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Der Weg in den Auslandseinsatz

Die Auslandseinsätze gehören zu den abwechslungsreichen Herausforderungen. Mit der Gründung des Kommandos für Internationale Einsätze (ehemals: Kommando Auslandseinsätze) im Herbst 1999 zeigt die Republik Österreich eindeutig, wie aktuell Einsätze in Krisengebieten sind. Für Berufs- wie für Milizsoldaten entwickelt sich der Einsatz im Ausland zu einer wichtigen Voraussetzung für den weiteren beruflichen Aufstieg: wie eine Visitenkarte ist der Erfolg im Ausland die beste Empfehlung für den weiteren militärischen Werdegang.

Die Voraussetzungen

Grundsätzlich muss der Grundwehrdienst zur Gänze geleistet sein. Die Altersgrenze für Rekruten liegt bei 30, für Chargen bei 35 Jahren, für Unteroffiziere und Offiziere bei 50 Jahren. Mit der ausgefüllten VOREIN - Meldung (freiwillige Meldung zu einem Auslandseinsatz, in jeder Kaserne aufliegend) lassen Sie sich vom Truppenarzt in der nächstgelegenen Kaserne untersuchen. Nach einer positiven Voruntersuchung senden Sie das Formular an die Ergänzungsabteilung C oder geben es direkt in der Kaserne ab. Nach einiger Zeit bekommen Sie einen Einberufungsbefehl zur Eignungsüberprüfung in der Van Swieten Kaserne in Wien - Stammersdorf.

Die Qualifikationen

Sie bewerben sich für eine bestimmte Position im Auslandseinsatz, die Ihren militärischen und zivilen Kenntnisse am ehesten entspricht. Sie können Wünsche für die Verwendung in einer bestimmten Funktion angeben, müssen aber nicht. Sehr gefragt sind natürlich besondere Qualifikationen aller Art. Auch lohnt es sich handwerkliche Berufe, sportliche Neigungen und persönliche Interessen anzugeben. Die Einteilung im Bereich Ihrer zivilen Kenntnisse ist wahrscheinlich.

Die Eignungsüberprüfung

Am Einberufungstag müssen Sie bis 8 Uhr in die Van Swieten Kaserne in Wien - Stammersdorf einrücken. Nehmen Sie Ihren Reisepass, Wehrdienstbuch (Dienstausweis), Erkennungsmarke und Impfpass mit. Reservebrille, Zahnersatz und Sportbekleidung sind ebenfalls von Vorteil.
Die Eignungsüberprüfung dauert in der Regel drei Tage. Der Ablauf variiert je nach Anzahl der einberufenen Personen, die wesentlichen Elemente bleiben jedoch gleich. Vor den Tests in den verschiedenen Bereichen müssen diverse Verwaltungsmodalitäten erledigt werden. Die genau Aufnahme von Personaldaten und Kenntnissen nimmt in etwa einen halben Tag in Anspruch.

Der medizinische Test

Im Heeresspital erfolgt ein komplette Gesundheitsüberprüfung, um eventuelle Krankheiten vorzeitig zu erkennen. Neben einem Lungenröntgen und einer Blut- und Harnuntersuchung durchlaufen sie fünf medizinische Bereiche: Interne Medizin, Augenmedizin, HNO-Medizin, Zahn- und Kiefermedizin sowie Hautmedizin.

Der Fitness-Test

Bewerber bis zum 35 Lebensjahr müssen dabei z.B. 2400 Meter innerhalb von 12 Minuten laufen können, 25 Liegestütze und 50 Kniebeugen als Mindestvoraussetzungen für eine körperliche Eignung zustande bringen. Eine Hürde, die ein gewisses Maß an Vorbereitung erfordert, für sportliche Menschen jedoch kein Problem darstellt.

Der psychologische Test

Ein eigens geschulter Psychologe überprüft die psychische Belastbarkeit, sowie Intelligenz, Sorgfalt, Konzentration, die soziale Kompetenz und die Beweggründe für die Meldung zu einem Einsatz. Die Anforderungen sind leicht erklärt: der Soldat soll die Fähigkeit haben, Aufträge auch unter den Belastungen des Auslandseinsatzes zu erfüllen, und sich in eine militärische Gemeinschaft einordnen können. Es darf kein Risiko für die eigene Sicherheit und die der anderen Soldaten entstehen.
Der psychologische Test nimmt einen Großteil der Zeit der Eignungsüberprüfung in Anspruch und dauert insgesamt fast 24 Stunden. Den Beginn bilden Intelligenz-, Leistungs- und Konzentrationstests im Lehrsaal. Nach einem umfangreichen Persönlichkeitsfragebogen beginnt die Schutzraumtestung bei Nacht.

Im Bunker

Für die Belastungsprobe verbringen Sie zwölf Stunden in einem kahlen Kellerraum, der nur mit Sitzbänken und sanitären Einrichtungen ausgestattet ist. Gemeinsam mit den anderen Soldaten beginnt nun die Bunkernacht. Einer der Soldaten, im Regelfall ein Offizier, fungiert als Bunkerbeobachter, ein anderer als Bunkerkommandant. Stündlich müssen gewisse Aufgaben erledigt werden. Sie erfüllen gleich zwei Funktionen: zum einen helfen sie wach zu bleiben, zum anderen liefern sie dem Psychologen aufschlussreiche Testergebnisse.
Einschlafen ist natürlich tabu, mitgenommen werden darf ebenfalls nichts. Ausser Leitungswasser darf nichts konsumiert werden. Am nächsten Morgen, um 6 Uhr, verlässt man den Bunker in Richtung Lehrsaal, in welchem ein Kurztest durchgeführt wird. Um 06.30 Uhr folgt das Bunkerfrühstück, das hilft, die restliche Zeit bis 08.30 Uhr vergehen zu lassen.

Die Einsatzvorbereitung

Sie dauert zwischen vier und acht Wochen und ist von Ihrer Verwendung im Auslandseinsatz abhängig. Sie findet entweder am Sitz des Kommandos für internationale Einsätze in Götzendorf statt, oder in der Kaserne der aufstellungs- und ausbildungsverantwortlichen Stelle.
Weitere Informationen bei: Kdo IE, Tel:02168-63130-0

Beispiele für Bezahlung:

AUCON/KFOR
Rekrut: ATS 40.561
Wachtmeister: ATS 44.904
Vizeleutnant: ATS 53.814
Oberleutnant: ATS 59.242
Oberstleutnant: ATS 66.561

AUSBATT/UNDOF
Rekrut: ATS 33.046
Wachtmeister: ATS 37.389
Vizeleutnant: ATS 46.299
Oberleutnant: ATS 51.727
Oberstleutnant: ATS 59.046

Hptm Michael BAUER und Mag. Thomas GRÖMER, KdoIE

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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