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3. "European Language Resource Coordination"-Workshop an der Landesverteidigungsakademie

10. November 2021 - 

Am Mittwoch fand der 3. Workshop der "European Language Resource Coordination" (ELRC) in Österreich als hybride Veranstaltung der Landesverteidigungsakademie, organisiert vom Sprachinstitut des Bundesheeres und dem Zentrum für Translationswissenschaft der Universität Wien, statt. Vertreterinnen und Vertreter aus öffentlicher Verwaltung, Industrie und Forschung trafen sich an der Landesverteidigungsakademie oder nahmen online teil, um gemeinsam über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Sprachtechnologien und der künstlichen Intelligenz zu sprechen. 

Maschinelles Übersetzungsservice der Europäischen Kommission

Der 3. ELRC-Workshop in Österreich ist ein Beitrag Österreichs zur Förderinitiative "Connecting Europe Facility" (CEF) und zum maschinellen Übersetzungsservice "eTranslation" der Europäischen Kommission. Durch "eTranslation" soll die grenzüberschreitende, mehrsprachige Kommunikation zwischen öffentlichen Einrichtungen, Ministerien und EU-Bürgern unterstützt werden. 

"National Anchor Point" an der Landesverteidigungsakademie 

Seit 2015 stellt das Sprachinstitut des Bundesheeres an der Landesverteidigungsakademie den "National Anchor Point" für ELRC und hat einen wesentlichen Beitrag bei der Zurverfügungstellung von Sprachtextressourcen in Form von Glossaren und zwei- bzw. mehrsprachigen Übersetzungen zur Unterstützung des maschinellen Übersetzungsservice der Europäischen Kommission geleistet. Ein wesentlicher Meilenstein war auch die Errichtung der Website "Sprachressourcenportal Österreichs" in enger Kooperation mit dem Zentrum für Translationswissenschaft, die als Plattform für sprachliche Hilfsmittel zur mehrsprachigen Kommunikation im Rahmen der Verwaltung auf nationaler und EU-Ebene dient.

Bedeutende internationale Position Österreichs

Im ersten Panel stellten Vertreter der Industrie (ONDEWO, Cortical.io, Hensoldt Analytics, Kaleidoscope) die neusten sprachtechnologischen Entwicklungen vor und erläuterten die bedeutende internationale Position Österreichs im Bereich des maschinellen Sprachservices.  Es folgte ein Vortrag von Andreas Eisele, Projektmanager für maschinelle Übersetzung der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Union, zu den Übersetzungstechnologien der "Connecting Europe Facility" (CEF). 

Sprachtechnologien im öffentlichen Dienst

Das zweite Panel beschäftigte sich mit dem aktuellen Einsatz und den Herausforderungen von Sprachtechnologien im öffentlichen Dienst. Sindre Wimberger, Webentwickler und "Content Creator" der Stadt Wien brachte das Thema der Künstlichen Intelligenz und Spracherkennung mit Hilfe des "WienBots" (Chatbot) näher. 

Sprachdatensammlung und -management

Am Nachmittag wurde im Rahmen des 3. Panels, eingeleitet durch eine Key-Note von Hannes Pirker von der Akademie der Wissenschaften, das Thema der Sprachdatensammlung und des -managements in Österreich erläutert. Eine wesentliche Feststellung war, dass dringende Maßnahmen für eine bessere interministerielle und gesamtstaatliche Zusammenarbeit im Bereich der Sprachdatensammlung benötigt werden, um Entwicklern und Nutzern von Sprachtechnologien, sowohl aus dem privaten als auch aus dem öffentlichen Sektor, die digitale Interaktion zu ermöglichen.

Die Landesverteidigungsakademie und das Sprachinstitut des Bundesheeres werden auch künftig einen aktiven Beitrag im Rahmen des ELRC leisten und damit zur sprachlichen und digitalen Interoperabilität Europas beitragen. 

Neuste sprachtechnologische Entwicklungen wurden vorgestellt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Neuste sprachtechnologische Entwicklungen wurden vorgestellt.

Benjamin Roth von der Universität Wien. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Benjamin Roth von der Universität Wien.

Der Workshop fand in der "Sala Terrena" statt. (Bild öffnet sich in einem neuen Fenster)

Der Workshop fand in der "Sala Terrena" statt.

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