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Institut für Offiziersweiterbildung: Lebenslanges Lernen für Soldaten

30. Juli 2020 - 

Ständige Weiterbildung ist für Soldaten eine wichtige Aufgabe. Das spiegelt sich im breiten Bildungsangebot des Bundesheeres wider, zu dem auch Milizsoldaten vollen Zugang haben. Stellvertretend haben wir das Institut für Offiziersweiterbildung unter die Lupe genommen und nachgefragt, wie man als Milizsoldat seinen Wissensdurst stillen kann.

Die vielen Bildungssäulen im Bundesheer

Auf dem Gelände der Theresianischen Militärakademie sticht ein moderner Bau neben Burg und Daun-Kaserne hervor: Das Institut für Offiziersweiterbildung. Dieses Institut der Militärakademie vervollständigt den militärischen Bildungsreigen, bestehend aus der Heerestruppenschule, den Waffengattungsschulen, der Landesverteidigungsakademie und der Heeresunteroffiziersakademie.

Braucht es neben diesen ganzen Schulen und Akademien wirklich noch mehr? "Ja", sagt Oberst Christian Rennhofer, stellvertretender Leiter des Instituts, mit großer Überzeugung. Denn auch die ranghöchsten Offiziere haben mit ihrer letzten Beförderung nicht etwa "ausgelernt", Lernen sei ein lebenslanger Prozess. Jährlich absolvieren rund 1.500 Teilnehmer etwa 120 Laufbahnkurse und Seminare am Institut.

"Bei Milizsoldaten umfasst das einerseits die Ausbildung zum Milizoffizier, andererseits Fortbildungen als Unteroffizier oder Offizier bis hin zum Stabsoffizier auf Brigadeebene", so Oberst Rennhofer. Abgerundet wird das Angebot durch Spezialausbildungen und Fachlehrgänge, beispielsweise in Wehr- und Sicherheitspolitik, als Teamtrainer, Militärexperte oder im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung.

Hohe Milizbeteiligung dank kluger Planung

Bei genauerem Hinsehen rauchen hier also nicht nur Offizieren die Köpfe. Unteroffiziere können sich ebenfalls über ihr mobilmachungsverantwortliches Kommando zu Kursen anmelden. Auch einige Chargen nehmen hier in den Lehrsälen Platz, etwa bei ihrer Ausbildung zu Militärexperten. Insgesamt ist der Milizanteil beachtlich: Laut Rennhofer kommt die Hälfte aller Teilnehmer aus der Miliz - "und das konstant", hält er fest. "Dazu kommt, dass die Milizsoldaten als äußerst engagierte Seminarteilnehmer auffallen, die ihre Ausbildungen hier auch Jahre später noch in guter Erinnerung behalten."

Modularer Lehrgangsaufbau

Dass so viele Milizsoldaten überhaupt teilnehmen können, liegt sicher auch an der Terminpolitik im Institut: Alle Lehrgänge sind modulartig aufgebaut. Im längsten Fall sind die Lehrgangs- oder Seminarteilnehmer zwei Wochen am Stück hier. Umfangreichere Kurse werden auf mehrere Jahre aufgeteilt und können so "häppchenweise" absolviert werden. "Damit sollte man als Milizsoldat weder im beruflichen noch im privaten Umfeld grobe Schwierigkeiten bekommen", ist Oberst Rennhofer zuversichtlich.

Restplätze online einsehbar

Neu ist die Online-Restplatzbörse am Institut für Offiziersweiterbildung: Hier können Soldaten jederzeit online Einsicht nehmen, für welche Ausbildungen noch Anmeldungen angenommen werden. Dadurch soll verhindert werden, dass Kurse wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt werden müssen. Schnellerer Informationsfluss im Kameradenkreis, mehr Anreiz zur persönlichen Weiterbildung und stabilere Buchungslage am Institut - Rennhofer ist sich sicher: Von dieser Neuerung profitieren alle Beteiligten.

Zur Person

Oberst Christian Rennhofer, geboren 1962, ausgemustert 1984. Ausbildung zum Brigadekommandanten des Österreichischen Bundesheeres, Stabslehrgang an der Führungsakademie in Hamburg. Mit seinen 25 Jahren zusätzlicher Erfahrung in verschiedenen Milizfunktionen, zuletzt als Kommandant des Jägerbataillons Wien 2 "Maria Theresia", ist er aktuell Leiter des Referats "Lehrgänge und Seminare" und stellvertretender Leiter des Instituts für Offiziersweiterbildung.

Training für Stabsoffiziere - eine Kernaufgabe des Instituts. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Training für Stabsoffiziere - eine Kernaufgabe des Instituts.

Beim Führungs- und Stabslehrgang lernen Soldaten die Arbeit in einem Stab. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Beim Führungs- und Stabslehrgang lernen Soldaten die Arbeit in einem Stab.

Oberst Rennhofer, r., mit Attaché Stêpieñ: Das Institut ist international. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Oberst Rennhofer, r., mit Attaché Stêpieñ: Das Institut ist international.

Weiß und viel Glas: Das Institut hebt sich optisch stark von der Burg ab. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Weiß und viel Glas: Das Institut hebt sich optisch stark von der Burg ab.

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