt wären das 2.000 pro Tag, nur zu Pfingsten schnellten die Kontrollen auf 8.000 pro Tag hoch, so M.

Offene Gesprächsrunde

Den Abschluss des Besuchs bildete eine offene Gesprächsrunde mit Generalmajor Hameseder. Der Kommandant der Kärntner Kompanie und die beiden Steirer sprachen mit ihm über ihre Erfahrungen im Einsatz. Zu einigen der vorgebrachten Themen konnte Hameseder sagen: "Wir haben diese Probleme erkannt, und sie werden behoben." Er stellte aber auch klar, dass dies nicht von heute auf morgen gehe. Als Beispiel nannte er die sozialversicherungsrechtliche Gleichstellung für die Pension. "Am 29. Mai gab es dazu den Ministerratsbeschluss, nach der Sommerpause soll es von der Bundesregierung umgesetzt werden. Daran haben wir zwei Jahre lang gearbeitet", erzählt Hameseder.

Oberleutnant Christian R. gibt einen Überblick über sein Einsatzgebiet. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberleutnant Christian R. gibt einen Überblick über sein Einsatzgebiet.

Am Grenzübergang Spielfeld nimmt Hameseder Einblick ins Gelände. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Am Grenzübergang Spielfeld nimmt Hameseder Einblick ins Gelände.

Hauptmann Uwe M. im Gespräch mit dem Milizbeauftragten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hauptmann Uwe M. im Gespräch mit dem Milizbeauftragten.

Soldaten untersuchen Fahrzeuge, die ins Suchraster passen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Soldaten untersuchen Fahrzeuge, die ins Suchraster passen.

An den Grenzübergängen arbeiten Bundesheer und Polizei gut zusammen. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

An den Grenzübergängen arbeiten Bundesheer und Polizei gut zusammen.

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