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Peacebuilding-Konferenz an der Friedensuniversität Burg Schlaining

Stadtschlaining, 11. Dezember 2009  - Welchen Beitrag kann Österreich zum "Peacebuilding" - also zur Friedensschaffung in Konfliktregionen - leisten? Diese Frage erörterten am Donnerstag und Freitag namhafte Experten aus dem In- und Ausland.

Herausforderungen für die Internationale Gemeinschaft

Im Laufe der Diskussion warfen die Experten dabei viele weitere Fragen auf: "Welche Rolle spielen Demokratisierungsbestrebungen in einem Land, das sich im Aufbau befindet?", "Ab welchem Stadium der Entwicklung kann die Zivilgesellschaft eingebunden werden?" und "Welche Rolle kann dabei Österreich als Teil der Europäischen Union spielen?" waren nur einige davon.

Die Rolle der Zivilgesellschaft

"Peacebuilding muss von der Bevölkerung getragen werden", meinte ein Teilnehmer mit viel Afrika-Erfahrung. Deshalb sei es wichtig, in einen Dialog mit den betroffenen Konfliktparteien zu treten und sie von den Vorteilen eines Friedens zu überzeugen. Und Catherine Woollard, Sprecherin einer Dachorganisation von Nicht-Regierungs-Organisationen in Brüssel, folgerte: "Wichtiger wäre es, das Vertrauen zwischen Staat und Zivilgesellschaft wiederherzustellen. Nicht-Regierungs-Organisationen können diese Aufgabe besser bewältigen als staatliche Akteure."

Nur gemeinsam erfolgreich

Übereinstimmung herrschte darüber, dass Peacebuilding nicht alleine bewältigen werden könne. Günther Barnet von der Direktion für Sicherheitspolitik des Verteidigungsministeriums etwa meinte: "Der gesamte Staat, von staatlichen Institutionen bis hin zur Zivilgesellschaft, muss sich dieser Aufgabe stellen." Das Militär, so Mitorganisator Philipp Agathonos, werde dabei oft als Lückenfüller verwendet, was für beide Seiten nicht gut sei. Agathonos: "Einerseits bekommt man vom Militär nur militärische Lösungen. Andererseits wird nicht der nötige Druck aufgebaut, um das Fehl auf der zivilen Seite des Krisenmanagements zu beheben."

Schwerpunkte setzen

Der Sicherheitsdirektor des Bundesheeres, Generalmajor Johann Pucher, stellte fest, dass Österreich zu klein sei, "um qualitativ hochwertig überall dabei zu sein". Deshalb müsse man Schwerpunkte setzen und klären, ob sich Österreich auf Regionen konzentrieren oder eher themenbezogen agieren solle. Abgeleitet davon, so Pucher, müssten die benötigten Fähigkeiten für die Zukunft entwickelt werden. Das Jahr 2010 könnte Österreich dazu viele Möglichkeiten bieten.

Bundesheer als verlässlichster Partner

Gerald Mader, Präsident der Friedensuniversität, sagte: "Vor 20 Jahren hätte ich es mir nie träumen lassen, dass das Bundesheer einmal der verlässlichste Partner des ÖSFK sein wird." Der Kooperationsvertrag zwischen dem Verteidigungsministerium und dem Österreichischen Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung könne in diesem Sinne vielleicht als "Peacebuilding im kleinen Rahmen" verstanden werden, so Mader.

Teilnehmer der Friedensgespräche in Stadtschlaining.

Teilnehmer der Friedensgespräche in Stadtschlaining.

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