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Bewährung im internationalen Umfeld

Die andere Aufgabe des Bundesheeres

Österreichs Auslandseinsätze machen Schlagzeilen. Solidarische Hilfsmaßnahmen in jüngster Zeit zeigen, zu welchen Leistungen das Bundesheer fähig ist. Engagement, Solidarität und Fachwissen prägen die internationalen Einsätze und finden ihre Bestätigung: „Call the Austrians“ hieß es bei aussichtslos erscheinenden Rettungsversuchen nach dem Erdbeben in Armenien. „Hilton“ nannten die Flüchtlinge das Österreicher Camp in Albanien. Ob im nicht zur Ruhe kommenden Kosovo oder im Epizentrum des jüngsten Erdbebengebietes in der Türkei: Als unschätzbare Mitglieder der internationalen Hilfsgemeinschaft leisten Österreichs Soldaten Beistand, wo sie können.
Die Bilanz: 40 Jahre Erfahrung mit internationalen Einsätzen, mehr als 40.000 Freiwillige in über 30 Missionen weltweit. Österreichs Kontingente erwarben sich im Ausland wegen ihrer hohen Professionalität einen ausgezeichneten Ruf. Österreich zeigt, wie sehr es seine Aufgabe, vermehrt internationale Hilfestellungen zu leisten, ernst nimmt: seit 1. April 1999 steuert und koordiniert eine dynamische und moderne Organisation alle Auslandseinsätze des Heeres zentral: das Kommando für Internationale Einsätze.

Das Kommando für Internationale Einsätze

Zu den klassischen Aufträgen Landesverteidigung, Grenzschutz und Katastrophenhilfe kommt die engagierte Beteiligung des Bundesheeres an Auslandsmissionen. Das Kommando für Internationale Einsätze ist die zentrale Koordinationsstelle für alle im Ausland stationierten Soldaten. Es übernimmt ihre Ausbildung, Entsendung, Führung und Versorgung. Weiters managt es ein Trainingscenter mit hoher internationaler Beteiligung.
In der Wallenstein-Kaserne in Götzendorf stehen modernste Einrichtungen für effizientes Arbeiten zur Verfügung. Die Wahl fiel nicht zufällig auf Götzendorf: die Nähe zum wichtigen internationalen Flughafen Wien Schwechat und die vorhandene Infrastruktur sprachen für den neuen Standort.

Kommando für Internationale Einsätze

Wallenstein-Kaserne
2434 Götzendorf, Wienerstraße 360
Tel: 02168/63130-0, Fax: 02168/63130-1700 DW

Maßgeschneiderte Ausbildung

Die Ausbildung ist eine der wichtigsten Aufgaben des Kommandos für Internationale Einsätze. Die international anerkannte vorbildliche Leistung der österreichischen Soldaten im Auslandseinsatz muss auch in Zukunft selbstverständlich bleiben. Eine intensive und leistungsorientierte Vorbereitung garantiert, diesen hohen Ansprüchen an unsere Soldaten gerecht zu werden. Vor der Entsendung ins Einsatzgebiet erhalten diese ein spezielles Training für ihre Aufgaben im Zielgebiet. Langjährige Erfahrungen und die Ergebnisse internationaler Entwicklungen bilden die Grundlage aller angebotenen Ausbildungsgänge.
Das Konzept der österreichischen Ausbildung für den Auslandseinsatz basiert auf der militärischen Grundausbildung. Das weitere Training gliedert sich in zwei Abschnitte. Die allgemeine Ausbildung macht die Soldaten mit den Details ihrer künftigen Arbeit und Funktion vertraut. Unmittelbar vor der Entsendung führt das Kommando für Internationale Einsätze eine einsatzraumspezifische Ausbildung durch und vermittelt die Bedingungen und Gegebenheiten des jeweiligen Einsatzes.

Der Basiskurs
Neben die „klassischen“ friedensunterstützenden Operationen treten immer stärker internationale Einsätze für humanitäre Hilfe und Katastrophenhilfe in den Vordergrund. Dies erfordert im zunehmenden Maß professionelles Handeln und Kooperieren im internationalen Rahmen. Das Ziel ist die verstärkte internationale Zusammenarbeit auf unterster Ebene.

Der Militärpolizeikurs
Auch Truppen in friedensunterstützenden Operationen brauchen eine stabile innere Ordnung. Die Militärpolizei trägt zu deren Aufrechterhaltung bei und hilft Soldaten in schwierigen Situationen. Den Militärpolizisten erwartet im Auslandseinsatz ein vielfältiges Aufgabengebiet. Verkehrsregelung und Sicherheitskontrollen zählen ebenso dazu wie kriminalistische Tätigkeiten oder Maßnahmen zur Drogenbekämpfung.

Der Logistikkurs
Logistik ist die unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg jeder friedensunterstützenden Operation. Den Logistiker, der sich auf der Grundlage guter Kenntnisse der Versorgung im österreichischen Bundesheer im Logistikkurs die Kompetenz für internationale Versorgungsabläufe und Versorgungssysteme erwirbt, erwarten im Auslandseinsatz neue Herausforderungen.

Der Militärbeobachterkurs
Militärbeobachter dokumentieren und untersuchen Vorfälle, patrouillieren, halten Verbindung zu den Konfliktparteien und arbeiten mit vielen Organisationen zusammen. Sie sind grundsätzlich unbewaffnet. Militärbeobachter registrieren und dokumentieren Vereinbarungsverstöße und Lageveränderungen und garantieren, dass Verstöße bemerkt, zugeordnet und der internationalen Staatengemeinschaft bekannt gemacht werden. In einer Vielzahl von Fällen werden so weitere Verstöße oder Eskalationen hintangehalten.

Der Kurs für zivile - militärische Kooperation
Bei humanitären Hilfseinsätzen und friedensunterstützenden Operationen ist die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und mit den lokalen Behörden und Institutionen oft für eine erfolgreiche Auftragserfüllung entscheidend. Zentrale Aufgaben sind die Koordinierung von Hilfsmaßnahmen und deren logistische Unterstützung sowie die Verbesserung des Informationsaustausches zwischen Organisationen.

Der Offizierskurs
Auch im Auslandseinsatz gelten für den Offizier die im österreichischen Bundesheer praktizierten Führungsgrundsätze, die auch im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit Anwendung finden. Der Dienst erfordert neben Führungsqualitäten fundierte Kenntnisse der speziellen Anforderungen des Einsatzes und der internationalen Zusammenarbeit. Bei allen Entscheidungen hat die Konfliktvermeidung und die Verhinderung von Eskalationen höchste Priorität.

Der Stabsoffizierskurs Internationale Zusammenarbeit und spezielle Einsatzformen charakterisieren die Arbeit des militärischen Stabes im Rahmen einer Friedensunterstützenden Operation. In der internationalen Zusammenarbeit sind die Kenntnis und die Beherrschung eingespielter Stabsabläufe von entscheidender Bedeutung. Sie gewährleisten auch unter Zeitdruck und ungünstigen Bedingungen planvolle und zielorientierte Arbeit.

Das Kommando für Internationale Einsätze ist
- vorgesetztes Kommando für Auslandseinsatzkontingente und -personen,
- Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für friedensunterstützende Operationen und als PfP-Trainingscenter nominiert,
- verantwortliches Kommando im Zuge der Formierung von VOREIN und anderer für den Einsatz im Ausland vorgesehener Kontingente bzw. Personen sowie Entsendezentrum und
- Durchführungsstelle für Verifikationsaufgaben.

Der Kommandant des Kommandos für Internationale Einsätze
Brigardier Günter Höfler übernahm am 1. September 1999 das Kommando. Die Stationen seiner internationalen Karriere: Besuch des amerikanischen Generalstabskurses, Verbindungsoffizier im NATO-Hauptquartier, österreichischer Militärattaché. Der Experte in Sicherheitspolitik wurde mit der Leitung des militärischen Aushängeschildes Österreichs, des Kdo IE beauftragt.

Der Weg nach Götzendorf

Mit dem Auto:
- Von Wien: Favoritenstraße - Himbergerstraße - B 15 über Ebergassing nach Götzendorf
- A2: Ausfahrt Baden - B 210 über Oberwaltersdorf nach Ebreichsdorf - B 60 nach Götzendorf
- A3: Ausfahrt Ebreichsdorf - B 60 über Unterwaltersdorf, Reisenberg nach Götzendorf
- A4: Ausfahrt Fischamend - B 60 über Enzersdorf nach Götzendorf

Mit der Bahn
- Von Wien: ÖBB vom Südbahnhof nach Götzendorf

Hptm Michael Hafner, Kdo IE und Mag. Thomas M. Grömer, Kdo IE

Eigentümer und Herausgeber: Bundesministerium für Landesverteidigung | Roßauer Lände 1, 1090 Wien
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