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Mannschaftsfünfkampf mit packendem Geländelauf beendet

Wr. Neustadt, 13. Mai 2004  - Bereichsmeisterschaften im militärischen Fünfkampf

Am heutigen Tag stand ein umfangreiches aber auch anspruchsvolles Programm am Wettkampfplan. Im Mannschaftsbewerb wurden gleich drei Disziplinen absolviert. Ein mitreißendes Geländelauffinale beendete diesen Bewerb in den Abendstunden. In der Einzelwertung fielen die Entscheidungen im Schwimmen sowie im Hindernislauf. Das Endergebnis wird aber erst morgen nach dem entscheidenden Geländelauf vorliegen.

Die Bewerbsleitung war heute Morgen brennend an den aktuellen Wetterprognosen interessiert. Wie es zu diesem außergewöhnlichen Interesse kam, ist schnell erklärt. Der für Mittwoch geplante Hindernislauf im Einzelbewerb fiel, im wahrsten Sinne des Wortes, ins Wasser und man entschied sich für eine Austragung am heutigen Tag. Um 0800 Uhr morgens musste eine Entscheidung fallen: Start Hindernislauf Punkt 0900 Uhr, ja oder nein? Zurzeit kein Start, lautete der Mannschaftsführerentscheid. Auf dem noch nassen Terrain sei das Verletzungsrisiko für die Läufer viel zu groß. Wir werden zuwarten, die Strecke könnte noch abtrocknen, so Organisationschef Struger weiter. Somit war allen klar, Hindernisbahn zu einem späteren Zeitpunkt, eventuell nachmittags.

Gleichzeitig war dadurch „grünes Licht“ für die nächste Disziplin. Schwimmen im Akademiebad, Beginn 0900 Uhr. Auf solche Eventualitäten optimal vorbereitet, hatte das Organisationsteam das Akademiebad bereits im Vorfeld auf Wettkampfniveau gebracht und erntete dafür großes Lob von den Mannschaftsführern. Die Wettkämpfer interessierte aber primär die Temperaturanzeige, die von so manchen mit viel Skepsis betrachtet wurde. Wassertemperatur 24° Celsius, Lufttemperatur, unter bedecktem Wr. Neustädter Himmel, etwas darunter. Im Gemurmel bei der Anzeigetafel war „… da rein, ist ja s..kalt …“ oder „… drinnen nicht, aber draußen …“ und noch so einiges mehr zu hören. Doch als das Wettkampffieber einsetzte vernahm man davon nichts mehr. Jeder konzentrierte sich auf den bevorstehenden Bewerb, der pünktlich mit dem Staffelschwimmen für die Mannschaftswertung begonnen wurde. Der Wettkampf war kaum an Spannung zu überbieten. Die besten Zeiten schwammen die Staffeln Theresianische Militärakademie IV, Theresianische Militärakademie I und Militärkommando Burgenland. In der Einzelwertung wurde auf drei Bahnen geschwommen. Am schnellsten bewältigten zwei Steirer die 50 m Distanz. Wachtmeister Martin Krempl (29,8 sec.) vor Rekrut Andreas Völsner (31,3 sec.), beide Jägerbataillon 18, dicht gefolgt von dem Niederösterreicher Stabswachtmeister Alfred Gradischnig (31,9 sec.). Auch die in den Seniorenklassen startenden Wettkämpfer waren nicht zu unterschätzen. Mit 34,8 Sekunden war Vizeleutnant Werner Graf nur knapp schneller als Vizeleutnant Paul Pinezits (35,6 sec.).

Das Monsterprogramm des heutigen Tages wurde am Nachmittag mit dem Handgranatenwerfen im Mannschaftsfünfkampf fortgesetzt. Hier fuhr das Militärkommando Burgenland vor dem kärntnerische Jägerbataillon 26 und dem Jägerbataillon 19, ebenfalls Burgenland, die höchste Punktzahl ein.

Oberstleutnant Struger sollte mit seiner am Morgen gestellten Prognose, der Hindernisparcours könnte noch abtrocknen, Recht behalten. Natürlich half eine leichte Brise, die den ganzen Tag über wehte, kräftig dabei mit. Die Startzeit wurde mit 1500 Uhr festgesetzt. Der Hindernislauf ist bei jedem militärischen Fünfkampf ein Highlight, bei dem es eine 500 m lange Strecke, gespickt mit 20 kraftraubenden Hindernissen, in kürzester Zeit zu überwinden gilt. Um auf den vorderen Plätzen mitmischen zu können, müssen sich die Athleten völlig verausgaben. Für die Zuseher sind somit spektakuläre Szenen garantiert. So auch bei diesen Bereichsmeisterschaften. Der Steirer Martin Krempl überzeugt auch in diesem Bewerb mit einer Zeit von 2:43,2 vor seinem Landsmann Andreas Völsner mit 2:44,4. Leutnant Hannes Steiner, vom Pionierbataillon 3 aus Melk, erreichte mit 2:44,8 die drittschnellste Laufzeit. Das die „Fünfkampf-Oldies“ nicht zum alten Eisen gehören untermauern ihre Laufzeiten. Fantastische 2:47,5 für Werner Graf. Und die ebenfalls sehr beachtlichen Zeiten von Stefan Drage (2:50,4) und Paul Pinezits (3:17,5) muss man auch erst laufen.

Der Mannschaftsbewerb wurde heute um 1800 Uhr mit dem Geländelauf im Akademiepark finalisiert. Ausgetragen in Form eines Staffellaufes über insgesamt 4000 m. Bei guten äußeren Bedingungen wurden die Startläufer per Massenstart ins Rennen geschickt. Nach einer Runde von 1000 m führte die Strecke wieder zurück in die Wechselzone auf der Laufbahn. Zahlreiche Zuseher trieben die Sportler zu Höchstleistungen und konnten so einen mitreißenden Wettkampf beiwohnen. Nach 11:43,0 ging der Schlussläufer der Staffel Theresianische Militärakademie III als Erster durchs Ziel.

In den Bereichsmeisterschaften werden die besten Fünfkämpfer, in Einzel- bzw. Mannschaftswertung, des jeweiligen Bundesland ermittelt. Aus organisatorischen Gründen tragen jedoch mehrere Bundesländer diese Meisterschaften gemeinsam aus. Die Endklassements weisen aber die Bereichsmeister der einzelnen Bundesländer aus.

Die siegreichen Staffeln und somit Bereichsmeister im Mannschaftsfünfkampf 2004 sind für die Bundesländer:

Niederösterreich: Theresianische Militärakademie IV mit 5.307,0 Punkten (Gefreiter Mag. Michael Leitner, Gefreiter Manuel Scherer, Gefreiter Andreas Schwarz, Gefreiter Michael Weintögl)

Burgenland: Militärkommando Burgenland I mit 4.984,4 Punkten (Oberstleutnant des Generalstabes Gernot Gasser, Major Othmar Landzettel, Oberstleutnant Ulrich Szekely, Vizeleutnant Emmerich Ivanschitz)

Wien: Kommando Führungsunterstützung mit 4.630,2 Punkte (Oberstleutnant Stefan Drage, Vizeleutnant Hans-Peter Fössl, Stabswachtmeister Roland Medonig, Zugsführer Erwin Toth)

Steiermark: Versorgungsregiment 1 mit 5.194,4 Punkte (Hauptmann Norbert Hödl, Oberleutnant Thomas Rumbold, Vizeleutnant Siegfried Hribar, Stabswachtmeister Klaus Friedrich)

Kärnten: Jägerbataillon 26 I mit 5.302,5 Punkte (Major Armin Grieszer, Oberleutnant Jürgen Mitter, Offizierstellvertreter Günter Sattlegger, Wachtmeister Thomas Huber)

Die Besten dieser Militärkommandobereichsmeisterschaften werden ihre Bundesländer bei den Heeresmeisterschaften im August vertreten.

Ein Bericht der Redaktion Militärkommando Niederösterreich

Im Kampf gegen die Uhr

Im Kampf gegen die Uhr

Übergabe beim Staffelschwimmen

Übergabe beim Staffelschwimmen

Spektakuläre Szenen beim Hindernislauf

Spektakuläre Szenen beim Hindernislauf

Nach 500 kraftraubenden Meter die erlösende Ziellinie

Nach 500 kraftraubenden Meter die erlösende Ziellinie

Massenstart im Mannschaftsfünfkampf

Massenstart im Mannschaftsfünfkampf

Die Strecke führt durch den Akademiepark

Die Strecke führt durch den Akademiepark

Positionskämpfe in der Wechselzone

Positionskämpfe in der Wechselzone

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