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Fachseminar "Forum für Verbindungsoffiziere Energieversorgung"

29. September 2021 - 

Am Mittwoch fand an der Landesverteidigungsakademie Wien das "Forum für Verbindungsoffiziere Energieversorgung", unter der Leitung von Brigadier Gernot Hatzenbichler - im Zivilberuf Manager bei Austrian Power Grid, statt. Der Kommandant der Akademie, Generalleutnant Erich Csitkovits, eröffnete die Veranstaltung.

Lernen aus der Praxis

Das Seminar stand diesmal im Zeichen des "Comprehensive Approach am Beispiel des Pandemiemanagements in Tirol". Elmar Rizzoli, Leiter des Zentrums für Zivil- und Katastrophenmanagement und Leiter des Corona-Stabes in Tirol, berichtete über die einzelnen Phasen der Pandemiebekämpfung und die besonderen Herausforderungen.

Als schwierig erwiesen sich die kurzen Vorlaufzeiten zur Umsetzung von Verordnungen und die lange zeitliche Inanspruchnahme des Personals. Aufgrund der neugewonnenen Erkenntnisse aus dem Pandemiegeschehen wurde das behördliche Zivil- und Katastrophenschutzmanagement in Tirol neu organisiert.

Militärkommando Tirol hatte Vorreiterrolle

Der Militärkommandant von Tirol, Brigadier Ingo Gstrein, sprach über die Einsätze des Bundesheeres in Tirol. Da das Virus in Europa erstmals im Nachbarland Italien nachgewiesen wurde, fiel dem Militärkommando Tirol eine Vorreiterrolle in der Pandemiebekämpfung zu. Gstrein berichtete über getroffene Schutzmaßnahmen sowie über die Raumordnung unter Covid-Bedingungen. Er strich dabei die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit Behörden und Blaulichtorganisationen hervor.

Von besonderer Bedeutung waren hier die Einsätze seiner Verbindungsoffiziere zu den Bezirkshauptmannschaften. Die Sicherstellung der Durchhaltefähigkeit wurde durch Aufschubpräsenzdienst und Einsatz der Milizkompanie gewährleistet. Zeitweise waren bis 830 Soldaten im Einsatz.

Der Direktor der TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG), Johann Herdina, stellte als Leiter des Krisenmanagements die Ablauforganisation im Krisenfall vor. Anhand zahlreicher Teilnahmen an Katastrophenschutzübungen und der engen Zusammenarbeit mit dem Bundesheer zeigte er "Comprehensive Approach" als gelebte Praxis in Tirol.

Aufgabe von Verbindungsoffizieren

Krisen- und Katastrophensituationen erfordern einen erhöhten Planungs- und Koordinierungsaufwand in Gemeinden, Ländern und auf Bundesebene. Das Bundesheer entsendet in solchen Fällen Verbindungsoffiziere zu den Energieversorgern. Eingesetzt in Koordinierungsstäben arbeiten diese eng mit den Behörden und Vertretern anderer Einsatzorganisationen zusammen.

Dadurch wird ein möglichst schneller, unkomplizierter und auf die jeweiligen Gegebenheiten abgestimmter Einsatz von militärischen Hilfskräften sichergestellt. Vorbereitet werden die Verbindungsoffiziere durch Kurse und Seminare an der Landesverteidigungsakademie in Wien.

Die Teilnehmer des "Forums Verbindungsoffiziere Energieversorgung". (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Die Teilnehmer des "Forums Verbindungsoffiziere Energieversorgung".

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