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Staatsmeisterschaft im Segelflug

Ein flugsportliches Ereignis im Jahr des Sports im Bundesheer am Militärflugplatz AIGEN/ENNSTAL.
Gerade rechtzeitig, im Jahr des Sports im Bundesheer, durfte die Heeres-Flugsport-Vereinigung als Interessensvertretung der flugsporttreibenden Heeresangehörigen in Zusammenarbeit mit dem österreichischen AeroClub die Staatsmeisterschaften im Segelflug am Militärflugplatz AIGEN ausrichten.
Diese fanden in der Zeit von 23. Juli bis 8. August 1999 statt. Großzügige Unterstützung erfuhr der Veranstalter durch die Luftabteilung des BMLV und das Büro für Wehrpolitik. Den Ehrenschutz übernahmen Herr Bundesminister für Landesverteidigung Dr. Werner Fasslabend und der Kommandant der Fliegerdivision Divr Paul Kritsch.

Eröffnung

Am 23. Juli eröffnete Bgdr DI. Manfred Münzer als stellvertretender Kommandant der Fliegerdivision und als Präsident der Heeres-Flugsport-Vereinigung im Beisein der Wettkämpfer, Betreuer, Helfer eine Delegation des österreichischen Aeroclubs unter Leitung des Bundessektionsleiters Divr Dr. Meszaros, einer Anzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Ehrengästen sowie unter großem medialen Interesse die Meisterschaft.

Hervorragende Leistungen

Waren es anfänglich sintflutartige Niederschläge, die die Organisatoren, Oberst Reinhard Kohlweg und Mjr Harald Grössing am Erfolg zweifeln ließen, so konnten in Folge doch an neun Wettbewerbstagen hochklassige und selektive Flüge bis zu einer Streckenlänge von 400 Kilometer als Tagesaufgaben ausgeschrieben werden. An diesen Tagen bewältigten die Piloten die aus nahezu allen Bundesländern stammten, auch ein deutscher Gast war dabei, 28.600 Flugkilometer und verbrachten 450 Stunden in der Luft.
Verwendung fanden ein- und zweisitzige Segelflugzeuge mit starrem oder Einziehfahrwerk jedoch ohne zusätzliche aerodynamische Auftriebshilfen wie Wölbungsklappen an den Tragflächen oder Wasserballast. Die gestellten Tagesaufgaben waren reine Geschwindigkeitsaufgaben, das heißt, ein vorgegebener Kurs über definierte Wendepunkte musste so schnell wie möglich umrundet werden, oder aber in einem vorgegebenen Zeitfenster war die größtmögliche Strecke zurückzulegen. Beeindruckend war die Leistung der Piloten an allen Tagen. Nicht nur die hohen Schnittgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h fanden in Fachkreisen Bewunderung, sondern auch das Timing der Piloten. Spitzenpiloten landeten 8 Sekunden vor dem Zeitlimit und konnten somit Punkteabzüge vermeiden.

Auswertung

Die Auswertung der Flüge erfolgte ausschließlich mit elektronischen Datenloggern, die an Bord mitgeführt wurden und den Flugweg unter Zuhilfenahme von Satellitennavigation bis ins kleinste Detail aufzeichneten. Nach der Landung kamen diese Datenträger in der Wettbewerbsleitung am PC zur Auswertung, sodass bereits eine halbe Stunde nach der letzten Landung ein Tagesergebnis vorlag. So musste bedauerlicherweise nach einem anstrengenden siebenstündigen Flug einem Piloten mitgeteilt werden, dass sein Flug nie stattgefunden hat, da er um runde 80 Meter die Abfluglinie nie passiert hatte. Komplizierte Berechnungen mit Faktoren, Punkteabzügen aller Art oder auch Strafpunkten für Vergehen bewältigte der Computer, eher am Ende der Sieger gekürt werden konnte.

Die Sieger

Markus Wieser aus Oberösterreich war eine Klasse für sich und konnte goldenes Edelmetall erringen. Vzlt Kastenhuber vom Fliegerregiment 3 in HÖRSCHING konnte sich bei seiner ersten Meisterschaftsteilnahme mit einem Tagessieg auszeichnen und erreichte schlussendlich den guten sechsten Platz.

Hervorragende Betreuung

Großartiges vollbrachte auch der Meteorologe der Wetterberatungsstation AIGEN/ENNSTAL Mag. Thaler. Selbst kein Pilot und bislang für die Beratung der Militärpiloten zuständig, konnte er an allen Tagen die Wetterentwicklungen, fast auf die Stunde genau, vorhersagen und ermöglichte somit der Wettbewerbsleitung optimale Aufgabenstellungen. Nicht nur die Piloten waren ihm dafür dankbar. Auch die Militärflugleitung unterstützte nach bestem Wissen und Können, koordinierte den militärischen Flugbetrieb und den hier stationierten Notarzthubschrauber so, dass es zu keinerlei Einschränkung des Wettbewerbes kam. Auch hierfür herzlichen Dank.

Hoher Leistungswille und fliegerisches Können, Selbstdisziplin und die sprichwörtliche Fliegerkameradschaft zeichneten diese Veranstaltung aus. Begeisterung bei allen Beteiligten über die optimalen Voraussetzungen in AIGEN und die zuvorkommende Behandlung der Gäste durch die Soldaten hier in der Garnison haben somit wohl zu einem entsprechenden Erscheinungsbild des österreichischen Bundesheeres beigetragen.

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