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Zukünftige Generalstabsoffiziere werden in operativer Führung ausgebildet

01. Juni 2021 - 

Der FH-Masterstudiengang Militärische Führung 2020-22, und somit die 22. Generalstabsausbildung, hat sein erstes Planspiel absolviert. Das Schwergewicht lag im ersten und zweiten Semester auf der militärstrategischen und operativen Führungsebene.

Die Teilnehmer beschäftigten sich mit den Grundlagen der Militärstrategie, der Entstehung des operativen Denkens, den Ableitungen von militärstrategischen und operativen Prinzipien aus der Kriegsgeschichte, sowie dem Kennenlernen der verschiedenen Teilstreitkräfte und Domänen: Landstreitkräfte, Spezialeinsatzkräfte, Luftstreitkräfte, Seestreitkräfte, Cyber, Weltraum und so weiter.

Einsatz in Afrika

Im ersten Planspiel konnte das theoretische Wissen gleich in der Praxis angewandt werden. Dazu wurden zwei "Joint Operational Planning Groups" gebildet. Diese arbeiteten auf Grundlage einer militärstrategischen Planungsweisung einen operativen Ansatz zur Problemlösung in einem fiktiven Szenario aus. In der ersten Woche bildete ein "Mission Analysis Briefing" den Abschluss, das die Frage  "Was ist zu tun?" beantwortete. In der weiteren Folge wurde nach Vorgaben des Force Commanders die Frage nach dem "Wie ist es zu tun?", also das "Course of Action Development", durchgeplant.

Militärischer Einsatz der EU

In der durchzuführenden Krisenplanung ging es konkret um den Einsatz von militärischen EUFOR-Kräften zur Trennung von Konfliktparteien und zur Schaffung notwendiger Voraussetzungen für ein stabiles Umfeld.

Relevanz im Bundesheer

Als Zeichen besonderer Wertschätzung darf die Dienstaufsicht durch den Generalstabschef General Brieger und den Kommandanten der Landesverteidigungsakademie, Generalleutnant Csitkovits, gewertet werden. Beide zeigten sich von den Leistungen der Teilnehmer beeindruckt. Die Ausbildung zeigt deutlich die Schlüsselkompetenz der höchsten militärischen Ausbildung – die Vermittlung der Militärwissenschaft und ihre Anwendung in der Praxis.

Combined Destiny – Höhepunkt der operativen Ausbildung

Bereits Anfang Mai hatten die Lehrgangsteilnehmer die Gelegenheit, das Gelernte erstmals selbständig im Rahmen eines weiteren Planspiels anzuwenden. Aufgrund der Covid-19-bedingten Absage einer gemeinsamen Übung mit der Führungsakademie der Bundeswehr wurde die Übung "Combined Destiny" ebenfalls an der Landesverteidigungsakademie durchgeführt. Dabei übten die Teilnehmer selbständig die operative Planung einer EU-Mission in Zentralafrika. Das Lehrpersonal stand nur mehr zur Klärung von Prozessfragen zur Verfügung.

Abschluss der operativen Ausbildung

Am Ende der operativen Führungsausbildung tragen ehemalige österreichische Kommandanten der operativen Führungsebene über ihre Erfahrungen in Auslandseinsätzen vor. Dies gewährt einen weiteren Einblick in die Praxis und die Umsetzung im Rahmen von Einsätzen in Krisengebieten.

Gut vorbereitet

Der FH-Masterstudiengang Militärische Führung ist der einzige Lehrgang im Österreichischen Bundesheer, der eine umfassende Ausbildung auf operativer Ebene vermittelt. Die Lehrgangsteilnehmer werden damit auf ihre künftigen anspruchsvollen Funktionen im In- und Ausland vorbereitet.

Ein Schwergewicht bildet die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Ein Schwergewicht bildet die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene.

Der Generalstabschef überzeugte sich von den Leistungen der Offiziere. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Generalstabschef überzeugte sich von den Leistungen der Offiziere.

Übungsannahme ist ein fiktives Szenario einer EU-Mission in Afrika. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Übungsannahme ist ein fiktives Szenario einer EU-Mission in Afrika.

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