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Trend Radar: Studie über sicherheits- und verteidigungspolitische Einstellungen der Bevölkerung veröffentlicht

16. Oktober 2020 - 

Das Zentrum für menschenorientierte Führung und Wehrpolitik erforscht regelmäßig sicherheits- und verteidigungspolitische Haltungen in der Bevölkerung. In der kürzlich erschienen Ausgabe 3/2020 des "Trend Radar" wurden erste Ergebnisse der heurigen Bevölkerungsbefragung vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit dem Market Institut durchgeführt wurde. Die Befragungsergebnisse wurden im Juli 2020 erhoben und sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 15 Jahren.

Sicherheits- und Bedrohungserleben im Vergleich zum Vorjahr

Obwohl nach wie vor eine Mehrheit der Bevölkerung die Sicherheitslage in der Republik Österreich als grundsätzlich sicher beurteilt, fällt diese Einschätzung deutlich pessimistischer als im Vorjahr aus. Neben der Covid-19-Pandemie äußern die Österreicherinnen und Österreicher vor allem Sorgen in Bezug auf Klimawandel, Falschinformationen in neuen Medien, existentielle Probleme, Zuwanderung und Katastrophen.

Verteidigungspolitische Haltungen der Bevölkerung

Ungebrochen ist der Zuspruch zur Neutralität, die von fast 80 Prozent der Bevölkerung befürwortet wird. Im Vorjahresvergleich fällt jedoch eine merkbar kritischere Haltung zum internationalen Engagement Österreichs auf. Besonders prägnant: während sich drei Viertel der Bevölkerung im Falle eines Angriffs militärische Hilfe durch andere EU-Staaten erwarten, wäre weniger als ein Drittel bereit, anderen EU-Staaten militärische Unterstützung zukommen zu lassen.

Herausforderung umfassende Landesverteidigung

"Obwohl beispielsweise nach wie vor eine Mehrheit der Bevölkerung die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU befürwortet, sehen wir einen gewissen Trend zur Entsolidarisierung in Folge der Pandemie" resümmiert Wolfgang Prinz, einer der Studienautoren, und führt weiter aus: "Generell handelt es sich dabei aber um tiefer verwurzelte Haltungen, die nicht zuletzt Ausdruck einer unvollständigen gesellschaftlichen Reflexion sicherheits- bzw. verteidigungspolitischer Themenstellungen sind." Initiativen zur Erhöhung des Bewusstseins für verteidigungspolitische Fragestellungen und zur Stärkung der umfassenden Landesverteidigung seien daher notwendiger denn je.

Der neue Trend Radar 3/2020. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der neue Trend Radar 3/2020.

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