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Wien: Ehrenpreis "Pro Defensione" für zwei Milizsoldaten

15. Oktober 2020 - 

Im Garnisonscasino der Maria Theresien-Kaserne traf man sich am 14. Oktober zu einem der wenigen festlichen Anlässe in diesem Jahr: Zur Verleihung des Ehrenpreises "Pro Defensione" des Militärkommandos Wien. Der Unterschied zu vorigen Veranstaltungen war deutlich spürbar: Wo sich sonst ca. 300 Gäste tummeln und gemütlich an Stehtischen plaudern, waren bei der heurigen Preisverleihung nur knapp 30 Gäste geladen. Der Ehrenpreis ist die wichtigste Veranstaltung des Bundesheeres in Wien und kann an jeden verliehen werden, der sich um Österreich und die Landesverteidigung verdient gemacht hat. Heuer - im Jahr der Corona-Krise und des ersten Einsatzes der Miliz - waren es zwei Milizsoldaten, die damit geehrt wurden.

Für Verdienste um Demokratie und Verteidigung

Die Auszeichnung "Pro Defensione", übersetzt "für die Wehrhaftigkeit", wurde 1987 gestiftet und wird alljährlich vom Militärkommando Wien verliehen. "Mit dieser Auszeichnung wird jenen gedankt, die die Normen und Werte des demokratischen Staates bewusst machen und dieses Bewusstsein in die Gesellschaft und in das Österreichische Bundesheer tragen", brachte es Gastgeber Brigadier Wagner, der Wiener Militärkommandant, auf den Punkt. Während sie voriges Jahr "in höheren Sphären" beheimatet war - Dompfarrer Toni Faber war einer der Preisträger;  blieb die Auszeichnung heuer fest mit beiden Beinen auf der Erde.

Hameseder: "Es gibt noch viel zu tun!"

Der Preisträger des Abends ist in der Miliz kein Unbekannter, schließlich handelte es sich um den Milizbeauftragten Erwin Hameseder. Er war zehn Jahre lang Offizier auf Zeit und ging dann in die Miliz. "In der Miliz ist er aufgewachsen, dieser Miliz hat er sich verschrieben", sagte sein Laudator, Generalmajor Striedinger. "Wenn man 45 Jahre lang einen Zweitberuf hat, geht das nur, wenn die Familie es mitträgt", bedankte sich Hameseder bei seiner Frau. Im Rückblick auf diese 45 Jahre beleuchtete er auch einen historischen Aspekt.

"Die Miliz besteht auf dem Papier, holen werden wir sie nie", zitierte er die Sicht mancher Militärs. In seiner zweiten Periode als Milizbeauftragter sah sich Hameseder nicht mit dem "Papiertiger" Miliz, sondern mit dem Einsatzelement Miliz konfrontiert. "Wir sind ein Bundesheer. Diese Trennung von Berufssoldaten und Miliz ist in der heutigen Unternehmenskultur unhaltbar", sagte er. Das aktuelle Regierungsprogramm sei ein guter Anfang, aber es gebe noch viel zu tun, so Hameseder. Das unterstrich auch Verteidigungsministerin Tanner: "Die erste Aufbietung hat gezeigt, wie sehr wir die Miliz brauchen." Die nun getätigten Maßnahmen seien die ersten Schritte in die richtige Richtung, sagte die Ministerin.

Wer will, findet Wege

Den "Pro Defensione Junior" erhielt Hauptmann Klaus Stockinger. Der 38-jährige ist Kompaniekommandant im Jägerbataillon Wien 2 "Maria Theresia" und Geschäftsführer einer Beratungsfirma. Die Werte, die er in seiner Firma lebt, machen ihn auch in der Miliz erfolgreich: Kommunikation auf Augenhöhe, belastbare Ergebnisse, Kameradschaft und Leistungsbereitschaft sind nur ein paar Zutaten seines Erfolgsrezepts. Diese Eigenschaften sprach auch Oberst Schulyok, sein Laudator und Bataillonskommandant, an. Er sei die "personifizierte Miliz", mit einem Standbein im Beruf und dem zweiten im Bundesheer. Teamgeist ist oberstes Gebot, sein Lebensmotto lautet: "Wer will, findet Wege!" Geehrt wurde Stockinger unter anderem für die Organisation der "Milizinsel" am Nationalfeiertag, heuer setzte er sein Engagement im "Informationsmodul Miliz" um. "Dort ist es ihm gelungen, die Miliz ins Rampenlicht zu stellen und ihr Ansehen in der Bevölkerung zu stärken", sagte Schulyok.

Brigadier Wagner gratulierte den beiden Preisträgern Klaus Stockinger... (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Brigadier Wagner gratulierte den beiden Preisträgern Klaus Stockinger...

und dem Milizbeauftragten Erwin Hameseder. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

und dem Milizbeauftragten Erwin Hameseder.

Hameseder: "Es gibt noch viel zu tun". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Hameseder: "Es gibt noch viel zu tun".

Auch Verteidigungsministerin Tanner gratulierte den Geehrten. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Auch Verteidigungsministerin Tanner gratulierte den Geehrten.

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